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Mordfall Andrea K. (†19) - 21-Jähriger wegen Menschenhandels verurteilt

Verden (Niedersachsen) – Die 19-jährige Andrea K. wurde im April 2020 an eine Betonplatte gebunden und im Kreis Nienburg in der Weser ertränkt.

Während das Urteil in dem Mordprozess noch aussteht, ist am Freitag ein 21-Jährger vor dem Landgericht Verden wegen Menschenhandels zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Er soll Andrea K. zur Prostitution gezwungen haben. Zudem sah es das Gericht als erwiesen an, dass der Mann Andrea K. für 2000 Euro an ihre späteren mutmaßlichen Mörder „verkauft“ habe.

Die Kammer ordnete für den 21-Jährigen Mann mit Drogenproblemen zudem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an, wie der Gerichtssprecher sagte.

Sein Komplizie, ein 26-Jährige Mann, der dem 21-Jährigen beim „Verkauf“ der Frau half, wurde wegen Beihilfe zum Menschenhandel zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Andrea K. wurde im April 2020 in einem Kanal bei Nienburg lebendig ertränkt
Andrea K. wurde im April 2020 in einem Kanal bei Nienburg lebendig ertränktFoto: Marcus Prell

Rückblick: Der 21-jährige Angeklagte soll Andrea K. zunächst an einen Freier vermittelt und laut Staatsanwaltschaft im April 2020 für die Summe von 2000 Euro und für den Erlass von Drogenschulden an ihre späteren mutmaßlichen Mörder verkauft haben, die die Frau ebenfalls zur Prostitution gezwungen haben sollen.

Die unter paranoider Schizophrenie leidende 19-Jährige sei derart erkrankt gewesen, dass sie auch für die Angeklagten erkennbar nicht in der Lage gewesen sei, in sexuelle Handlungen einzuwilligen, hieß es in der Anklage. Laut Aussage des Angeklagten lachte sie grundlos, war völlig verwirrt und „beschmierte den Boden mit Marmelade“.

Zum Zwecke der Prostitution soll Andrea K. Anfang April an zwei Männer übergeben worden sein, von denen sich einer wegen Mordes in dem noch ausstehenden Prozess verantworten muss.

Der Mord-Prozess, bei dem Stefan K. (40) und seinen Komplizen Stephan K. (53) und Sabrina H. (39) auf der Anklagebank sitzen, ist noch nicht beendet. Gegen diese mutmaßlichen Täter, die Andrea K. ertränkt haben sollen, läuft am Landgericht Verden separat ein Mordprozess.

Den Ermittlungen zufolge wurde die junge Frau mit einem Stromkabel auf einer Waschbetonplatte festgebunden. Danach seien entweder alle drei oder nur die beiden Männer zur Weserschleuse in der Gemeinde Balge (Kreis Nienburg) gefahren, so die Anklagebehörde. Den Ermittlungen zufolge stießen die Täter die auf der Platte gefesselte Frau am 9. April 2020 über das Geländer in den Fluss, wo sie ertrank. Laut Anklage wollten die Täter mit dem Mord andere Straftaten verdecken.

Knapp drei Wochen nach der Tat entdeckte ein Binnenschiffer den Leichnam der 19-Jährigen im Bereich des Schleusenkanals.

Von dieser Brücke bei Balge wurde die junge Frau in die Weser gestürzt
Von dieser Brücke bei Balge wurde die junge Frau in die Weser gestürztFoto: Frank Tunnat

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