logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo logo
star Bookmark: Tag Tag Tag Tag Tag
Germany

Münchner Amoklauf als extremistische Tat bewertet

Bundesbehörde hat entschieden - Hinterbliebenen steht Entschädigung zu - vor 4 Minuten

Beim Amoklauf in München im Juli 2016 sind zehn Menschen und der Attentäter ums Leben gekommen. © Sven Hoppe/dpa


Die Bewertung ergab sich unter anderem auf Grundlage von Gutachten, die die bayerische Landeshauptstadt in Auftrag gegeben hatte. Das teilte die Behörde, die zum Bundesjustizministerium gehört und als eine Art Justizdienstleister fungiert, am Mittwoch in Bonn mit. Zuvor hatte die Münchner Abendzeitung darüber berichtet. Den Hinterbliebenen und Verletzten steht damit eine "Härteleistung für Opfer extremistischer Übergriffe" zu. Sie wurden laut Mitteilung in der vergangenen Woche von der Bundesbehörde über ihre Ansprüche informiert.

Schüsse in Münchner Einkaufszentrum: Zehn Menschen tot

Mindestens eine Person eröffnet in einem Münchner Einkaufszentrum am Freitag um etwa 17.52 Uhr das Feuer auf Passanten. Er tötet neun Menschen. Die Sicherheitsbehörden gehen bis in die Nacht auf Samstag von einer "akuten Terrorlage" aus und durchkämmen den Gebäudekomplex und die Stadt. In der Nacht gibt der Polizeipräsident Entwarnung. Der Täter beging die Tat nach bisherigen Erkenntnissen alleine. Der 18-Jährige wurde später tot aufgefunden.


Seit Monaten läuft eine Diskussion darüber, ob es sich bei der Bluttat vom 22. Juli 2016 um einen politisch motivierten Anschlag handelt. Die meisten der neun Todesopfer hatten einen Migrationshintergrund. Während der Debatte blieb die Münchner Staatsanwaltschaft bei ihrer Ansicht, dass der 18-jährige Amokschütze David S. unter psychischen Problemen litt und aus Rache wegen Mobbings handelte. Er hatte sich nach dem Amoklauf erschossen.

Die Stadt München hatte drei Gutachter beauftragt, die Hintergründe der Tat zu analysieren. Sie waren der Ansicht, dass es sich um ein rechtsextremes Hassverbrechen handle. 

dpa

Themes
ICO