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Neuer Supreme-Court-Richter: Professorin wirft Kavanaugh sexuellen Übergriff vor

Neue Entwicklung rund um den umstrittenen, von Präsient Trump designierten neuen Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh: Die Frau, die ihm sexuelles Fehlverhalten vorwirft, hat sich zu erkennen gegeben. Die Demokraten fordern nun Konsequenzen für den Nominierungsprozess, die Republikaner halten dagegen.

Im Fall um Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens gegen den konservativen Supreme-Court-Kandidaten Brett Kavanaugh hat sich nun das mutmaßliche Opfer zu Wort gemeldet. Die Professorin Christine Blasey Ford sagte der „Washington Post“, der Zwischenfall habe sich in den frühen 80er Jahren abgespielt, als sie und der Bewerber um den Richterposten am Obersten Gerichtshof der USA noch Teenager gewesen seien. Ford hatte ihre Erlebnisse zuvor nach Angaben der Zeitschrift „The New Yorker“ in einem Brief an die Demokraten geschildert. Nach Fords Interview drang die Partei prompt auf eine Verzögerung des Bestätigungsprozederes der Personalie Kavanaugh im Senat. Die Republikaner signalisierten Ablehnung.

Ford ist 51 Jahre alt und arbeitet an der Palo Alto Universität in Kalifornien als Professorin für Klinische Psychologie.

Kavanaugh und ein Freund hätten sie während einer Party in einem Haus in Maryland in einem Schlafzimmer festgehalten, sagte sie der „Washington Post“. Beide Jungen seien sturzbetrunken gewesen. Der Freund habe zugesehen, wie Kavanaugh sie aufs Bett gedrückt und versucht habe, ihr die Kleider auszuziehen. Sie habe versucht zu schreien, aber Kavanaugh habe ihr den Mund zugehalten und sie begrapscht. Ford konnte nach eigenen Angaben entkommen, als der Freund auf sie beide gesprungen sei und alle zu Boden gegangen seien.

Ford erklärte, sie habe nie über das Erlebte gesprochen. Ihrem Ehemann habe sie erst während einer Paartherapie 2012 davon erzählt. Ihr Gatte hat dies bestätigt.

In Teilen von Notizen ihres Therapeuten, die Ford der Zeitung zur Verfügung stellte, wird Kavanaughs Name zwar nicht erwähnt. Doch heißt es darin, Ford habe von einem Übergriff durch Schüler „einer elitären Jungenschule“ berichtet, die später „hochgeschätzte und ranghohe Mitglieder der Washingtoner Gesellschaft“ geworden seien. Kavanaugh besuchte früher eine Privatschule für Jungen in Maryland, während Ford auf einer nahe gelegenen Schule war.

Der heute 53 Jahre alte Kavanaugh bestreitet die Vorwürfe. Dies ließ er am Sonntag über das Weiße Haus bekräftigen. Weder in der High School noch zu einem anderen Zeitpunkt habe er so etwas getan, hieß es in einer Erklärung.

Am Donnerstag steht im Justizausschuss des Senats ein Votum zur Frage an, ob das gesamte Oberhaus Kavanaugh als neuen Richter am Supreme Court bestätigen soll. Der demokratische Fraktionsvorsitzende Chuck Schumer forderte im Lichte von Fords Interview eine Verschiebung der Abstimmung. Zunächst müssten die schwerwiegenden Vorwürfe untersucht werden, erklärte er.

Ein Sprecher von Chuck Grassley, dem Vorsitzenden des Justizgremiums im Senat, entgegnete, Kavanaugh sei bereits über mehrere Tage hinweg befragt und vom FBI durchleuchtet worden. Die Demokratin Dianne Feinstein, ranghöchstes Mitglied ihrer Partei in dem Ausschuss, wisse im Übrigen schon seit Ende Juni von den Vorwürfen und hätte die Sache dem Gremium schon früher vorlegen können. „Das Ganze wirft eine Menge Fragen über Taktiken und Motive der Demokraten auf“.

Das Weiße Haus warf Feinstein zudem vor, „um fünf vor zwölf einen Versuch“ der Verschleppung der Bestätigung von Kavanaugh zu starten. Tatsächlich ist das Vorgehen der Senatorin aus Kalifornien auch in den Reihen der Demokraten umstritten. Feinstein selbst rief das FBI auf, Fords Geschichte zu untersuchen, ehe der Senat weitere Schritte in der Personalie Kavanaugh unternehme.

Ford hatte sich Ende Juli über eine Hotline an die „Washington Post“ gewandt, als bekannt wurde, dass Kavanaugh bei Präsident Donald Trump in der engeren Auswahl für die Nachfolge des Obersten Richters Anthony Kennedy stand. Laut dem Blatt erfolgte die Kontaktaufnahme aber vor Kavanaughs Nominierung. Ford, ein Mitglied der Demokraten, meldete sich etwa zur gleichen Zeit auch bei ihrer Abgeordneten im Kongress, Ann Eshoo. Über deren Büro schrieb die Uniprofessorin dann einen Brief an Feinstein, die nach eigenen Angaben Bundesermittler in Kenntnis setzte. Das FBI bestätigte, dass die Information in eine Akte zu Kavanaughs Hintergrund eingeflossen seien, die alle Senatoren lesen können.

In einem Brief verteidigten 65 Weggefährtinnen Kavanaughs aus dessen High-School-Zeit den Supreme-Court-Anwärter. Er habe „Frauen immer mit Anstand und Respekt behandelt“, hieß es in dem Schreiben, das Republikaner im Justizausschuss veröffentlicht haben.

Die Partei steht nahezu geschlossen hinter Kavanaugh, die meisten Demokraten lehnen ihn ab. Die Vorwürfe gegen den Berufungsrichter in Washington könnten in Zeiten der #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Belästigung das Bestätigungsprozedere im Senat durcheinanderwirbeln. Nicht zuletzt die republikanischen Senatorinnen Susan Colins aus Maine und Lisa Murkowski aus Alaska stehen unter enormem Druck von Gruppen, die gegen die Personalie mobil machen. Hintergrund ist die Sorge von Aktivisten, dass Kavanaugh als Oberster Richter das Recht auf Abtreibung in den USA aushöhlen könnte.

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