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Prostitution bleibt in Erding verboten

Bordelle wird es auch künftig in Erding nicht geben. Es ist gute Recht der Stadt, kein horizontales Gewerbe zuzulassen.

Erding – Seit Erding mehr als 30 000 Einwohner zählt – heute sind es etwas über 38 000 – dürften sich in der Stadt Prostituierte niederlassen beziehungsweise Bordelle eröffnen. Doch 2001 hat der Stadtrat erstmals eine Verordnung zum Verbot des angeblich ältesten Gewerbes der Welt erlassen. Diese Regelung soll nun verlängert werden. Das beschloss am Donnerstagabend der Stadtrat –einstimmig.

Ordnungsamtsleiter Robert Buckenmaier erklärte, dass für den Erlass einer Sperrbezirksverordnung die Regierung von Oberbayern zuständig sei. Die werde aber nur tätig, wenn die Stadt Erding einen entsprechenden Antrag stelle. Denn nur mit der Ausweisung eines Sperrbezirks könne man käufliche Liebesdienste verhindern. Als solcher soll das gesamte Stadtgebiet ausgewiesen werden.

Ordnungsamt:  Sicherheitsrechtlichen Probleme verhindern

Buckenmaier empfahl den Beschluss. „Durch diese Verordnung wurde in den vergangenen 20 Jahren verhindert, dass sich in Erding ein Rotlichtmilieu mit den damit einhergehenden sicherheitsrechtlichen Problemen angesiedelt hat.“

Die lokale Sicherheitsbehörde hatte auch Kirchen, das Jugendamt und die Polizei um eine Stellungnahme gebeten – bislang aber keine einzige Rückmeldung bekommen.

Hans Egger erkundigte sich, ob es für den Beschluss einen konkreten Anlass gebe, sprich, ob Anträge auf Eröffnung von Bordellen vorlägen. Das verneinte Buckenmaier. Das letzte Gesuch stamme von 2018.

Zuhälter im Stadtrat - was war da los?

Altgediente Stadträte erinnern sich, dass vor gut 20 Jahren, als der Stadtrat das erste Mal das horizontale Gewerbe verboten hatte, mit der Nähe zur Domstadt Freising als Bischofssitz argumentiert wurde. Unter anderem wollte man verhindern, dass Prostitution in Erding den Ruf des Kardinalssitzes beschädigt.

Der Debatte folgten seinerzeit mehrere Männer, die offensichtlich als Zuhälter ihr Geld verdienten. Als Stadträtin Johanna Heindl gegen Bordelle argumentierte, soll einer der Herren geraunt haben: „Haben Weiber hier jetzt auch schon was zu sagen?“ Aber das ist lange her.

Illegale Prostitution? Polizei hat keine Hinweise

Diesmal ging der Beschluss ohne Debatte durch. Hauptargument ist nach wie vor, dass man die „Begleiterscheinungen“ eines Rotlichtmilieus verhindern will – entsprechendes Klientel und illegale Prostitution. Die Entscheidung, sofern sie von der Regierung von Oberbayern bestätigt wird, gilt dann für die nächsten 20 Jahre. Wächst Erding über 50 000 Einwohner, darf die Stadt die Prostitution nicht mehr gänzlich verbieten. Allerdings könnte sie lokale Sperrbezirke ausweisen, berichtet Rathaus-Geschäftsleiter Reinhard Böhm auf Anfrage unserer Zeitung.

Freising, das die Nachbarn aus Erding vor 20 Jahren noch schützen wollten, zählt mehr als 50 000 Einwohner. Genehmigte Bordelle gibt es dort aber nach wie vor nicht. Denn ausschlaggebend sind die Hauptwohnsitze. Und das sind in Freising noch unter 50 000.

Einen illegalen, verdeckten Straßenstrich gibt es in Erding nach Auskunft von Michaela Grob vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord nicht. Allerdings beobachte man gelegentlich – verbotene – Anbahnungen über Internetforen. ham

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