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Polizist Derek Chauvin wegen Mordes an George Floyd schuldig gesprochen

Im Prozess um den Tod von George Floyd ist Ex-Polizist Derek Chauvin in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen worden: Mord zweiten Grades ohne Vorsatz (Nach deutschem Recht entspräche dies eher Totschlag), Mord dritten Grades und Totschlag zweiten Grades. Das genaue Strafmaß wird später bekanntgegeben.

Er hatte am 25. Mai 2020 dem wegen eines mutmaßlich falschen 20-Dollar-Scheins festgenommenen Floyd minutenlang das Knie in den Nacken gedrückt, obwohl dieser mehrfach klagte, er bekomme keine Luft. Floyds auf dem Handyvideo festgehaltener Tod löste in den USA beispiellose Proteste der Black-Lives-Matter-Bewegung gegen Rassismus und Polizeigewalt aus.

Die Stadt Minneapolis hatte sich im März wegen des Handelns der Polizei mit Floyds Familie auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 27 Millionen US-Dollar (etwa 22,6 Millionen Euro) geeinigt.

US-Präsident Joe Biden hatte am Dienstag angedeutet, dass er im Prozess um den Tod des Afroamerikaners George Floyd auf einen Schuldspruch gegen den angeklagten Ex-Polizisten Derek Chauvin hoffte. „Ich bete, dass das Urteil das richtige Urteil wird“, sagte Biden am Dienstag im Weißen Haus. Die Beweislage sei seiner Ansicht nach „überwältigend“. Er verwies darauf, dass die Geschworenen im Prozess gegen Chauvin am Montag in Minneapolis ihre Beratungen aufgenommen hatten und deswegen von der Öffentlichkeit abgeschottet werden. Sonst hätte er sich nicht zu dem Fall geäußert, sagte er. Die Äußerungen des Präsidenten zu einem laufenden Justizverfahren sorgten dennoch für Verwunderung.

Die demokratische Abgeordnete Maxine Waters hatte am Wochenende bei einer Protestveranstaltung gesagt, sollte Chauvin nicht verurteilt werden, müssten Demonstranten „aktiver“ und „konfrontativer“ werden.

Richter Cahill sagte dazu am Montag, Waters' Äußerungen könnten dazu führen, dass der Ausgang des laufenden Prozesses in einem Berufungsverfahren gekippt werde. „Ich würde mir wünschen, dass gewählte Volksvertreter aufhören, über diesen Fall zu sprechen, vor allem auf eine Art und Weise, die respektlos gegenüber der Rechtsstaatlichkeit und der Justiz ist.“

Den Antrag von Chauvins Verteidiger, den laufenden Prozess wegen der Äußerungen der Abgeordneten zu annullieren, lehnte Cahill aber ab. „Die Meinung einer Abgeordneten ist nicht wirklich so wichtig“, sagte der Richter.

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