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„Mein Held“: Til Schweiger zeigt sich mit Verschwörungs-Verbreiter Reitschuster

Ein Instagram-Post von Schauspieler Til Schweiger am Sonntagabend hat heftige Reaktionen in den sozialen Medien ausgelöst. Schweiger postete zwei auf den ersten Blick idyllische Fotos offenbar von einem Segeltrip mit einem Begleiter. Allerdings handelt es sich bei diesem nicht um irgendwen, sondern um den bekannten Verschwörungstheoretiker und Journalisten Boris Reitschuster. Im Kommentar zu den Bildern nennt Schweiger Reitschuster zu allem Überfluss auch noch „Mein Held“. 

Die Kommentare zu dem Posting sind heftig. Auf der einen Seite liketen bis Montagmittag über 17.000 User den Post. Es sei mutig, sich öffentlich so zu positionieren, finden Schweigers Anhänger.

Viele andere sprechen allerdings von einem „Outing“ Schweigers, auf das man schon länger gewartet habe. „Kleinhirnhasen?“ fragt jemand anders. Bei Twitter trendet #schweiger am Montagvormittag. Ein User möchte wissen:

Jan Böhmermann twittert ebenfalls in Anspielung auf einen Filmtitel von Schweiger: „Jetzt dann offiziell: Honig im Kopf!“.

Bereits im vergangenen Jahr hatten sich viele Menschen gefragt, ob Schweiger nach rechts in die Ecke der Corona-Leugner abgedriftet sei. Der 57-Jährige hatte das Vorgehen der Polizei bei Demonstrationen gegen die Coronaregeln kritisiert und gesagt, es seien keineswegs nur „Nazis oder Aluhüte“ unterwegs.

Boris Reitschuster wird Desinformation vorgeworfen 

Boris Reitschuster betreibt ein eigenes Internet-Portal, auf dem er sich selbst als „kritischer Journalist“ bezeichnet und Stellung gegen die Corona-Schutzmaßnahmen bezieht. Zuletzt postete er ein Bild der Staats- und Regierungschefs beim G7-Gipfel. Diese, unter ihnen auch Angela Merkel und Ursula von der Leyen, sitzen ohne Masken und Abstand beieinander. Dazu schreibt Reitschuster, die Regierenden würden es mit den von ihnen verhängten Regeln ja selber nicht so genau nehmen.

Reitschuster wurde in der Vergangenheit darüber hinaus aber auch mehrfach von Organisationen wie Correctiv oder dem Faktencheck-Team der dpa nachgewiesen, die Unwahrheit verbreitet zu haben. Er veröffentlichte beispielsweise einen Beitrag, in dem es um angeblich gefälschte Totenscheine von Covid-Toten gehen soll. Es gibt allerdings keine Hinweise, dass diese Geschichte der Wahrheit entspricht. Der Blog „Volksverpetzer“ kommt zu dem Urteil, dass Reitschuster Desinformation verbreite, etwa auch mit Panikmache zu Corona-Impfungen.

Wegen Kommentaren, die auf Reitschusters Website sichtbar sind, hat dieser auch bereits eine Anzeige der Bundespressekonferenz bekommen. Ihm wird vorgeworfen, „strafrechtliche relevante Hassäußerungen, Beleidigungen sowie Aufrufe zu Gewalt gegen Mitglieder der Bundespressekonferenz“ geduldet zu haben. Die Kommentare wurden daraufhin gelöscht. (cme)

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