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Neubrandenburger Spezialfirma kann hoffen: Gläubiger stimmen Investorsuche zu

NEUBRANDENBURGER SPEZIALFIRMA KANN HOFFEN

Die Spezialmaschinen- und Werkzeugbau GmbH & Co KG (SMW) kann wieder hoffen. Ein Investor soll das Unternehmen aus der Insolvenz herausführen.

dpa
SMW stellt unter anderem sicherheitstechnisch wichtige Baugruppen für den Schienenfahrzeugbau, Maschinenbau und die Wehrt
SMW stellt unter anderem sicherheitstechnisch wichtige Baugruppen für den Schienenfahrzeugbau, Maschinenbau und die Wehrtechnik her und hat derzeit rund 250 Mitarbeiter. Jörg Franze
Neubrandenburg.

Die Neubrandenburger Spezialmaschinen- und Werkzeugbau GmbH & Co KG (SMW) soll mit Hilfe eines Investors wieder aus der Insolvenz herausgeführt werden. Das haben die Gläubiger der Maschinenbaufirma am Montag auf ihrer Gläubigerversammlung am Amtsgericht Neubrandenburg beschlossen, wie das Gericht und der Insolvenzverwalter Ralph-Jörn Kurschus am Anschluss mitteilten. SMW stellt unter anderem sicherheitstechnisch wichtige Baugruppen für den Schienenfahrzeugbau, Maschinenbau und die Wehrtechnik her und hat derzeit rund 250 Mitarbeiter. Dazu gehören unter anderem Puffer und Zugeinrichtungen für Züge, Drehgestell-Rahmen, Motortragrahmen und Traversen. „Die Produktion läuft weiter“ sagte Kurschus.

Land hat Förderung noch nicht gegeben

Das Unternehmen hatte nach eigenen Angaben durch unvorhersehbare Maschinenausfälle Anfang 2020 eine Liquiditätslücke von zwei Millionen Euro und musste Zahlungsunfähigkeit anmelden. Seit April läuft das Insolvenzverfahren. Vom April bis Juli wurde über die Arbeitsagentur Insolvenzgeld gezahlt, nun werden die Beschäftigten wieder aus eigenen Mitteln entlohnt, wie der Insolvenzverwalter sagte.

Die Gläubiger beauftragten den Anwalt, einen Insolvenzplan aufzustellen, über den ein Investor dann einsteigen kann, wie es hieß. Es gebe mehrere Bewerber, sagte Kurschus. Für eine effektivere Fertigung hatte SMW eine zwei Millionen Euro teure Werkzeugmaschine angeschafft, die aber durch die Corona-Krise erst später als gedacht aus Spanien geliefert werden konnte. Für diese Maschine hatte das Land eine Förderung von rund 600 000 Euro in Aussicht gestellt. „Diese Mittel sind noch nicht geflossen“, erläuterte Kurschus. Der Anspruch könne aber auch später über den Insolvenzplan und einen Verkauf noch geltend gemacht werden. Zur Gläubigerversammlung war auch ein Vertreter des Schweriner Wirtschaftsministeriums am Amtsgericht erschienen.

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