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MT Melsungen in Wetzlar: Silvio Heinevetters erstes Hessenderby

Ergänzen sich gut: die Melsunger Torhüter Nebojsa Simic (links) und Silvio Heinevetter.

Es ist Derbyzeit: Handball-Bundesligist MT Melsungen gastiert am Sonntag ab 13.30 Uhr bei der HSG Wetzlar. Für Melsungens Neuzugang Silvio Heinevetter ist es das erste Hessenderby.

Kassel – Silvio Heinevetter ist das, was man gut und gern als derbyerfahren bezeichnen kann. Während seiner langen Zeit bei den Füchsen Berlin gehörten die Ost-Duelle in der Bundesliga mit dem SC Magdeburg zu den Höhepunkten der Handball-Saison. „Die Partien gegen Magdeburg waren immer brisant“, erklärt Heinevetter rückblickend. Der Torwart der MT Melsungen sagt allerdings auch: „Ein Derby wird immer von den Fans getragen.“

Da zum MT-Auftritt morgen ab 13.30 Uhr (Sky Sport und Livestream bei hessenschau.de) in der Rittal-Arena bei der HSG Wetzlar keine Zuschauer zugelassen werden, stuft er das Hessenderby als „eher normales Spiel“ ein.

Dass es keine ganz normale Trainingswoche mit Chefcoach Gudmundur Gudmundsson war, dafür hat Heinevetter gesorgt – jedoch unfreiwillig. Weil der Schlussmann am Mittwoch 36 Jahre alt wurde, sah das Aufwärmprogramm etwas anders aus als gewohnt. „Die Jungs durften mal Fußball spielen“, betont Gudmundsson. Das Lachen des Isländers verrät, wie besonders dieser Einstieg in die Übungseinheit war.

Die zweite Geburtstagsüberraschung für Heinevetter gab es danach in der Kabine. Neben der üblichen Glückwunschkarte und „etwas, von dem noch die gesamte Mannschaft partizipieren kann“, wie es der 36-Jährige geheimnisvoll umschrieb, wurde für die Mannschaft noch etwas Süßes bereitgestellt. Kapitän Finn Lemke hatte einen von ihm selbst gebackenen Schokokuchen mitgebracht.

„Alles ganz entspannt“, sagt Heinevetter. Die Instagram-Gemeinde nahm ebenfalls Anteil am Jubeltag – allen voran Sophia Thomalla. Die Tochter von Heinevetters langjähriger Partnerin Simone Thomalla postete ein Erinnerungsfoto. Darunter schrieb die 31 Jahre alte Schauspielerin: „Happy birthday Vati Heine!“ Heinevetter selbst behält den Fokus auf dem morgigen Spiel. „In unserem Angriff läuft es nicht gut, und es sind nicht nur ein, zwei Sachen, die nicht funktionieren“, bedauert der Ex-Berliner, stellt aber auch klar: „Wir haben einen Plan, wie wir es am Sonntag besser machen werden.“

Inwieweit Heinevetter selbst auf den Spielverlauf einwirken kann, hängt davon ab, wem Gudmundsson diesmal das Vertrauen schenkt. In den bisherigen Begegnungen ergänzte er sich gut mit Nebojsa Simic. Falls der Montenegriner den Vorzug erhalten sollte, würde Heinevetter – wie eigentlich immer – für wertvolle Impulse von der Ersatzbank sorgen. Der 36-Jährige lebt ein Handball-Spiel – egal, ob er eingesetzt wird oder nicht.

Das wird auch Bundestrainer Alfred Gislason im Hinterkopf haben, wenn er am kommenden Montag seinen Kader für die EM-Qualifikationsspiele Anfang November gegen Bosnien-Herzegowina und Estland bekanntgibt. Genauso wie Julius Kühn, Kai Häfner, Timo Kastening, Tobias Reichmann und Lemke ist Heinevetter ein heißer Kandidat für den nächsten DHB-Lehrgang. Wozu der extrovertierte Torwart imstande ist, hat er oft gezeigt. Nur ein Beispiel: Im Dezember 2017 rettete er den Füchsen nach Ablauf der Spielzeit mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Robert Weber einen Punkt. Gegen Magdeburg – in einem Derby. (Björn Mahr)

Hintergrund: Die Ausgangslage der Melsunger vor dem Gastspiel in Wetzlar

„Wir haben gerade keinen Grund, um zu sagen: Wir gehen als Favorit ins Spiel“, sagt Axel Geerken vor der Partie bei der HSG Wetzlar. Die klare Niederlage beim HC Erlangen und das schmeichelhafte Remis gegen Minden haben auch beim MT-Manager Eindruck hinterlassen. „Wir müssen zur Lockerheit zurückfinden“, erklärt Rechtsaußen Tobias Reichmann.

Zumal der hessische Rivale zu den positiven Überraschungen in der bisherigen Bundesliga-Saison gehört: 6:2 Punkte geholt und dabei noch Kiel aus der Halle gefegt. „Die HSG ist im Angriff fast unberechenbar und spielt sehr abgezockt“, warnt Trainer Gudmundur Gudmundsson. Mit ihren langatmigen Angriffen bereiteten die Mittelhessen der MT schon einige Male viel Kopfzerbrechen. Da kommt viel Arbeit auf die Deckung zu.

Auch im Angriff müssen die Melsunger Geduld beweisen. „Wir haben viel darüber gesprochen“, betont Domagoj Pavlovic, der zusammen mit Lasse Mikkelsen für die Spielgestaltung zuständig ist. Die Partie wird ohne Publikum stattfinden. Was MT-Torwart Nebojsa Simic sehr bedauert: „Ich würde auch in Wetzlar lieber vor 5000 Fans spielen.“

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