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Politiker fordern, dass steinerne Vorgärten verschwinden sollen

Von ihrer Terrasse schauen die Webers in die Weinberge und auf ein Landschaftsschutzgebiet. Natur satt. Den Vorgarten ihres modernen Mehrfamilienhauses haben die Webers mit Granit ausgelegt. Schotter satt. In der Neubausiedlung „Auf dem Laiern“ hat sich fast jeder zweite Häuslebauer gegen Rasen und für Schotter, Steine und Gabionen – mit Steinen gefüllte Stahlkörbe – entschieden. Das Grau und Schwarz passt farblich gut zu den in mattem Silber oder glänzendem Schwarz lackierten SUVs deutscher Premiumhersteller, die auf den Stellplätzen vor den neuen Häusern parken. Die Gemeinde Kirchheim im Kreis Ludwigburg liegt im Einzugsbereich großer Automobilhersteller und -zulieferer, sie zieht eine solvente Mittelschicht an.

Margret Weber, die ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen will, leint gerade ihre beiden Hunde für den Abendspaziergang an. Davon, dass Schottergärten in Baden-Württemberg zu einem Politikum geworden sind, hat sie bisher nichts gehört. Seit Ende Juni ist der Neubau von Schottergärten durch das novellierte Naturschutzgesetz verboten. „Als wir hier einzogen, sah es wie im Kriegsgebiet aus, hier ist nichts gewachsen, deshalb haben wir uns für den Schotter entschieden“, sagt Weber. Sie hätte eine anderthalb Meter hohe Schicht Mutterboden aufbringen müssen, deshalb habe sie lieber geschottert. Über Biodiversität oder die klimaschädliche Wirkung der Schotterflurstücke hat sie sich wenig Gedanken gemacht. „Wir hatten hier Bienen und in dem Bodendecker sogar ein Wespennest.“ Auf einer Steinkugel im Garten der Webers steht: „Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel des Blickwinkels.“ Doch ein Biotop findet man hier nicht, so oft man den Blickwinkel auch ändert.

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