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Lockerungen für Geimpfte: Diese Probleme bringt die neue Freiheit mit sich

Berlin -

Das Bundeskabinett hat die Lockerungen für Geimpfte und Genesene am Dienstag auf den Weg gebracht. Die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat gilt trotz Kritik als so gut wie sicher. Doch mit den neuen Freiheiten kommen auch neue Probleme. 

Das Nachweis-Problem: 

Die Bundesregierung gibt den Geimpften ihre vollen Rechte zurück, ohne dass ein einheitlicher Nachweis für den Impfstatus zur Verfügung steht. „Zunächst muss deshalb ein einheitliches Zertifikat als Impfnachweis eingeführt werden, das digital oder in Papierform zur Verfügung steht“, fordert Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Momentan herrsche bei der Frage des Nachweises ein „großes Durcheinander“. Es bleibe ungeschulten Mitarbeitern in Geschäften oder Friseursalons überlassen, zu entscheiden, ob jemand einen ausreichenden Impfstatus habe.

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Einen digitalen Impfpass gibt es bisher nicht, seine Einführung ist eigentlich für Mai angekündigt, hat sich aber schon wiederholt verschoben. Geimpfte können sich nur mit ihrem gelben Impfbuch „ausweisen“. Diese sind aber alles andere als fälschungssicher. In einschlägigen Telegram-Gruppen werden gefälschte Impfbücher immer häufiger angeboten. 

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Fälschungssichere Dokumente, die Genesene und Geimpfte bei Kontrollen vorzeigen könnten, forderte auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP). GdP-Vizechef Jörg Radek: „Aus der geplanten Verordnung muss klar hervorgehen, für wen was gelten soll.“ Ebenso müsse klar sein, welche Papiere die Menschen in Sachen Corona mit sich führen müssten.​

Das Überschwang-Problem:

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach begrüßt die Lockerungen für vollständig Geimpfte, warnt aber gleichzeitig vor zu weit gehenden Öffnungen: „Wir dürfen gerade jetzt nicht den Fehler machen, die Erfolge zu gefährden, die uns die einheitliche Corona-Notbremse gebracht hat und noch bringen wird.“ Lauterbach lehnt deshalb die Öffnung von Läden, Kneipen oder Kinos nur für doppelt Geimpfte ab, wie es in einigen Bundesländern wie Bayern aber bereits teilweise passiert. Zudem hält Lauterbach Öffnungen für unfair gegenüber Ungeimpften, die so dafür bestraft würden, sich an die Impfreihenfolge zu halten. Grünen-Co-Chef Robert Habeck mahnte auch bei den Erleichterungen für Geimpfte eine „bundeseinheitliche Logik“ an.

Das Test-Problem: 

Viele Ärzte halten es für falsch, Geimpfte und Genesene nicht mehr zu testen. „Es wäre fatal, wenn Geimpfte und Genesene künftig von allen Testpflichten etwa bei der Einreise ausgenommen würden“, sagt Teichert. Ohne Tests verliere man den Überblick über das Infektionsgeschehen, vor allem  in Bezug auf Mutanten. Aus diesem Grund müssten auch Geimpfte an Schulen weiterhin getestet werden.

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