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Märchenwoche in Geretsried: Prinz Gwidon in Stein, Prinzessin in der Bücherei

In der Stadtbücherei las eine Prinzessin den großen und kleinen Gästen vor.

In Geretsried begeisterte die Märchenwoche viele Kinder und Senioren: In der ganzen Stadt gab es Veranstaltungen und Vorlese-Aktionen.

Geretsried – „Es war einmal...“ So beginnen die meisten Märchen, und sie enden mit „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ – und zwar egal, ob in Deutschland, im arabischen Raum, in Frankreich oder China. „Jeder kennt es“, sagt Hannah Schreyer vom Team Integration Aktiv des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit in Geretsried.

Märchenwoche in Geretsried: Prinz Gwidon in Stein, Prinzessin in der Bücherei

„Märchen sind also geradezu prädestiniert für eine interkulturelle Woche.“ Jahr für Jahr steht diese unter einem anderen Motto. Vergangenes Jahr wurden Filme aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen gezeigt, heuer eben Märchen erzählt.

Wegen der Corona-Pandemie konnten dieses Mal nur Veranstaltungen in kleineren Gruppen durchgeführt werden, was aber der Freude keinen Abbruch tat. Gemeinsam mit Geschichtenerzählerin Christa Albrecht war die erste Station die Oberlandwerkstätte in Geretsried. „Die Begeisterung war groß“, berichtet Schreyer. „Im ersten Workshop waren die, die sich getraut haben, im zweiten jene, die sich bis dahin nicht getraut hatten – und im dritten waren dann plötzlich alle.“

Russisches Märchen: Der Quartierstreff in Stein wurde zur Theaterbühne.

Geretsried: Senioren lauschen Geschichten, Kinder machen beim Erzählen mit

Nächste Stationen waren die Seniorenheime in Schwaigwall und der Caritas in Geretsried. Hier nahm Erzählerin Ursula Weber ihre Zuhörer auf eine Reise durch zahlreiche ferne Länder in der ganzen Welt mit. „Viele, die selbst aus anderen Kulturen kamen, waren richtig ergriffen, Märchen aus der alten Heimat zu hören“, erzählt Schreyer. Und: Viele Märchen gibt es, wenn auch in leicht abgewandelter Form, in zahlreichen Sprachen – „zum Beispiel die Geschichte vom Rübenziehen“. Hier pflanzt ein Großvater eine Rübe im Garten, kann sie aber alleine nicht herausziehen und ruft seinen ganzen Hausstand, bis hin zu Mäuslein, zusammen um das Gemüse ernten zu können.

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TVJA Geretsried und Integration aktiv organisieren Veranstaltungsreihe

Eine Prinzessin mit Märchenbuch war an vier verschiedenen Terminen in der Stadtbücherei Geretsried zu Gast. Im Quartierstreff Stein wurde das russische Märchen vom „Zaren Saltan, von seinem Sohn, dem berühmten Recken Fürst Gwidon Saltanowitsch, und von der wunderschönen Schwanenprinzessin“ von Alexander Puschkin als Puppenspiel aufgeführt. Eine, die neben der Erzählerin als Spielerin agierte, war die neunjährige Nadja Holzer. „Es ist eine schöne Geschichte“, urteilt sie. Und? Lampenfieber gehabt? „Nö“, kommt es wie aus der Pistole geschossen zurück. „Als Puppenspielerin hat mich ja keiner gesehen. Und außerdem bin ich an meiner Schule in Münsing in der Theater-AG. Da hab ich etwas gelernt.“ (sh)