Germany

Nur ein Jahr und zehn Monate! - Milde Strafe für Mädchen-Vergewaltiger

Magdeburg – Milde Strafe für eine schwere Tat! In Magdeburg wurde Afghane Zahid S. (20) wegen vollendeter Vergewaltigung an der damals 14-Jährigen Klara* zu einem Jahr und zehn Monaten Jugendhaft verurteilt.

Staatsanwalt Uwe Hornburg hatte dreieinhalb Jahre Haft beantragt, Strafverteidiger Ulrich Koehler zwei Jahre auf Bewährung.

Die Vorsitzende Richterin Anne-Marie Seydel in der Urteilsbegründung zum Täter: „Es sind bei ihnen Tränen geflossen. Ihre Tränen galten aber nur ihnen selbst.“ Die Folgen für das Opfer habe Zahid S bis heute nicht erfasst. Das Mädchen werde ihr Leben lang unter der Tat leiden. „Das ist ein Alptraum für jede Frau“, so die Richterin.

Am 13. Oktober 2018 hatte Zahid S. (damals 18) mit Freunden den Herbstrummel in Magdeburg besucht. Dort traf die Truppe auf Klara. Die damals 14-Jährige stand unter erheblichem Alkohol-Einfluss (vier Stunden nach der Tat noch 1,52 Promille).

Die Afghanen versprachen dem Mädchen, sie wegen ihres Zustandes zu „beschützen“. Gegen 19.30 Uhr gingen sie mit ihr auf den dunklen Parkplatz hinter dem Riesenrad.

Auf der Wiese vergewaltigten Zahid S. und ein weiterer Mann Klara. Die Richterin: „In welcher Reihenfolge das geschah, ist nicht klar. Aber sicher ist, dass einer der Täter der Angeklagte war.“ In dem Slip des Mädchens waren DNA-Spuren von Zahid S. gefunden worden.

▶︎ Gegen den zweiten Verdächtigen wurde bislang keine Anklage erhoben.

Der Afghane kam als unbegleiteter Jugendlicher nach Deutschland. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, er lebt seitdem mit Duldung in Magdeburg. Die Richterin rügte, dass er sich bisher nicht integriert habe, keiner Arbeit nachgehe, kaum Deutsch spreche.

Zur Tatzeit war S. zwar 18 Jahre und zwei Monate alt. Da er aber Entwicklungsdefizite hat, wurde er nach dem Jugendstrafrecht verurteilt. Die Jugendkammer hielt ihm bei ihrem milden Urteil zugute, dass er nicht vorbestraft ist, ein Teilgeständnis abgelegt und dem Gericht die Namen der Mittäter verraten hatte.

*Name geändert

Sie haben den Verdacht, dass in Ihrem Umfeld ein Kind misshandelt oder missbraucht wird? Sie haben etwas gesehen, das Ihnen Sorgen bereitet? Dann können Sie sich (anonym) ans „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ wenden: 0800 22 55 530.

Kinder und Jugendliche, die Missbrauch erlebt haben, bekommen montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der „Nummer gegen Kummer“ 116 111 Unterstützung. Auf der Internetseite gibt es auch die Möglichkeit, mit den Beratern zu chatten.

Wer das Gefühl hat, pädophile Neigungen zu besitzen, findet Ansprechpartner beim Projekt „Kein Täter werden“ von der Berliner Charité. Auf der Website und unter 030 450 529 450 gibt es kostenlose Informationen. Es gilt die ärztliche Schweigepflicht.

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