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Missionarin des süßen Lebens

Die neue Eisdiele „Be. Coffee, Ice & Deli“ neben dem Luitpoldweg in Grünwald knüpft an längst vergangene Tage des Café Fischer an und wird an sonnigen Tagen zu bestimmten Uhrzeiten nahezu überrannt.

Grünwald – Das kleine Holzhäuschen ist in Pastellfarben gestrichen und wirkt keineswegs aufdringlich, sondern distinguiert und luftig. Fühlt sich bisschen an wie ein Strandbad an der Ostsee oder die Ferien des Monsieur Hulot, wenn man unter den alten Grünwalder Kastanien im Schatten Platz nimmt. Auf die Idee des Freiluftcafés kam Eva Fischer im Winter, unter der Dusche. Aber nicht selbst. Sie spricht von einem Gedankenblitz, den ihr Gott Mitte Februar eingegeben haben musste.

Die 43-Jährige ist Personal-Coach im Fitnessbereich, seit elf Jahren in Grünwald sesshaft und selbstständig, Mutter von drei Kindern mit Namen Niclas (18), Julia (15) und Mia Jolie (3). Alleinerziehend packt sie das Leben an, aber mit einem sehr guten Verhältnis zum Ex-Mann.

Vor fünf Monaten ist Eva Fischer also von diesem Gedankenblitz getroffen worden. Denn eigentlich, gibt sie unumwunden zu, hegt sie gar kein Faible für Eis, mittlerweile hat sie aber ihre Lieblingssorte entdeckt: Schokominze. Es wird hausgemacht, wenn auch nicht von Eva Fischer selbst. Ein guter alter Freund, der auch den Kaffee liefert, betreibt über 700 Cafés und Eisläden in Deutschland. Von ihm bekommen sie frisch die 18 Sorten in die Kühltheke, die ständig durchgewechselt werden. Zwei Kugeln genehmigt sich die Grünwalderin am Tag. Extrem beliebt sind vegane schwarze Schokolade und griechischer Joghurt mit Honig. Kai Pflaume ist der größte Fan davon. „Unsere Vanille ist übrigens aus echter Vanille“, sagt sie. Zur Ausbildung der eigenen Crew waren die besten Baristas aus dem Unternehmen des guten Freundes hier am Luitpoldweg und unterrichteten Eva Fischer und ihre Mitstreiterinnen. Es kam sogar ein Super-Barista, Weltmeister, Platz 18, und hat den Damen das Wichtigste beigebracht: „Er hat uns mit Rat und Tat geholfen.“

Bananenbrot täglich frisch

Drei Tage, nachdem sie von der Gemeinde Grünwald grünes Licht für ihr Projekt bekommen hat und sich mit Grundeigentümer Franz Hölzl einig geworden war, besuchte die 43-Jährige die Eismesse in Stuttgart kurz vor dem Shutdown und ließ sich inspirieren.

Aber das Sortiment besteht aus noch viel mehr. Am liebsten mag Eva Fischer das Bananenbrot, das es in der Eisdiele jeden Tag frisch gibt. Als Ernährungsberaterin liegen ihr auch immer schon am Herzen: die Smoothie Bowls und Salate, auch das Avocadobrot. Damit hat die Grünwalderin vor vier Wochen begonnen. Angefangen hat sie mit Kaffee und Eis. Und auch wenn alle gesagt haben, „Eva mach mal langsam“, ist sie auch hier ihrem Drang gefolgt, die gesunde Küche voranzubringen.

Nach Grünwald ist die gebürtige Münchnerin durch Zufall gekommen. Ihr Chef wohnte hier, kannte Makler, und durch diese glückliche Fügung hat sie hier vor zwölf Jahren leichter eine Wohnung gefunden, nachdem sie sich von ihrem damaligen Mann getrennt hatte.

Business-Plan im Kopf

Seit zehn Jahren nun trägt die Grünwalderin bereits einen Business-Plan im Kopf: „Schon damals habe ich hier Smoothie-Workshops geleitet.“ Sie glaubt, die Zeit auch für Grünwald sei jetzt reif. Grünwald vertrage was Lockeres, Cooles. Einfach ein Shake holen, sich auf die Treppe setzen, warum nicht? Speziell für Kinder gibt es Smoothie Pink Elefant, der laut Eva Fischer sehr gesund ist, aus frischem Obst gemacht wird und auch schmeckt. Ihre reiche Erfahrung bringt sie aus Amerika mit, in L.A. und New York hat sie ihre Ausbildung unter anderem in der Yogalehre gemacht, worin sie heute allerdings aus religiösen Gründen nicht mehr unterrichtet. Aber als Personal-Trainer im Fitnessbereich wird sie weiterhin arbeiten. Und da kommt es schon mal vor, dass sie für einen Urlaub gebucht wird, damit der Sport am Mittelmeer nicht zu kurz kommt. Sie hat Profisportler, auch Bayern-Spieler, die sie trainiert. Aber auch die Mama, die gerade ein Baby bekommt und die ältere Dame mit 85 Jahren. Leute mit Rückenproblemen, Herzkranke. Dabei kann sie, wie sie versichert, am Gegenüber unmittelbar feststellen, wo die körperlichen Gebrechen sitzen: „Ich muss da gar nicht hingreifen.“

In ihrem neuen Projekt am Luitpoldweg hat sie viel Hilfe erfahren. Zum Glück haben sie Freunde, Bekannte und Nachbarn unterstützt. Es musste gehörig gerackert werden. Das alte Eishäuschen, das sich an derselben Stelle hinter dem ehemaligen Café Fischer befand, war marode, zu klein und musste abgerissen werden. Kühlschrank und Geschirrspüler steuerte der Ex-Mann bei, der ein Elektrounternehmen hat. Die Firma Waldhauser hat bei den sanitären Anlagen Hilfe geleistet. Ein guter Freund, der in dem Bereich tätig ist, hat ihr die Kaffeemaschine und die Mühle hingestellt.

Mit Gott an der Seite

Für Eva Fischer hat der Platz vor dem ehemaligen Café Fischer etwas Großartiges und auch Aufgeladenes. Als freie Christin sucht sie in dieser Umgebung, aber auch überall sonst, eine harmonische Beziehung zu Gott zu pflegen. Dabei ist es ihr nicht so wichtig, in welcher Form der Glaube konkret umgesetzt werden. „Ob ich das Eis zusammenkratze, putze und meine Schalen mache und rede mit meinem Gott oder in die Kirche gehe, da sehe ich keine Unterschiede.“ Auch nach 14 Stunden Arbeit, wenn es reingeregnet hat und sie pitschnass war und die Stühle zusammengeräumt hat. Dann fühlt sie sich trotzdem nicht alleine, und solche Stunden hat sie im Mai und im Juni viele erlebt.

Das Feedback auf die Gut-Wetter-Hütte seit Eröffnung ist überwältigend: „Bitte, bitte, nicht mehr weggehen. Genau so etwas, das brauchen wir hier.“ Langfristig wäre es ihr natürlich am liebsten etwas Festes zu finden, das auch regensicher ist.

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