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Nach dem Fehlstart will Werder-Coach Kohfeldt gegen Schalke zurück in den „Alles-oder-nichts-Modus“

Der SV Werder Bremen spielt am zweiten Bundesliga-Spieltag auswärts gegen den FC Schalke 04 - und schon jetzt geht es um Wiedergutmachung. Der Vorbericht der DeichStube*.

Bremen – So nicht noch mal! Nach dem Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison fordert Werder-Trainer Florian Kohfeldt von seiner Mannschaft am Samstag im Spiel bei Schalke 04 eine deutliche Leistungssteigerung. Was auch sonst nach dem völlig missratenen Auftakt des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC? „Wir müssen wieder in diesen Alles-oder-nichts-Modus finden, sonst gewinnen wir kein Bundesliga-Spiel“, erklärte der 37-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem zweiten Spieltag – und als Zuhörer fühlte man sich zurückversetzt in so manchen Moment der vergangenen Saison, als ähnliche Wandlungen gepredigt wurden.

Aber klar: Wenn die Mannschaft schon so spielt wie früher, wird der Trainer auch so reden wie früher. Aber etwas war doch anders: Der Schutzwall, den Kohfeldt sonst gewohnheitsmäßig um seine Spieler zog, ist weg. Die hatten das 1:4 gegen Hertha herbeigeführt, weil sie nichts von dem umgesetzt hatten, was der Trainer sehen wollte. „Das war schlecht, ich war sauer“, sagte Kohfeldt – und er sagte es nicht nur einmal. Sauer, sauer, sauer – immer wieder. Es ist deshalb sicher anzunehmen, dass die Aufarbeitung des ersten Spiels keine Freude war für die Spieler des SV Werder Bremen. Und es ist klar, dass es eine Wiederholung gegen Schalke 04 nicht geben darf. Kohfeldt: „Ich kann jeden verstehen, der nach dem Hertha-Spiel gesagt hat: ,Boah, war das langweilig.' Aber ich will nicht langweiligen Fußball spielen lassen.“

Werder Bremen gegen Schalke 04: Bundesliga-Auftakt erinnert an Re-Start nach Corona-Pause

Die Mannschaft hatte es trotzdem gemacht – und weder Kohfeldt noch Sportchef Frank Baumann schonten sie im Rückblick. „Das war nicht mutig, das war nicht aggressiv, das war nicht leidenschaftlich. Wir haben zu viel hintenrum gespielt, aber genau dieser Sicherheitsgedanke darf nicht sein“, schimpfte Kohfeldt. „Da hat der eine dies und der andere das gemacht“, kritisierte Baumann.

Die Situation nach dem ersten Spieltag ähnelt sehr der nach der 26. Runde der vergangenen Spielzeit. Es war der Re-Start nach der Corona-Pause, und Werder Bremen hatte sich gegen Bayer Leverkusen die gleiche Klatsche abgeholt wie nun gegen die Hertha. 1:4 hieß es in beiden Fällen. Jeweils war Kohfeldt sauer, sauer, sauer. Aber man erinnere sich: Nach der Leverkusen-Lektion berappelten sich die Bremer, landeten in der Nach-Corona-Tabelle letztlich sogar auf Platz neun. Hertha war aber „wieder wie vor Corona – und da will ich nicht wieder hin“, grollte Kohfeldt vor dem Spiel gegen Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr, Live-Ticker der DeichStube).

Werder Bremen gegen Schalke 04: Startelf-Änderungen? Florian Kohfeldt deutet personelle Wechsel an

Wollen und Können – es ist ein scheinbar ewiges Thema bei Werder. Einige Fans hat der Bundesliga-Fehlstart jedenfalls schon wieder meganervös gemacht, nicht wenige posaunen in den Internetforen die Forderung nach einer Ablösung des Trainers heraus. Doch anders als auf Schalke, wo Coach David Wagner schon vor einem Schicksalsspiel steht, wird es eine Trainerdiskussion „bei uns nicht geben“, sagt Sportchef Frank Baumann. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass die, die Kohfeldts Entlassung fordern, auch Baumann gehen sehen wollen. Der Trainer hält dies für „frühen Fatalismus“ und für „nicht richtig“.

Doch Kohfeldt weiß auch, dass niemand anderes als die Mannschaft – deren führender Kopf er ist – selbst die Trends setzt. Mit Leistungen, mit Ergebnissen. Beides muss Samstag gegen Schalke 04 stimmen, um nicht schon nach Spieltag zwei alle bösen Geister der vergangenen Saison wieder zu wecken. Welches Personal der Coach des SV Werder Bremen für die Aufgabe gegen die von den Bayern mit 8:0 verprügelten Schalker auswählen wird, hält er wie immer geheim. Wie immer nach deftigen Niederlagen deutet er aber personelle Wechsel an – die in der Vergangenheit mal kamen und mal nicht. „Welche Konsequenzen wir dann gezogen haben, werden wir am Samstag sehen“, meinte Kohfeldt. Klar ist aber: Milot Rashica fehlt Werder weiter verletzt. (csa) *DeichStube.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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