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Pickelalarm ohne Pubertät: Das hilft gegen Akne bei Erwachsenen

Die Pubertät ist schon lange vorbei, trotzdem ist die Haut mit Pickeln übersät: Die Spätakne betrifft immer mehr Erwachsene und führt häufig zu einem hohen Leidensdruck. Eine Hautärztin erklärt, was wirklich gegen das lästige Problem hilft.

Pickel und Mitesser sind kein ausschließliches Teenager-Problem mehr. Schätzungsweise schlagen sich 30 Prozent der Erwachsenen mit sogenannter Spätakne herum. Sie tritt meist im Alter von 25 bis 45 Jahren auf und betrifft Frauen häufiger als Männer. In einigen Fällen kann die Teenager- nahtlos in die Erwachsenenakne übergehen. Die Akne bei Erwachsenen ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sie verläuft teilweise sogar sehr schmerzhaft, denn anders als bei der Akne im Jugendalter befinden sich die Pickel dann oft in der zweiten Hautschicht.

Akne im Gesicht betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Die roten Knoten treten besonders häufig in der unteren Gesichtshälfte, also an den Wangen und am Kinn auf. Pickel auf dem Rücken, den Schultern und der Brust bilden sich hingegen eher bei Männern als bei Frauen. Vor allem Männer, die viel schwitzen, leiden häufiger an Körperakne. Beim Sport sollte daher immer atmungsaktive Kleidung getragen werden. Nach dem Training oder körperlich anstrengenden Tätigkeiten ist es wichtig, zu duschen, damit die Schweißdrüsen nicht verstopfen. Duschgels mit zweiprozentiger Salicylsäure sind empfehlenswert. Sie sollten ungefähr eine Minute lang einwirken, bevor sie abgespült werden. Nach dem Duschen kann es sinnvoll sein, eine speziell für Aknehaut geeignete Bodylotion aufzutragen.

Alternativ können Männer auch zu Zinksalbe oder Benzoylperoxid greifen. Reicht das nicht aus, kann ebenso über ein Fruchtsäurepeeling nachgedacht werden. Das Peeling sollte einmal in der Woche angewendet werden. So können abgestorbene Hautzellen abgetragen und das Risiko für verstopfte Poren, die Pickel zur Folge haben können, minimiert werden.

Fettige Cremes meiden

Von konventionellen Cremes rät die Hautärztin Yael Adler in diesem Fall ab: "Viele kaufen sich eine Tages- und Nachtcreme mit künstlichen Fetten und Zusatzstoffen wie Emulgatoren. Die Konservierungsmittel verändern den Schutzmechanismus der Haut und verstopfen die Poren", sagt sie im Gespräch mit ntv.de. Auch spezielle Reinigungsprodukte gegen Pickel und Akne sieht Adler äußerst kritisch. Diese gelangen nämlich nicht in die tiefere Hautschicht, in der die Talgdrüsen liegen. Stattdessen wird die obere Hautschicht ausgetrocknet: "Dann hat man eine Mischung aus Pickeln und trockener Oberhaut, was zu einem Spannungsgefühl führt. Deswegen ist es besser, die Haut morgens und abends nur mit warmem Wasser zu waschen", betont die Dermatologin.

Das gilt übrigens auch für Frauen und Männer, die tagsüber Make-up zum Kaschieren der Pickel tragen und sich abends abschminken wollen. Werden hochwertige Produkte oder ein mineralischer Puder verwendet, schaden die restlichen Make-up-Partikel der Haut nicht. "Die Überreste werden ins Handtuch geschmiert. So schafft man es, dass sich die Schutzbakterien, die in der Haut leben, endlich regenerieren können", sagt Adler.

Auf eine Creme sollten Akne-Patienten vollständig verzichten, es sei denn es handelt sich um eine therapeutische Variante wie beispielsweise die Kombination von Adapalen mit Benzylperoxid oder Azelainsäure. Wer dennoch eine Creme verwenden möchte, sollte auf Feuchtigkeitscremes auf Wasserbasis setzen. Hier bieten sich solche mit Retinol (Vitamin A), Hyaluronsäure sowie Fruchtsäuren an.

Weitere typische Therapieoptionen sind die fotodynamische Therapie, eine Laserbehandlung oder auch die Lichttherapie. In manchen Fällen verschreibt der Arzt auch ein Antibiotikum in Tablettenform. Adler hält von dieser Variante allerdings nicht so viel, weil Antibiotika Nebenwirkungen haben und beispielsweise die Darmflora schädigen können.

Hormone außer Rand und Band

Ein weiterer häufiger Grund für Akne im Erwachsenenalter sind die Hormone: "Das kann entweder eine vererbte Veranlagung sein, gegen die Hormone zu reagieren, oder eine Hormonstörung, die man im Blut messen kann", sagt Adler. Bei der Blutuntersuchung werden die männlichen und weiblichen Hormone, die Schilddrüsenhormone, Prolaktin und das Stresshormon Cortisol bestimmt. Sind die Werte auffällig, können die Probleme mit einer entsprechenden Therapie behoben werden.

Was viele Frauen nicht wissen: Auch die Antibabypille sowie die Hormontherapie in den Wechseljahren können für Pickel verantwortlich sein. "Viele Pillen enthalten Östrogen und Gestagen. Das Gelbkörperhormon kann in manchen Fällen wirken wie ein Testosteron und das führt zu Akne", erklärt die Hautärztin. Solchen Nebenwirkungen können auch bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln auftreten. Weitere Anzeichen für zu viel Testosteron sind Haarausfall sowie die übermäßige Behaarung von Kinn, Brust und Bauch. Eine spezielle Pille gegen Akne kann jedoch äußerst hilfreich sein. Deswegen gilt es hier, das richtige Präparat zu finden.

Falsche Ernährung als Ursache

Auch eine schlechte Ernährungs- und Lebensweise führt häufig zu Pickeln: "Akne wird auch durch erhöhte Wachstumshormone begünstigt. Diese kommen ganz wesentlich durch unsere Zivilisationskost. Lebensmittel wie Zucker, weißes Mehl, Fast Food und Kuhmilch fördern Entzündungen, indem sie die Talgdrüsen stimulieren", sagt Adler. Das gilt übrigens auch für das Rauchen von Zigaretten und Marihuana sowie für den übermäßigen Konsum von Alkohol. Kaffee dagegen hält Adler für weniger problematisch, solange dieser in Maßen genossen wird.

Sie empfiehlt den Betroffenen, auf eine Art Steinzeitkost umzusteigen. Das bedeutet, dass mehr als 150 Milliliter Kuhmilch, Weizenprodukte, raffinierter Zucker und Fast Food nicht erlaubt sind. Stattdessen sollten Akne-Patienten auf pflanzenbetonte und eiweißreiche Lebensmittel umsteigen. "Auch fermentierte Kost wie Sauerkraut oder Kefir ist sehr gut, weil so eine starke und vielfältige Darmflora gefördert wird. Die guten Bakterien im Darm bekämpfen Entzündungen im Körper und in der Haut. Außerdem wird die Hormonsituation verbessert", ergänzt sie.

Wissenschaftlich konnte jedoch bisher kein Zusammenhang zwischen der Entstehung von Akne und einer schlechten Ernährung nachgewiesen werden. In der Praxis hilft jedoch vielen Patienten die Umstellung der Ernährung dabei, ihre Hautsituation zu verbessern. Da Nährstoffmängel ebenso zu unreiner Haut führen können, empfiehlt Adler hier, wichtige relevante Mikronährstoffe ebenso mittels Bluttest prüfen zu lassen. Dazu gehören unter anderem Eisen, Zink, Selen und Vitamin B.

Der letzte Ausweg

Wenn Patienten von Ernährungsumstellung bis hin zu Antibiotika bereits alle anderen Therapieoptionen ausprobiert haben oder es sich um eine besonders schwere Form der Akne (Akne vulgaris) handelt, verschreiben Ärzte Isotretinoin. Es handelt sich dabei um ein dem Vitamin A ähnlichen Stoff, der höchstwahrscheinlich dazu führt, dass die Talgdrüsen von innen heraus ausgetrocknet werden und die Entzündung der Haut gebremst wird. Wissenschaftlich bewiesen ist diese Annahme jedoch nicht.

Üblicherweise nehmen Akne-Patienten Isotretinoin vier bis sechs Monate ein. Die Erfolgsrate liegt bei 95 Prozent. Währenddessen können einige unangenehme Nebenwirkungen auftreten wie das Austrocknen der Schleimhäute oder trockene Lippen. Frauen sollten beachten, dass sie während der Therapie auf keinen Fall schwanger werden dürfen. Wird das Medikament in der Schwangerschaft eingenommen, drohen dem ungeborenen Baby schwere Behinderungen.

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