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Obi, Bauhaus und Co.: Das sind die Corona-Regeln bei Baumärkten im Dezember

Von: Lara Listl

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Menschen stehen in einer Schlange vor einem Baumakrt an. (Symbolbild)
In Hessen und Niedersachsen können Baumärkte selbst entscheiden, ob sie eine 3G- oder 2G-Regel einführen möchten. (Symbolbild) © Michael Kappeler/dpa

Letzten Winter mussten Baumärkte ihre Türen wegen der Corona-Pandemie vorübergehend komplett schließen. Wie sieht es jetzt aus? Greift bald eine 2G-Regel oder droht Deutschland ein erneuter Lockdown?

München - Noch haben deutsche Baumärkte wie Obi, Hornbach, Bauhaus und Co. für jedermann geöffnet. Ob dies so bleibt, ist bei den aktuell in die Höhe schießenden Inzidenzen, der rot leuchtenden Corona-Ampel, der neuen drohenden Omikron-Variante und den verschärften Einschränkungen allerdings fraglich.

Seit dem 24. November und vorerst bis zum 15. Dezember gelten für Ungeimpfte Kontakteinschränkungen (maximal fünf Personen ab 12 Jahren aus zwei unterschiedlichen Haushalten). In Friseursalons, Nagelstudios, Hochschulen, Fahr- und Musikschulen, Bibliotheken und Archiven gilt die 2G-Regel. Hier erhalten nur noch Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis Zugang.

Bei Kultur-, Freizeit- und Sportveranstaltungen dürfen Ungeimpfte ebenfalls nicht mehr teilnehmen. Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich zu ihrem jeweiligen Impf- oder Genesenen-Nachweis auch ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen. Am Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Nahverkehr gilt die 3G-Regel. Bars und Clubs müssen derzeit weitestgehend geschlossen bleiben. Doch wie sieht es mit einem Besuch in einem Baumarkt aus?

Der Handel bleibt nach der neuen Maßnahmenverordnung des bayerischen Kabinetts vorerst noch von der 2G-Regel ausgenommen. Allerdings gilt hier eine Beschränkung der Kundenzahl. Heißt: Sowohl Geimpfte, Genese, als auch Ungeimpfte dürfen - je nach Andrang und Größe des Geschäftes mit eventueller Wartezeit - weiterhin bei Obi, Baumarkt und Co. einkaufen gehen. Dabei muss nach wie vor eine FFP2-Maske getragen werden und ausreichend Abstand (mindestens eineinhalb Meter) zu den Mitarbeitern und anderen Kunden eingehalten werden.

Während Kunden, egal ob geimpft, genesen oder getestet, weiterhin zum Einkaufen in Baumärkte dürfen, gelten für die Angestellten weitaus strengere Corona-Regeln. Seit dem 24. November greift bundesweit eine 3G-Regel am Arbeitsplatz. Demnach müssen sich nun auch ungeimpfte Mitarbeiter von Baumärkten regelmäßig auf das Coronavirus testen lassen. Ohne negativen Testnachweis darf der Arbeitgeber seinen Beschäftigten ab sofort den Zugang verweigern.

Wegen der aktuell drastischen Corona-Lage in Deutschland ist allerdings immer wieder die Rede von einer flächendeckenden 2G-Regel oder aber einer allgemeinen Impfpflicht. Gesundheitsminister Jens Spahn sprach sich bereits gegen eine allgemein verpflichtende Impfung aus. Diese sehe er skeptisch. Als Alternative könne er sich aber vorstellen, über eine durchgängige 2G-Regel für sämtliche Lebensbereiche zu diskutieren - und zwar für das das gesamte Jahr 2022.

In Hessen und Niedersachsen haben Bau- und Supermärkte bereits das Recht erhalten, selbst zu entscheiden, ob sie eine 3G- oder 2G-Regel einführen möchten. Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer vom Handelsverband Deutschland (HDE) sprach sich auch schon für ein deutschlandweites 2G-Optionsmodell aus: „Es ist gut, wenn die Händler die Wahlmöglichkeit haben, wie sie mit dem Thema 2G oder 3G als Zutrittsvoraussetzung zu ihren Geschäften umgehen möchten“. Wichtig zu beachten sei dabei, dass dies eine freiwillige Option bleibe. Schließliech wäre eine 2G- oder 3G-Pflicht bei Geschäften mit hoher Kundenfrequenz wie beispielsweise im Lebensmittelbereich seiner Meinung nach nicht umsetzbar.

Baumarkt-Riesen wie Bauhaus und Hornbach scheinen eine derartige Zutrittseinschränkung allerdings vorerst nicht anzustreben. So äußerte sich die Baumarktkette Bauhaus gegenüber dem Hamburger Abendblatt im Oktober wie folgt: „Gegenwärtig strebt Bauhaus die Nutzung der 3G- oder 2G-Option als zusätzliche Zugangsregelung für die bundesweiten Fachcentren nicht an.“ Hornbach sehe das ähnlich und beabsichtige nicht, eigene Regelungen einzuführen, die über die jeweils geltenden Corona-Verordnungen hinausgehen. Solange die Regierung in Deutschland keinen erneuten Lockdown ausspricht oder eine flächendeckende 2G-Regel einführt, die auch im Einzelhandel greift, bleiben die meisten Baumärkte demnach erstmal weiterhin geöffnet.

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