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Münchner blamiert junge Tochter (24) mit grotesker Kontaktanzeige: „Liebe Eltern ...“ 

Eine kuriose Kontaktanzeige aus München löst im Netz großen Wirbel aus. Ein Vater mischt sich in das Dating-Leben seiner Tochter ein. Twitter-User reagieren empört.

München - Man sollte meinen, die Zeiten von Heiratsmärkten seien vorbei. Doch diese Kontaktanzeige lässt bei Lesern Zweifel daran aufkommen. „Aus welchem Jahrhundert ist denn diese Anzeige ausgegraben worden?“, fragen sich einige.

Kontaktanzeige: Vater aus München will seiner Tochter (24) bei Partnersuche helfen

Besagte Annonce erschien am 4. Juli in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung. Der Münchner Lektor Florian Kessler wunderte sich auf Twitter, denn der Verfasser war: Ein Vater aus München, der sich offenbar um das Liebesleben seiner Tochter sorgt und verpflichtet fühlt, einen Mann für die 24-Jährige zu finden. 

In die Pflicht nimmt er dabei explizit die Eltern der Münchner Männer. Er hat bereits ganz konkrete Vorstellungen davon, wie er sich seinen Schwiegersohn vorstellt und schreibt:

„Liebe Eltern! Echter Münchner mit Familienunternehmen / Immob. möchte dem Glück der Tochter, 24 J., hübsch, 1,70 m, studiert, sportlich, unternehmensfreudig, vielseitig interessiert, auf die Sprünge helfen. Gesucht wird: junger Mann bis 35 J., ab strebsam, NR, aus guter Familie / gerne Unternehmer / Handwerker / Akademiker.“

München: Vater schaltet Kontaktanzeige - Empörte Reaktionen auf Twitter: „Übergriffig und rückschrittig“

Das Engagement des Vaters, dem Glück seiner Tochter auf die Sprünge zu helfen, stößt im Netz auf nur wenig Anklang. Sympathisanten findet der Münchner kaum. Stattdessen entfacht sich in der Kommentarspalte unter Florian Kesslers Tweet eine hitzige Debatte über Rollenbilder und Feminismus.

Als „übergriffig und rückschrittig“ und „aus der Zeit gefallen“ wird die Anzeige von Usern beschrieben. Dem Vater wird ein verstaubtes Frauenbild vorgeworfen, teilweise greifen die Twitter-Nutzer zu einer aggressiven Wortwahl und bezeichnen den Münchner als „ekelhafte[n] Patriarch[en]“. „Unmöglich. Ich würde meinem Vater die Hölle heiß machen, wenn er das bringen würde...“, schreibt jemand empört.

Kritisiert wird darüber hinaus das heteronormative Weltbild des Vaters. Ein User wirft die Frage in den Raum: „Was ist, wenn Tochter lieber eine junge Frau möchte ...“. Ähnliches kommentiert ein anderer Twitter-Nutzer: „Würde mich jetzt einfach nur noch totlachen, wenn die junge Frau sich als lesbisch oder zumindest Asexuell outet. Oh man…“

München: Vater will Glück der Tochter „auf die Sprünge helfen“ - will sie überhaupt?

Unklar bleibt, ob die Tochter aus der Single-Hochburg München* überhaupt auf Partnersuche ist. Mit seiner Annonce hat der umtriebige Papa auf jeden Fall für Furore gesorgt. Kesslers Tweet zur umstrittenen Partnersuche hat bereits über 3.000 Likes gesammelt. 

Ganz andere Probleme hatte im Jahr September 2019 ein junger Mann aus München. Er suchte bloß eine WG, bekam aber plötzlich ganz andere Angebote. *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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