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Germany

Nack Attacke gegen Jobcenter-Mitarbeiter: Bonner muss psychiatrisch behandelt werden

Bonn -

Es war eine der Situationen, vor denen viele Mitarbeiter des Jobcenters Angst haben: Am 10. Juli rastete Bert Z. (34, Name geändert) völlig aus, als die Sachbearbeiterin ihn wieder wegschickte. Denn Z. hatte gar keinen Termin.

Bonner Jobcenter: Gesicht zerkratzt, weil Kollege helfen wollte

Mit Tasche und Faust soll er der Frau ins Gesicht geschlagen haben. Einem Kollegen, der helfen wollte, soll er die Hand in den Mund gesteckt, das Gesicht blutig gekratzt und gedroht haben: „Ich bringe Dich, Euch alle um!“

Dafür stand Bert Z. wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen vor dem Landgericht. Doch die Kammer stellte fest: Um die Menschen vor seinen aggressiven Attacken zu schützen, müsse er dringend psychiatrisch behandelt werden und in einer psychiatrischen Klinik unterbracht werden. Für die Straftaten sei er wegen der Erkrankung nicht zu verurteilen.

Innerhalb von nur drei Wochen war der obdachlose Mann dreimal „ausgerastet“, wie er am 6. Januar im Prozess selbst einräumte. Zwölf Tage nach seinem bedrohlichen Auftritt im Jobcenter soll er einen Betreuer zu Boden geworfen, auf ihn eingeschlagen und gewürgt haben. Drei Mann waren nötig, um Bert Z. von seinem Opfer zu trennen.

In der Nacht zum 31. Juli attackiert er schließlich einen anderen Obdachlosen (50) mit einer gefüllten Mülltonne. Der 50-Jährige, der in einem Schlafsack vor einem Schnellimbiss an der Kölnstraße lagerte, hatte Z. fünf Euro geschuldet. Das Geld habe der ihm aber partout nicht zurückgeben wollen, so Bert Z.

Nach Attacke in Bonner Jobcenter: Angeklagter schildert schlimme Kindheit

Vor Gericht erzählte Z. von seinem unglücklichen Start ins Leben. Er sei „namenlos“ auf die Welt gekommen,  denn seine Eltern hätten ihn direkt zur Adoption freigegeben. Er landete bei Pflegeeltern, die mit ihm irgendwann überfordert waren. In die Schule ging er nicht, wurde dort angeblich gehänselt. Mit 13 kiffte, trank er, lief völlig aus dem Ruder. Es folgten Heimaufenthalte, Straftaten,  Knast mit 17, Obdachlosigkeit. Mit den Drogen habe er sich etwas „Zufriedenheit und Glück erraucht“, erklärte er vor Gericht. Dabei handelte er sich offenbar schon früh die Psychose ein. (ucs)

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