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Lösegeld nicht bezahlt – Islamisten töten 11 irakische Dorfbewohner

Bewaffnete haben ein Dorf nordöstlich der irakischen Hauptstadt Bagdad angegriffen und mindestens elf Personen getötet. Weitere sechs Menschen seien verletzt worden, teilten Sicherheitsbeamte am Dienstag mit. Der Angriff auf das vorwiegend von Schiiten bewohnte Dorf Al-Raschad sei von Mitgliedern der Terror-Organisation Islamischer Staat verübt worden.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Der Verdacht richtete sich aber gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die im Irak weiterhin mit Zellen aktiv ist und dort immer wieder Anschläge verübt. Augenzeugen und Sicherheitskreise sagten, dass IS-Kämpfer schweres Feuer eröffnet und willkürlich auf Häuser gezielt hätten.

Augenzeugen und Sicherheitskreise sprachen von 13 Todesopfern und 15 Verletzten.

Zwei Beamte sagten der Nachrichtenagentur AP, der IS habe zwei Dorfbewohner entführt und den Ort angegriffen, nachdem seine Lösegeldforderungen nicht erfüllt worden seien. Die Angreifer hätten automatische Waffen eingesetzt. Alle Opfer seien Zivilpersonen.

Der irakische Präsident Barham Salih sprach von einem „feigen“ Anschlag und einem Versuch, das Land zu destabilisieren. Der Angriff sei eine Erinnerung daran, dass die Bedrohung durch den IS im Irak nicht unterschätzt werden dürfe, schrieb Salih auf Twitter.

Seit dem weitgehenden Zusammenbruch der IS-Herrschaft im Irak 2017 sind Angriffe auf Zivilisten in dem Land selten geworden. Allerdings gibt es immer noch sogenannte Schläferzellen von Terrorkämpfern, die vor allem Sicherheitskräfte, Kraftwerke und andere Infrastruktur ins Visier nehmen. Im Juli explodierte eine Bombe auf einem belebten Markt in einer Bagdader Vorstadt und tötete mindestens 30 Menschen.