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Merkel-Nachfolge: Söder schießt in Umfrage-Ranking nach oben - Jetzt sogar Kanzlerin auf den Fersen?

Die Beantwortung der Kanzlerfrage steht bei der Union weiterhin im Raum. Söder, Laschet und Merz gelten als Hauptanwärter. Damit Söder Kanzler werden kann, muss sich in der CDU aber vieles verändern.

Update vom 11. Juli, 11.46 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat sich im Laufe der Corona-Krise als Krisen-Manager mit kühlem Kopf hervorgetan. Unter anderem deshalb steht Söder mittlerweile als Kanzlerkandidat im Raum. Politiker und Journalisten reden darüber und auch Umfragewerte zeigen, dass ein Großteil der Bevölkerung sich Söder durchaus als Kanzler vorstellen könnte. 

Merkel-Nachfolge: Söder kokettiert mit K-Frage - noch lautet seine Antwort aber „Nein“

Söder selbst kokettiert zwar in Interviews immer wieder mit der Möglichkeit, stellt dann aber doch mehr oder minder deutlich klar, dass sein Platz - zumindest in absehbarer Zukunft - in Bayern sei. Dennoch kursieren Szenarien, wie der CSU-Politiker schon bald Angela Merkels Nachfolge antreten könnte*: Falls die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer es sich doch nochmal anders überlegt, an der Parteispitze bleibt und Söder als Kanzlerkandidaten ausruft. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Oder aber Gesundheitsminister Jens Spahn kehrt der Kooperation mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet den Rücken, kandidiert als Parteichef und plant Söder als Kanzlerkandidaten ein. 

Über diese Spekulationen weiß auch Söder Bescheid. Bei einem Auftritt in der CSU-Zentrale lautet sein Kommentar dazu: „Ich bin kein persönlicher Karriereberater einzelner großartiger Persönlichkeiten in der CDU.“ Anschließend lobt er ausführlich, was für ein herausragender Hoffnungsträger Spahn sei. „Aber die CDU hat viele Hoffnungsträger“, setzt er zum Schluss noch hinterher. 

Merkel-Nachfolge: CSU-Landesgruppenchef Dobrindt warnt vor Personaldebatte zur Unzeit

Im Gegensatz zum vage spekulierenden Söder tat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt seine Meinung zur K-Frage unmissverständlich kund. Er warnte die Union angesichts der Corona-Pandemie vor einer Debatte über die Kanzlerkandidatur zur Unzeit. „Ich rate dazu, jetzt keine langanhaltende Diskussion über Personalfragen zu führen“, sagte Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin und fügte hinzu, die Union solle nicht den Fehler machen, den „uns die SPD im letzten Jahr im Detail vorgeführt hat. Nämlich sich monatelang mit sich selbst zu beschäftigen, während die Bürger Antworten auf die Zukunft unseres Landes erwarten.“

Merkel-Nachfolge: Söder ist für 64 Prozent der Bürger geeigneter Kandidat

Update vom 10. Juli, 13.09 Uhr: Nach mehreren Monaten Corona-Krisenmanagement trauen deutlich mehr Menschen dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder das Amt des Bundeskanzlers zu. Wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ hervorgeht, halten 64 Prozent der Bürger, also fast zwei Drittel, den CSU-Chef für geeignet. Im März waren nur 30 Prozent dieser Meinung, 51 Prozent hatten ihm die Eignung damals abgesprochen. Unter den Unionsanhängern glauben demnach nun sogar 78 Prozent, dass er das Zeug zum Bundeskanzler hat.

Damit liegt Söder deutlich vor den drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz. Den Wirtschaftsexperten Friedrich Merz halten 31 Prozent für geeignet fürs Kanzleramt, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet 19 Prozent und den Außenpolitiker Norbert Röttgen 14 Prozent. Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist in den Augen von 48 Prozent der Befragten geeignet für das Amt des Bundeskanzlers.

In Umfragen ist Markus Söder (CSU) aktuell Favorit fürs Kanzleramt.

Merkel-Nachfolge: Bei Bundestagswahl läge die Union laut Umfrage aktuell vorn

Auch bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung steht Bayerns Regierungschef gut da. Auf der Skala von minus 5 bis plus 5 landet er hinter der Spitzenreiterin, Kanzlerin Angela Merkel (CDU, 2,7) mit 2,0 auf dem zweiten Platz. Scholz kommt auf denselben Wert, gefolgt von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU, 1,5), Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD, 1,4) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU, 1,3).

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, läge dem „Politbarometer“ zufolge die Union mit 39 Prozent klar vorn, gefolgt von den Grünen mit 20 Prozent. Bei der Befragung vor zwei Wochen war der Abstand von CDU/CSU mit 40 zu 19 Prozent noch etwas deutlicher. Bei den anderen Parteien gab es keine Veränderung: Die SPD liegt mit 15 Prozent weiter auf Platz drei, gefolgt von AfD (9 Prozent), Linke (7 Prozent) und Schlusslicht FDP (5 Prozent).

Merkel-Nachfolge: Söder und Merz äußern sich - CDU-Flügel bringt eine überraschende Team-Lösung ins Spiel

Update vom 8. Juli, 17.16 Uhr: Der Arbeitnehmerflügel der sächsischen CDU spricht sich für Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) als Kanzlerkandidaten der Union aus. Söder stehe für politische Stabilität und die Vereinbarkeit von innovativer Wirtschafts- und Umweltpolitik, erklärte Alexander Krauß, Landesvorsitzender der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) in einer Mitteilung am Mittwoch. In der Corona-Krise habe er sich bewährt.

Söder und zwei der Kandidaten für den CDU-Vorsitz, Armin Laschet und Friedrich Merz, sollten nach Ansicht der CDA Sachsen ein Team bilden. Merz könne in der nächsten Bundesregierung das Finanz- und Wirtschaftsministerium übernehmen, Laschet den Vorsitz der CDU. Mit einer solchen Aufteilung ließen sich Kräfte der gesamten Union bündeln, so Krauß. Möglichst vor dem Parteitag im Dezember sollten sich die drei Politiker seiner Meinung nach auf ein Personaltableau einigen. 

Die Bundesregierung um Angela Merkel wird offenbar von einem Spionage-Fall erschüttert.

Merkel-Nachfolge: Nach Söders Kanzler-Ansage - Merz bringt sich selbst ins Gespräch

Erstmeldung vom 8. Juli:

Berlin - Welchen Kandidaten die Union als potentiellen Kanzler ins Rennen um Angela Merkels Nachfolge schicken will, wissen CDU und CSU selbst noch nicht. Drei Kandidaten, die sich auch um den CDU-Vorsitz bemühen, haben gute Chancen. Markus Söder gibt noch vor, er wolle in Bayern bleiben.

Alexander Dobrindt CSU-Landesgruppenchef erklärte, dass bei der Entscheidung auchpersönliche Zustimmungswerte eine wichtige Rolle spielen sollten. „Es geht um Kompetenz, es geht um Zustimmung und es geht um Chance“, sagte Dobrindt dem Nachrichtenportal The Pioneer. „Die Frage der Chancen muss im politischen Alltag immer eine Rolle spielen. Das Gegenteil wäre ja auch irgendwie nicht sehr real“, fügte der CSU-Politiker hinzu.

Merkel-Nachfolge und Kanzlerkandidat: Söder ist am beliebtesten

Favorit der Bürger für den Kanzlerkandidaten der Union ist Umfragen zufolge Bayerns Ministerpräsident Markus Söder*. Im Focus-Politiker-Ranking von letzter Woche (Freitag, 3. Juli) lag Markus Söder mit 147 Punkten auf Platz zwei. Beliebter ist aktuell nur die Kanzlerin. Angela Merkel führt mit 154 Punkten das Ranking an.

Die anderen CDU-Männer, die als potentielle Kanzler gehandelt werden und sich um den CDU-Vorsitz bewerben, schaffen es gerade noch in die Top Ten. Armin Laschet* liegt mit 97 Punkten auf Platz acht. Gefolgt von Friedrich Merz* mit einem Punkt Rückstand. Platz zehn belegt Norbert Röttgen* mit 95 Punkten.

Während Röttgen immerhin seinen Platz seit der Vorwoche verteidigen konnte, rutsche Merz um zwei Plätze ab. Laschet stieg von der neun auf die acht. Besser sehen die Beliebtheitswerte für Jens Spahn* aus. Der Gesundheitsminister hält sich mit 121 Punkten auf dem vierten Platz. Auch über seine Chancen auf den Kanzlerposten wurde debattiert, dann stellte er sich jedoch hinter seinen Kollegen Laschet.

Söder zur K-Frage: „Mein Platz ist immer in Bayern“

Markus Söder hatte am Wochenende im Tagesspiegel erklärt, der künftige Unions-Kanzlerkandidat müsse sich in der Corona-Krise bewiesen haben. Am Montag sorgte er in München kurz für Verwirrung, wurde dann aber deutlich: „Mein Platz ist immer in Bayern.“ Der Wirtschaftsexperte Merz sagte am Dienstag im Deutschlandfunk: „Kanzler kann werden, wer Krise kann und wer Erfahrung in der Politik hat.“ Auf Twitter schrieb er zu dem Interview: „Ich glaube, ich habe in meinem Berufsleben oft genug bewiesen, dass ich auch führen und politische Verantwortung übernehmen kann.“

In der Corona-Pandemie*, die derzeit wohl die größte Herausforderung für alle Amtsinhaber bereitet, glänzte NRW-Ministerpräsident Laschet nicht besonders. Vor allem der Corona-Massenausbruch bei Tönnies wurde zu einer Belastung für Armin Laschet. In einem Statement langte der CDU-Politiker heftig daneben.

AKK bremst ihre Kollegen aus

Annegret Kram-Karrenbauer scheint der Trubel um ihre Nachfolge zu viel zu sein. Die aktuelle CDU-Bundesvorsitzende soll ihre Kollegen angewiesen haben, im Sommer nicht mehr über Personalien zu sprechen. (lb mit dpa) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Sommerzeit ist Urlaubszeit, das gilt auch für die Politiker dieses Landes. Doch wo entspannen Merkel, Seehofer und Söder in diesem Corona-Sommer?

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