Dresden – Er habe sich zum „Handlanger der organisierten Kriminalität“ gemacht, sei ein „Laufbursche“ gewesen, so Amtsrichter Roland Wirlitsch (61) in seinem Urteil am Dienstag.

Als im Juni die deutsche Polizei den Niederländer Feiste V. (55) bei Nossen auf der Autobahn stoppte, fanden die Beamten in seinem Miet-Wohnmobil Kriegswaffen: 50 Pistolen, 15 Maschinenpistolen (u. a. Typ Skorpion), 1000 Schuss und unzählige Waffenteile.

Für 1500 Euro Lohn und die kostenfreie Weiternutzung des Wohnwagens sollte V. die Waffen vom tschechischen Celni nach Holland bringen. Doch der Kühltechniker geriet ins Visier der niederländischen Behörden, die das Bundeskriminalamt informierten.

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In diesem Miet-Wohnmobil wollte er die heiße Ware nach Holland bringen

Foto: Olaf Rentsch

In der U-Haft packte V. aus, nannte Mittäter und Hinterleute, ließ die Bande auffliegen. Es gab Razzien und Festnahmen. Jetzt wurde ihm der Prozess gemacht. V. gestand und betonte: „Es tut mir richtig leid“.

Trotz Vorstrafen in Holland (u. a. Drogenanbau, Erpressung, Alkoholfahrten) bekam er nur zwei Jahre Haft auf Bewährung und rauschte danach in einem Citroën ab.