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„Müssen jetzt vorankommen“: CSU-Minister macht Druck auf Söder - neue Hoffnung für den Sport

Der Corona-Lockdown steht vor der Verlängerung. Heute berät Kanzlerin Merkel mit den Länderchefs. Ein Minister macht nun Druck auf Söder. Alle News im Bayern-Ticker.

Update vom 3. März, 10.59 Uhr: Heute tagt Kanzlerin Merkel mit den Länderchefs zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise (siehe Erstmeldung). Der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Gerald Quitterer, hat vor zu starken Lockerungen von Lockdown und Kontaktbeschränkungen gewarnt. Denn dies könne leicht wieder zu einem erheblichen Anstieg der Neuinfektionen führen und die Erfolge der letzten Monate zunichte machen. Das schrieb Quitterer in der März-Ausgabe des Bayerischen Ärzteblatts.

Er rief zugleich dazu auf, die Impfstoffe nicht schlecht zu reden. Es gehe darum, mit allen zugelassenen Impfstoffen* schwere Krankheitsverläufe zu verhindern beziehungsweise eine Covid-19-Erkrankung zu vermeiden. Die Impfung gebe Anlass zur Hoffnung auf eine Normalisierung des Lebens in der zweiten Jahreshälfte. „Der positive Trend der vergangenen Wochen setzt sich Ende Februar offenbar nicht mehr fort. Doch dank der verschiedenen zugelassenen Corona-Impfstoffe verfügen wir nun über die Mittel, Sars-CoV-2 mittelfristig in Schach zu halten“, so der Ärztepräsident.

Corona-Lockdown in Bayern - Innenminister stellt klar: Kontaktfreier Sport an der frischen Luft zuerst möglich

Kurz vor Beginn des Corona-Gipfels hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann einen vorsichtigen Wiedereinstieg in den Breitensport im Corona-Lockdown in Aussicht gestellt. Er könne sich vorstellen, dass zunächst kontaktfreie Sportarten - darunter fallen etwa Golf oder Tennis - an der frischen Luft ausgeübt werden können, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch im Innenausschuss des bayerischen Landtags. „Das ist deutlich zu unterscheiden von einer Mannschaftssportart in einer geschlossenen Halle“, sagte Herrmann.

„Wir müssen jetzt wirklich vorankommen, zumindest die einen oder anderen Angebote zu lockern“, betonte der Minister. „Jetzt müssen wir abwarten, was die Ministerpräsidentenkonferenz produziert“, sagte er. Herrmann könne sich vorstellen, dass es Spielräume für Lockerungen entsprechend der regionalen Inzidenzwerte geben könnte.

Er erklärte weiter, insbesondere für Kinder und Jugendliche sei die Wiederaufnahme von Sportangeboten wichtig - aus gesundheitlicher und gesellschaftlicher Perspektive. „Kinder und Jugendliche brauchen ein bisschen Gruppencharakter“, so Herrmann. Er machte auch darauf aufmerksam, dass sportliche Betätigung und Fitness auch die Widerstandsfähigkeit gegen das Coronavirus erhöhen können. „Der Sport hat auch eine gesundheitliche Bedeutung“, sagte Herrmann. Für sinnvoll erachte er, Trainer und Übungsleiter im Breitensport bevorzugt - ähnlich wie Lehrer und Erzieher - für eine Anti-Corona-Impfung zuzulassen.

Lockdown in Bayern: Zwei Corona-Tests pro Woche für Lehrkräfte und Kita-Personal

Mitarbeitende in Bayerns Schulen und Kitas sollen sich künftig zwei Mal wöchentlich auf Corona testen lassen. Dafür stünden zunächst 8,6 Millionen Selbsttests monatlich zur Verfügung. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Sobald weitere Lieferungen eintreffen, sollen auch Schüler über 15 Jahren wöchentlich einen Schnelltest durchführen können.

Bald würden noch mehr Corona-Tests zur Eigenanwendung beschafft, kündigte das Ministerium an. Das Angebot könnte dann auch für jüngere Schüler ausgeweitet werden. „Schrittweise werden die Testungen erhöht - auch angepasst an die weiteren Entwicklungen in Begleitung des Wegs hin zu mehr Präsenzunterricht“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums. „Die Tests sind freiwillig“, sagte der Sprecher. „Sie sind einfach anzuwenden und tragen dazu bei, infektiöse und oft asymptomatische Personen zu entdecken.“ Ein positives Ergebnis müsse durch einen PCR-Test überprüft werden, solange stünden Betroffene unter Quarantäne.

Corona-Lockdown in Bayern vor Verlängerung: Erste Details durchgesickert - Söder warnt

Erstmeldung vom 3. März, 9.32 Uhr: München - Am heutigen Mittwoch berät Kanzlerin Angela Merkel* mit den Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Corona*-Krise. Kurz vor Beginn der Beratungen zu den nächsten Schritten haben Bund und Länder ihre Vorstellungen präzisiert. Der aktualisierte Beschlussentwurf der Bund-Länder-Arbeitsgruppe, der der AFP am Mittwoch vorlag, sieht exakte Vorgaben für einen Notbremsen-Mechanismus vor. Damit soll es möglich sein, bei einem Anstieg der Infektionszahlen zu strengeren Kontaktbeschränkungen zurückzukehren.

Corona-Gipfel: Lockdown vor Verlängerung, aber Lockerung der Kontaktbeschränkungen?

Diese Notbremse soll gezogen werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz* an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über hundert steigt, heißt es. Dann sollen „ab dem zweiten darauffolgenden Werktag“ die bislang gültigen Kontaktbeschränkungen wieder in Kraft treten. Damit würde die Möglichkeit zu privaten Zusammenkünften wieder auf den eigenen Haushalt und eine weitere Person beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei aber nicht mitgezählt. Generell planen Bund und Länder dem Entwurf zufolge, schon ab Montag die privaten Kontaktbeschränkungen zu lockern: Dann dürfen sich wieder bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen.

Auch die Bedingungen für die Wiedereröffnung des Einzelhandels wurden in der aktualisierten Beschlussfassung leicht gelockert. Demnach war zunächst geplant, nur einen Kunden pro 20 Quadratmeter zuzulassen. Der aktuelle Entwurf sieht nun vor, einen Kunden pro zehn Quadratmeter „für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche“ zuzulassen. Darüber hinaus darf es dann einen Kunden pro 20 Quadratmeter geben.

Weg aus dem Corona-Lockdown: Fünftstufiger Öffnungsplan - Bald wieder Freizeitveranstaltungen?

Die aktualisierte Beschlussvorlage skizziert zudem einen fünfstufigen Öffnungsplan für den Weg aus dem Lockdown - der am Vortag bekannt gewordene Entwurf hatte noch aus vier Stufen bestanden. Die neu hinzugefügte fünfte Stufe sieht vor, Freizeitveranstaltungen im Außenbereich mit bis zu 50 Menschen zuzulassen; Voraussetzung dafür soll sein, dass die Sieben-Tage-Inzidenz nach Inkrafttreten der vorherigen Stufe 14 Tage lang unter 35 bleibt.

In der neuen Vorlage bleibt es dabei, dass die Länder die Entscheidung über die Öffnungsschritte fällen. Die Öffnungen können dann landesweit oder regional erfolgen. Grundsätzlich soll der Lockdown* den Plänen nach bis zum 28. März verlängert werden.

Corona-Gipfel: Kanzlerin Merkel berät mit Söder und weiteren Länderchefs zum Vorgehen

Die Beratungen zwischen der Kanzlerin* und den Ministerpräsidenten beginnen ab 14 Uhr. Anschließend wird es eine Pressekonferenz geben. Mit dabei sein wird auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Der CSU*-Chef plädierte mehrfach für einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise. „Wir brauchen die richtige Balance zwischen Vorsicht und Öffnen. Es darf keinen unkontrollierten Öffnungsrausch geben. Die Lage ist instabil. Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren. Besser ein klarer Kompass, als ein Blindflug in die dritte Welle hinein“, schrieb er auf Twitter. (kam/AFP)*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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