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OB Wiegand informiert: So ist die aktuelle Corona-Lage in Halle am Donnerstag

Halle (Saale) -

Die Stadt Halle hat Montag auf einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage informiert.

Die MZ hat live von der PK getickert:

*Die heutige Pressekonferenz der Stadt Halle steht ganz im Zeichen der am gestrigen Mittwoch beschlossenen massiven Corona-Einschränkungen für November. Schulen und Kitas sollen geöffnet bleiben, Freizeitaktivitäten dafür um so mehr runtergefahren werden. So sollen ab Montag Restaurants und Kneipen wieder schließen, genauso wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo- und Fitnessstudios und Kinos. Offen ist noch, ob der diesjährige Weihnachtsmarkt in Halle stattfinden wird.

*Zu Beginn der Pressekonferenz stellt Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) wie üblich die aktuellen Zahlen zum Infektionsgeschehen in der Stadt vor.
So gab es im Vergleich zum Vortag 32 Neuinfektionen; insgesamt sind nun 256 Hallenser mit dem Coronavirus infiziert. Das bedeutet, dass sich innerhalb sieben Tagen 57,38 Hallenser je 100.000 Einwohner angesteckt haben. Das ist die höchste Inzidenz die es in Halle jemals gab. Damit gilt für die Halle wieder die Warnstufe rot.

*Von den 32 Neuinfizierten sind 15 Frauen und 17 Männer. Davon sind 14 Personen unter 18 Jahre, vier Personen zwischen 18 und 30 Jahren, neun zwischen 30 und 50 Jahren und fünf Personen über 50 Jahre. „Es ist erkennbar, dass sich der Trend aus den vergangenen Tagen fortsetzt“, sagt OB Wiegand, „Gerade junge Menschen geraten in die Infektionen der Stadt rein.“ So würden auch die Kontaktketten in die Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Grundschulen oder Gymnasien reichen.

*Bei den gestern durchgeführten Kontrollen zur Maskenpflicht gab es 217 mündliche Verwarnungen und keine Bußgelder. Wie OB Wiegand ankündigt, werde es ab morgen keine Verwarnungen mehr geben. Dann würden nur noch Bußgelder verteilt. Bei Kontrollen der Gaststätten habe es, wie auch gestern auch, keine Verstöße gegeben.

*Wie Wiegand mittelt, werde es ab morgen eine neue Allgemeinverfügung für die Stadt Halle geben. Die verordnete Maskenpflicht in der Innenstadt bleibt bestehen. Einige Regelungen würden lediglich deswegen entfallen, weil es neue Regelungen vom Bund gibt, die mit diesen weitestgehend übereinstimmen. Die Allgemeinverfügung wird bis voraussichtlich 18. November in Halle bestehen bleiben.

*Ab morgen wird es in allen großen Kliniken in Halle ein Besuchsverbot geben. Allerdings seien Ausnahmen möglich, die bei der Krankenhausleitung zu beantragen seien. Ausnahmen seien so möglich bei Palliativpatienten, in der Kinder und Jugendmedizin und bei Geburten.

*Zum Semesterstart an der Universität in Halle wird es eine Maskenpflicht bei allen Veranstaltungen geben. Maximal 100 Personen dürfen gleichzeitig an einer Veranstaltung teilnehmen. Um dies räumlich umzusetzen, habe die Uni auch Orte wie die Händelhalle angemietet.

*Die Stadt Halle hat beschlossen, dass alle Veranstaltungen im Amateursport schon an diesem Wochenende untersagt sind. Damit wolle die Stadt auf die Bund-Länder-Regelungen in der kommenden Woche vorgreifen. Im Profisport werden die Spiele ohne Zuschauer stattfinden.

*Wie OB Wiegand informiert, gebe es auch in Halle zwei wesentliche Infektionsquellen: Reisen und private Kontakte. Die jüngst getroffenen Maßnahmen seien deshalb dazu da, genau dort die Infektionen zu reduzieren.

*„Wir gehen davon aus und halten an dem Ziel fest, einen Weihnachtsmarkt light durchzuführen“, sagt OB Wiegand. Ähnlich wie beim Laternenfest an der Saale, soll es einen kleineren Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz geben. Das werde allerdings nur möglich sein, so Wiegand, wenn die Infektionszahlen im November sinken. „Es ist die Chance, in vier Wochen das zu schaffen, was uns ermöglicht eine gemeinsame Weihnacht zu feiern“, so Wiegand. „Klein aber fein“ soll das Motto des diesjährigen „Weihnachtsmarktes light“ in Halle sein, so Wiegand. So werde es auf dem Markt „nicht überwiegend Buden mit Essen oder Trinken geben“. Stattdessen wolle sich die Stadtverwaltung etwas Besonderes ausdenken. Auf Grund der unsicheren Situation sei eine Spekulation aber im Moment nicht möglich. So könnten jetzt auch keine großen Aufträge, wie es bei normalen Weihnachtsmärkten der Fall ist, erteilt werden. Auf ein großes Riesenrad werden die Hallenser dieses Jahr auf dem Weihnachtsmarkt wohl auf jeden Fall verzichten. „Stattdessen kann es kleine Attraktionen geben, die genauso wirken wie ein großes Riesenrad“, sagt Wiegand.

*Im Gegensatz zum ersten Lockdown werden im November die Spielplätze offen bleiben, so Wiegand.

*„Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist nach den Entscheidungen von gestern untersagt“, so Wiegand. Dementsprechend sei nur noch Individualsport allein oder zu zweit möglich.

*Wie OB Wiegand informiert, wird auch der Bergzoo in Halle als „Einrichtung der Freizeitgestaltung“ geschlossen. Auch Solarien werden geschlossen bleiben.

*Laut OB Wiegand werde es keine Kontrollen bei Feiern in Privatwohnungen geben. Auch die getroffenen Regeln seien in dieser Hinsicht als Appelle an jeden Einzelnen gesehen.

-> zur Video-Pressekonferenz vom 28. Oktober 2020:

(mz)

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