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Lions-Heimspiel findet statt: BC Marburg kommt getestet nach Halle

Halle (Saale) -

Die gute Nachricht wollte Lysann Kairies als erstes loswerden: „Wir spielen!“, sagte die Geschäftsführerin der Gisa Lions und klang erleichtert. Ihre Mannschaft wird also am Sonnabend um 18 Uhr gegen den BC Marburg tatsächlich ihr erstes Saisonheimspiel bestreiten.

Denn obwohl die erste Liga zum Profisport zählt und damit nicht vom bundesweiten Lockdown betroffen ist, stand das Spiel gegen den BC Marburg auf der Kippe. Wegen des Coronavirus.

Marburg ist wie Halle Risikogebiet. Der Indizienswert dort liegt bei 219 Infizierten (Mittwoch) pro 100.000 Einwohner. Und es deutete sich schon an, was am Donnerstag Gewissheit wurde: Der Marburger Tross darf nicht ohne negative Coronatests nach Halle reisen.

BC Marburg braucht negative Corona-Tests

So verlangt es die Stadt, wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) in seiner täglichen Videoschalte verkündete. Die Zusatzforderung aus dem Rathaus war Kairies gesondert mitgeteilt worden: Schnelltests vor Ort - auf die hatten sich alle Beteiligten eingestellt - werden nicht anerkannt.

Das sorgte für hektischen Aktionismus: „Wir haben Marburg am Mittwoch vorgewarnt und dann sofort darüber informiert, dass sie nicht ungetestet kommen dürfen - und sind dort auf viel Verständnis getroffen“, sagt Lysann Kairies.

Marburg setzte alles in Bewegung, um sein Team testen zu lassen - und innerhalb von 48 Stunden dann auch noch das Resultat zu haben. In einem Hochrisikogebiet, wo die Labore an der Kapazitätsgrenze arbeiten, kein leichtes Vorhaben.

Gisa Lions müssen gegen Marburg vor leeren Rängen spielen

Unterstützung bekamen die Hessinnen aus dem benachbarten Gießen und vom dort beheimateten Basketball-Bundesligisten der Männer. Der ist mit dem ganzen Prozedere zwangsweise schon gut vertraut und half. „Die Tests sind unterwegs, die Ergebnisse sollten rechtzeitig vorliegen“, sagt Lysann Karies. Sie hofft auf ausschließlich negative Resultate - damit dann auch wirklich gespielt werden kann.

Allerdings sind Zuschauer in der Erdgassportarena - 200 hatten die Lions beantragt - nicht mehr zugelassen. Was Kairies grämt: „Ich hätte mir für die Mädels wenigstens etwas Atmosphäre gewünscht.“ Außerdem fehlen die Zuschauer-Einnahmen.

Corona-Schnelltests für Gisa Lions nicht dauerhaft finanzierbar

Und mit Hinblick auf das womöglich kommende intensive Testprozedere wird Lysann Kairies Angst und Bange: „Schnelltests, wie sie die Liga nun einführen will, kosten pro Stück etwa acht Euro. Die großen Tests etwa 130 Euro. Wir haben schon kein Geld, solche Tests können wir mal - aber nicht die gesamt Saison lang bezahlen“, so Lysann Kairies und hofft gleichzeitig auf ein Hilfs-Förderprogramm des Landes Sachsen-Anhalt. Und sie hofft, dass spätestens im Dezember dann wieder Zuschauer zugelassen werden, um etwas Geld in die Kasse zu bekommen.

Trainer Peter Kortmann beobachtet das Geschehen, hat aber andere Prioritäten. „Wir sollten gegen Marburg die Punkte holen. Die Woche darauf müssen wir nach Keltern. Da wäre ein Sieg sensationell. Aber mit 0:6 Punkten zu starten, das wäre eine schwere Hypothek. Die möchte ich nicht mitschleppen“, sagt er. Das Team, das den Sieg schaffen soll, ist zu sehen. (mz)

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