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Medienbericht: Skiurlaub in Österreich wird 2020 nicht möglich

Österreich befindet sich noch bis mindestens zum 6. Dezember im harten Lockdown, die Skigebiete in Österreich sind geschlossen. Ein Skiurlaub wird für deutsche Touristen aber wohl auch danach nicht so schnell möglich werden. Zwar plant die Regierung Medienberichten zufolge leichte Lockerungen ab dem 7. Dezember, die an diesem Mittwoch im Ministerrat beschlossen werden sollen.

Allerdings soll der Tourismus davon nicht profitieren: Während Schulen und Geschäfte eingeschränkt wieder öffnen könnten, sollen Hotellerie und Gastronomie geschlossen bleiben, voraussichtlich bis in den Januar, das berichtet die österreichische Tageszeitung „Der Standard“.

Deutschland für europaweites Skiurlaub-Verbot

Zuletzt hatten Deutschland und Italien wiederholt gefordert, den Wintertourismus europaweit zu unterbinden. Österreich hatte sich gegen eine solche Regelung gewehrt, so sagte etwa die Tourismusministerin Elisabeth Köstinger im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Die Entscheidung, ob oder wann Skigebiete aufsperren dürfen, soll jedes Land eigenständig treffen. Wir werden Frankreich auch nicht vorschreiben, wann der Louvre wieder öffnen darf. Auch Italien braucht keinen Ratschlag von uns über die Öffnung von Cafés und Restaurants, ebenso wenig wie Deutschland. Jedes Land kämpft gegen diese Pandemie und trifft seine Entscheidungen, auf europäischer Ebene gäbe es auch gar keine Rechtsgrundlage dafür, solche Dinge europaweit zu verordnen.“

Nun hat sich die Tourismusbranche in Österreich aber offenbar auch damit abgefunden, dass die Weihnachtsferien nicht in den Skiorten zelebriert werden. Für Tagesgäste hingegen könnte Skifahren schneller wieder erlaubt werden – nur nicht in Form von Urlaub, weil es keine Zimmer und keine Bewirtung geben wird.

Skilifte in Österreich sollen früher wieder öffnen – für Tagesgäste

Die Seilbahnen sollen zeitnah wieder öffnen, weil sie als öffentliches Verkehrsmittel gelten und eine Betriebspflicht haben, schreibt „Der Standard“ unter Berufung auf den Rechtsexperten Christoph Haidlen aus Innsbruck. „In jeder Konzession für Seilbahnbetriebe ist auch eine Betriebspflicht enthalten, weil ein öffentliches Interesse am Betrieb besteht.“

Der Tourismus in Österreich soll frühestens im Januar schrittweise wieder hochgefahren werden, wenn die Corona-Zahlen es erlauben. Bis Urlauber jedoch wieder einen normalen Skiurlaub wie früher erleben können, wird es noch dauern: „Was klar ist: Après-Ski wird es frühestens in einem Jahr wieder geben“, sagte Kanzler Sebastian Kurz in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“.

Deutschland: So ist die Lage für die Skigebiete

In Deutschland scheint ein Start der Skisaison zumindest noch im Jahr 2020 immer unwahrscheinlicher. Im Sauerland ist das Thema bereits durch: Die Skilifte in Nordrhein-Westfalen dürfen bis Ende Dezember nicht öffnen, das teilte der Gesundheitsminister des Landes, Karl-Josef Laumann, mit.

Auch die Zugspitze in Bayern rechnet nicht mehr mit einem Saisonstart in 2020. Auf Deutschlands höchstem Berg liegt zwar schon ordentlich Schnee, doch die Lifte müssen – wie in allen Skigebieten in Deutschland – bis mindestens 20. Dezember außer Betrieb bleiben. Die Betreiber der Zugspitzbahn rechnen allerdings mit einer Verlängerung der Maßnahmen in Bayern bis 10. Januar 2021.

RND

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