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QAnon-Gründer Ron Watkins - Verschwörungstheoretiker greift nach US-Kongress

QAnon-Gründer Ron Watkins Verschwörungstheoretiker greift nach US-Kongress

Anhänger der Verschwörungstheorie-Gruppe QAnon auf dem Hollywood Boulevard in Los Angeles
Anhänger der Verschwörungstheorie-Gruppe QAnon auf dem Hollywood Boulevard in Los AngelesFoto: AFP

Ziehen die Verschwörungstheorien nun ganz offiziell in die Politik der USA ein?

Der mit der rechtsextremen Verschwörungsbewegung QAnon in Verbindung stehende Website-Betreiber Ron Watkins (34) hat seine Kandidatur für den Kongress angekündigt. Bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus in Arizona im kommenden Jahr wolle er für die Republikanische Partei antreten, erklärte Watkins am Donnerstag (Ortszeit) im Messenger-Dienst Telegram. Den Parlamentssitz, auf den er sich bewerben will, hat derzeit ein Politiker der Demokraten von Präsident Joe Biden (78) inne.

Watkins ist ein glühender Anhänger des früheren Präsidenten Donald Trump. „Präsident Trumps Wahl wurde gestohlen - nicht nur in Arizona, sondern auch in anderen Bundesstaaten“, behauptete er bei Telegram. Und weiter: „Wir müssen diesen Kampf nach Washington, D.C. tragen, um alle schmutzigen Demokraten hinauszuwählen, die unsere Republik gestohlen haben.“

Trump hat seine Wahlniederlage gegen Biden bei der Präsidentschaftswahl bis heute nicht anerkannt. Der 75-Jährige verbreitet nach wie vor die Behauptung, er sei durch massiven Wahlbetrug um eine zweite Amtszeit gebracht worden. Der 45. Commander-in-Chief der USA, der sich bei seiner Parteibasis nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, flirtet immer wieder öffentlich mit eine dritten Anlauf auf das Weiße Haus bei der Wahl 2024.

Watkins und sein Vater Jim erlangten als Betreiber des Imageboards „8chan“ sowie von dessen Nachfolger „8kun“ Bekanntheit im Internet. Seit 2017 wurden in den Foren unter dem Pseudonym „Q“ bizarre Verschwörungstheorien verbreitet. Inzwischen hat sich daraus die sogenannte QAnon-Bewegung entwickelt, die in den USA hunderttausende Anhänger hat.

Die US-Bundespolizei FBI erklärte im vergangenen Jahr, dass sie QAnon als eine mehrerer potenziell gefährlicher rechtsextremer Randgruppen beobachte.