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Philips-Aktie fällt: Produktrückruf kostet den Konzern mindestens 500 Millionen Euro

Philips: Der niederländische Hersteller von Gesundheitstechnologie muss aufgrund eines Gesundheitsrisikos Produkte zurückrufen – rund zwei Millionen betroffene Geräte befinden sich außerhalb der USA.

Der niederländische Konzern Philips muss fehlerhafte Beatmungsgeräte zurückrufen und verliert mindestens eine halbe Milliarde Euro. Berichte über Schädigungen von Patienten liegen vor.

Amsterdam - Die Marke Philips ist den meisten wohl von Haushaltsgeräten bekannt. Alles begann 1891 mit Glühbirnen, dann stellte das Unternehmen Radios, Fernseher, Rasierer und elektrische Zahnbürsten her. Doch heute ist das Kerngeschäft ein anderes: Philips hat kürzlich das Geschäft mit Haushaltsgeräten an den chinesischen Investmentfonds Hillhouse Capital verkauft und konzentriert sich nun auf medizinische Geräte und Gesundheitspflege.

Umso härter trifft den Konzern nun der Rückruf. Es handelt sich dabei um verschiedene Beatmungsgeräte der DreamStation-Produktfamilie. Bei der Herstellung verarbeitete Philips einen geräuschdämpfenden Schaumstoff, der letzten Erkenntnissen zufolge in Partikel zerfallen könnte. Es besteht die Gefahr, dass Anwender diese Teilchen verschlucken oder einatmen. Zudem könnten die Partikel toxisch oder sogar krebserregend sein. Das geht aus einem Bericht des Unternehmens hervor.

Philips: Berichte von Schäden liegen vor – Aktienkurs reagiert

Todesfälle im Zusammenhang mit dem Herstellungsfehler sind derzeit nicht bekannt, allerdings liegen Philips Berichte über mögliche Schädigungen von Patienten vor. Zu den potenziellen Risiken gehören Kopfschmerzen, Reizungen, Entzündungen, Übelkeit, Erbrechen, Atemwegsprobleme und mögliche toxische und krebserregende Wirkungen, erklärt das Unternehmen auf seiner Seite.

Zunächst stellte Philips 250 Millionen Euro zurück, erhöhte diese Summe dann aber auf 500 Millionen Euro. Das führte zum größten Kursrückgang bei Philips seit dem Corona-Crash im März 2020. Zeitweise sank die Aktie um 8,4 Prozent. Laut Wall Street Journal sind rund drei bis vier Millionen Maschinen betroffen, etwa die Hälfte davon in den USA. Der Rückruf ist auf die USA beschränkt, für den Rest der Welt gilt ein Sicherheitshinweis.

Philips: Teilweise lebenserhaltende Beatmungsgeräte betroffen

80 Prozent der Geräte werden zur Behandlung von Schlaf-Apnoe verwendet. Bei dieser gesundheitlichen Beeinträchtigung setzt die Atmung der Betroffenen im Schlaf aus, die Philips-Maschinen sollen die Atmung unterstützen. Die restlichen 20 Prozent der betroffenen Geräte sind lebenserhaltende Beatmungsgeräte. Philips warnt deshalb in der Pressemitteilung davor, die Verwendung der Geräte eigenmächtig auszusetzen. Betroffene sollten stattdessen einen Arzt konsultieren und absprechen, ob der Nutzen das Risiko überwiegt, empfiehlt Philips.

„In Absprache mit den zuständigen Aufsichtsbehörden und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern arbeiten wir mit Hochdruck an einer Lösung, die den Einsatz von aktualisierten Gebrauchsanweisungen und ein umfassendes Reparatur- und Austauschprogramm für die betroffenen Geräte beinhaltet“, erklärte der Philips-Chef Frans van Houten. Das Unternehmen arbeitet an einer Aktualisierung der Gebrauchsanweisung, da durch die Verwendung von „nicht zugelassenen Reinigungsmethoden, wie Ozon sowie durch eine Umgebung mit großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit“ der Zerfall begünstigt werden könne. Verbraucher sollten ein Beatmungsgerät generell nicht länger als die vorgegebene Garantiezeit von fünf Jahren nutzen.

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