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„Noch viel Luft nach oben“: Lena Herrmann ist Echings erste Klimaschutzmanagerin

Mit Lena Herrmann ist in Eching erstmals die Stelle einer Klimaschutzmanagerin besetzt. Das Tagblatt stellt die 31-Jährige vor und erklärt ihre Aufgabenfelder.

Eching – Seit dem 1. Mai hat die Gemeinde Eching erstmals eine Klimaschutzbeauftragte. Sie heißt Lena Herrmann, ist 31 Jahre alt und im Landkreis Fürstenfeldbruck aufgewachsen, wo sie heute (wieder) zu Hause ist. Nach ihrem Abitur in Germering schloss sie in Gießen den Bachelor-Studiengang Umweltmanagement ab und absolvierte anschießend in Berlin das internationale Masterstudium „Integrated Natural Ressource Management“ (die deutsche Bezeichnung lautet „Umwelt- und Ressourcenmanagement“).

Ein Schlüsselerlebnis mit einem richtungsweisenden Impuls für den Berufswunsch stellte für Lena Herrmann als Jugendliche der Kinofilm „Eine unbequeme Wahrheit“ dar. In dieser vielfach prämierten Dokumentation aus dem Jahr 2006 mit dem amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Al Gore geht es um die wissenschaftlichen und politischen Aspekte der globalen Erwärmung und deren existenzieller Bedrohung für die Erde, die sich seither noch deutlich verschärft hat.

Die vom Gemeinderat beschlossene Stelle im Sachgebiet Umweltschutz und Planung wird vom Bundesumweltministerium mit Fördermitteln aus der Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative bezuschusst und ist in einem ersten Schritt auf die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts ausgelegt. Dabei kommt Herrmann sicherlich zu Gute, dass sie bereits Erfahrungen in der Klima-Projektarbeit vorweisen kann, denn sie hat nach dem Studium in Berlin zweieinhalb Jahre in einem bundesweiten Programm zum Energiesparen für einkommensschwache Haushalte gearbeitet.

Vielfältige Aufgaben für Echings neue Klimaschutzmanagerin

Zu den Aufgaben einer Klimaschutzmanagerin gehört die Koordination kommunaler Aktivitäten und Projekte im weiten Feld des Umwelt- und damit Klimaschutzes. Hier gilt uneingeschränkt das Schlagwort „global denken – lokal handeln“, um die vorhandenen Kräfte zu bündeln. So sieht Herrmann eine Hauptaufgabe darin, die „großen Klimaziele“ wie etwa die Verringerung des CO2-Ausstoßes und weiterer Treibhausgase zur Reduzierung der stetigen Erderwärmung, die Zerstörung von Ökosystemen oder auch die Bodenversiegelung auf die lokale beziehungsweise regionale Ebene herunterzubrechen. Diese „Querschnittaufgabe“ zieht sich durch alle Berufe und Lebensbereiche, umfasst Kommunalverwaltung und -politik, Wirtschaft, Landwirtschaft, aber vor allen Dingen auch die Zivilgesellschaft.

Im Moment ist Herrmann noch in der Sondierungs- und Kennenlernphase, um sich ein Bild vom Status quo zu machen – etwa bei der Treibhausgasbilanz und dem Energienutzungsplan. Und da ist sie sehr froh, dass in Eching schon das eine oder andere Vorhaben umgesetzt oder auf den Weg gebracht wurde, wie beispielsweise der Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen, woran sie anknüpfen kann. Da Klimaschutz nicht an der Gemeindegrenze endet, steht Herrmann auch in Kontakt zu Anna-Laura Liebenstund, der Geschäftsführerin der NordAllianz.

„Klimaschutz soll auch Spaß machen“

Als vielseitig interessierte „Freiluftsportlerin“, vor allen Dingen beim Radeln, ist Lena Herrmann das Thema alternative Mobilität sehr wichtig. So hat sie sich bereits für das diesjährige Stadtradeln angemeldet. Da wird sich bei ihr sicherlich einiges summieren, denn die rund 30 Kilometer Wegstrecke zur Arbeit legt sie, je nach Wetter, öfter auf ihrem Fahrrad zurück. Auch in der FairTrade-Steuerungsgruppe, die die Zertifizierung von Eching als FairTrade-Gemeinde in Angriff genommen hat, möchte sie sich gern einbringen: Zufällig war „Direct Trade“ in Hinblick auf eine Direktvermarktung von Kaffee auch Thema ihrer Masterarbeit.

„Klimaschutz soll auch Spaß machen“, sagt Herrmann. Dabei könne sich dem Einzelnen ebenso wie der Gemeinschaft im besten Fall die unmittelbare Sinnhaftigkeit durch mehr Lebensqualität erschließen – sauberere Luft, weniger Lärm oder gesündere Bewegung etwa. Aber letztlich auch durch Ersparnisse im eigenen Portemonnaie sowie in den kommunalen Haushalten. Herrmanns Credo lautet: „Klimaschutz ist eine Aufgabe für alle – und da ist noch viel Luft nach oben.“

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