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Neustart am Münchner Flughafen: Mit Maske nach Mallorca

Die meisten Grenzen in der EU sind seit Montag wieder offen – und die ersten machen sich auf in den Urlaub. Nach drei Monaten landeten gestern die ersten Deutschen auf ihrer Lieblingsinsel Mallorca.

München - Münchner Flughafen*, Montag, Punkt 12 Uhr: Nach Monaten der Zwangspause hebt der erste Flug nach Mallorca ab. Trotz des Dauerregens zieht es die Münchner nicht gerade scharenweise auf die warme Baleareninsel. Weniger als 40 Passagiere sitzen in der Maschine. Auch an den Check-in-Schaltern sind nur vereinzelt Reisende zu sehen. Nein, viel war am Airport gestern noch nicht los.

Denn der Flughafen ist auf völlig andere Passagierzahlen ausgelegt. Zwar hat sich die Anzahl der Starts und Landungen mit dem gestrigen Tag auf etwa 150 Passagierflüge verdoppelt. Von der Normalität ist die Drehscheibe damit aber immer noch weit entfernt: Üblich in den Sommermonaten waren am Münchner Flughafen in den Vorjahren 1100 bis 1200 Flüge am Tag. Ähnlich sieht es bei der Zahl der Ziele aus. Angeflogen werden auch schon wieder einige Urlaubsziele wie Thessaloniki, Antalya und Lissabon. Der für den Flughafen so wichtigeVerkehr nach Ostasien liegt aber weiter brach. Der erste Flug in Richtung Ferner Osten ist für den 22. Juni in die südkoreanische Hauptstadt Seoul vorgesehen. Zum 1. Juli wollen viele Fluggesellschaften ihr Angebot aber wieder ausweiten, wie der Sprecher sagte. Dann werden von München aus etwa wieder 90 Flugziele erreichbar sein, zwei Drittel des Vorkrisenangebots.

Vorfreude unter den Reisenden

Vor Ort herrschte bei den meisten Reisenden Vorfreude – viele fliegen in ihre Heimat, zu Freunden oder zur Familie, manche sind auch beruflich unterwegs. Aber alle haben eins gemein: Sie sind froh, wieder abheben zu können.

So ergeht es auch den ersten Touristen, die am Montag auf die beliebten Balearen-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera unterwegs waren. Ein mit 189 Passagieren voll besetzter Tui-Flug aus Düsseldorf landete am Montag. „Wir haben uns auf Mallorca und das Mittelmeer gefreut, wir haben fünf Monate lang gewartet, dass wir kommen können und sind überglücklich, dass es jetzt so weit ist“, sagte Georg Käsbach aus Lindlar bei Köln, der zusammen mit seiner Frau Diana zu den ersten Reisenden gehörte. Seit Wochenbeginn dürfen zunächst nur Urlauber aus Deutschland einreisen. In einem ersten Kontingent sind insgesamt bis zu 10 900 Reisende erlaubt. Mit dem Pilotprojekt sollen Sicherheitsmaßnahmen gegen Covid-19 getestet werden, die landesweit zum Einsatz kommen, wenn sich ganz Spanien vom 21. Juni an wieder für den Massentourismus aus den Ländern des Schengenraumes öffnet.

Hygieneregeln am Flughafen wie im Supermarkt

Die Hygieneregeln am Flughafen sind übrigens mit denen im Supermarkt vergleichbar: Sobald man das Gebäude betritt, muss man eine Schutzmaske anziehen. Auf den nötigen Abstand weisen Bodenmarkierungen hin. Zudem schützen Plexiglasscheiben Mitarbeiter und Passagiere an den vielen Schaltern. Spender mit Desinfektionsmittel stehen in allen Wartebereichen zur Verfügung und sollen ein möglichst risikofreies und entspanntes Reisen ermöglichen.

An Bord tragen die Flugbegleiter ebenso wie die Passagiere ihre Masken während des gesamten Flugs. Die Fluggesellschaften betonen, dass das Reisen per Flieger wegen der Klimaanlage besonders sicher sei – deshalb könnten die Jets auch problemlos voll besetzt abheben. „Unsere Luftfilter ermöglichen einen kompletten Luftaustausch innerhalb von etwa drei Minuten. Die so entstehende exzellente Luftqualität bietet in Kombination mit einer Mund-Nasen-Bedeckung so viel Schutz, dass ein Mindestabstand zum Sitznachbarn nicht zwingend eingehalten werden muss“, erklärt die Lufthansa.

Peter Schlingensief und Marc Kniekamp

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. Erfahren Sie hier alles zum Flughafen: Rezensionen, dritte Startbahn und Terminals.

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