Germany

OB Kuras kritisiert zweiten Lockdown: „Ich befürchte, dass die Menschen verzagen"

Dessau-Roßlau -

Oberbürgermeister Peter Kuras hat sich am Mittwochabend kritisch zu den von den Länderchefs und der Kanzlerin vereinbarten harten Corona-Einschränkungen geäußert.

Corona-Ausbrüche durch Klassenfahrten und individueller Ausflüge?

Im Haushaltsausschuss erklärte er, für Dessau-Roßlau sehe er aktuell keinen exponentiellen Anstieg des Infektionsgeschehens und somit auch keine Notwendigkeit, mit Schließungen, Sperrstunden und Kontaktverboten drastisch zu reagieren. „Die Maßnahmen sind für die lokale Wirtschaft, für Gaststätten, Klein- und Kleinstunternehmer eine Katastrophe“, so Kuras. Er denke aber auch an das Anhaltische Theater und den Dessauer Handball. „Hier wird gewissenhaft mit der Pandemie umgegangen und wir sehen dort auch keine Ausbrüche.“ Diese rührten vor allem von Klassenfahrten und individuellen Ausflügen her. „Wir wollen daher versuchen, alles aufrecht zu erhalten, was aufrecht zu halten ist.“

Kuras unterstrich, er werde zu drastischen Maßnahmen nur greifen, wenn diese vom Land verordnet würden. Genau das wird aber geschehen. Stützte sich der OB am Mittwoch noch auf Aussagen des Ministerpräsidenten, dass regionale Besonderheiten zu berücksichtigen seien, erklärte Reiner Haseloff (CDU) am Donnerstag, den neuerlichen Lockdown uneingeschränkt mittragen zu wollen.

Der OB zeigte sich ebenfalls besorgt über die Akzeptanz der Regeln bei den Bürgern. „Ich befürchte, dass die Menschen nach einem zweiten Lockdown verzagen. Ich stelle jetzt bereits einen großen Verdruss über die Masken und eine allgemeine Müdigkeit fest. Wir gehen in eine schwierige Phase“, erklärte Kuras.

Kuras sieht Ratsarbeit vorerst nicht in Gefahr

Die Arbeit des Stadtrates - gerade haben die Haushaltsverhandlungen begonnen - sieht Kuras in den nächsten Wochen nicht in Gefahr. Wenn sich die Situation stark verschärfe, sei man aber vorbereitet. Wie Finanzbürgermeisterin Sabrina Nußbeck hinzufügte, sei man inzwischen in der Lage, Sitzungen in Videokonferenzen durchzuführen. Auch Livestreams zur Beteiligung der Öffentlichkeit seien technisch möglich, jedoch fehle es hierfür bislang an Personal. (mz)

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