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Polizei im Werra-Meißner-Kreis: Vier Standorte erhalten

Machten sich ein Bild von der Polizeidirektion Werra-Meißner : (von links) Jens Wilhelm, Knut John, Thomas Eckhardt, Karina Fissmann, Walter Koschalka, Friedhelm Junghans, Rainer Neusüß, Frank Koch und Stefan Reuß.

Der Erhalt der vier Polizeistationen im Werra-Meißner-Kreis in Sontra, Eschwege, Hessisch Lichtenau und Witzenhausen genieße hohe Priorität.

Werra-Meißner. Die Situation der Polizei im Werra-Meißner-Kreis sei insgesamt gut. Das sagte Rainer Neusüß, Leiter der Polizeidirektion Werra-Meißner, anlässlich eines Besuchs der Landtagsabgeordneten Karina Fissmann und Knut John, des Landrats Stefan Reuß sowie der Bürgermeister Friedhelm Junghans, Jens Wilhelm, Thomas Eckhardt und Frank Koch (alle SPD).

Der Erhalt der vier Stationen in Sontra, Eschwege, Hessisch Lichtenau und Witzenhausen genieße hohe Priorität.

Personalausstattung

Die Personalausstattung hierfür sei ausreichend, allerdings könne und werde diese noch gesteigert werden müssen, so der Kriminaldirektor weiter, der in diesem Zusammenhang auf bereits zugewiesene zusätzliche Stellen im vergangenen und diesem Jahr verweist. Weiterer Stellenaufwuchs in der Direktion werde folgen.

Um diese Stellen zu besetzen, werde die Einstellungsoffensive weiter fortgeführt und in diesem Jahr nochmals intensiviert. Die Bewerberzahlen seien sehr gut, aber nicht alle würden das Testverfahren erfolgreich durchlaufen.

Hier werden zurzeit große Anstrengungen, auch auf hiesiger Landkreisebene, unternommen. Die Einstellungsberatung der Polizeidirektion stehe für Interessenten zur Verfügung.

Gewalt gegen Polizisten

Anlass für den Besuch der Sozialdemokraten waren gewalttätige Übergriffe auf Polizeibeamte in Stuttgart und Göttingen.

„Die Krawallnacht von Stuttgart hat uns allen gezeigt, in was für einem gesellschaftlichen Reizklima wir uns derzeit befinden. Es zeigt eine noch nie dagewesene Gewaltbereitschaft. Aus dem Nichts wird randaliert, Geschäfte geplündert und die Hand gegenüber Polizisten sowie Ersthelfern erhoben“, sagte John. In Göttingen setzten Polizeibeamte ihre Gesundheit aufs Spiel, als sie „an einem unter Quarantäne stehenden Wohnkomplex für Recht und Ordnung sorgten“.

„Als Vertreter unseres Landkreises möchten wir Ihnen sagen, dass wir als Abgeordnete für Land, Kreis und Kommunen solidarisch hinter der Polizei stehen“, teilte Karina Fissmann den anwesenden Polizeibeamten Walter Koschalka (Leiter der Führungsgruppe), Rainer Neusüß (Leiter der Polizeidirektion) sowie Bernd Schanze (Leiter der Regionalen Kriminalinspektion) und Michael Söder (stellv. Leiter der Führungsgruppe) mit.

Rassismus

Und auch das Thema Rassismus innerhalb der Polizei wurde angesprochen. „Die Polizei hat nichts mit Rassismus zu tun. Das hat weder in unserem Beruf noch an anderer Stelle etwas zu suchen“, sagte Neusüß. Alle Bediensteten unter einen Generalverdacht zu stellen, sei nicht zielführend. Im Gegenteil: es schade.

Es gehe vielmehr darum, Mechanismen des Erkennens von nicht tolerierbaren Tendenzen zu implementieren. Hier sei die Polizeiführung, aber auch jeder einzelne Polizeibeamte und jede einzelne Polizeibeamtin gefragt, sich unmissverständlich und deutlich zu distanzieren. 

Quelle: Werra-Rundschau

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