Germany

„Quotenschwarzer“ – Hertha BSC trennt sich von Jens Lehmann

An sich hatte Dennis Aogo einen recht vergnüglichen Abend vor sich. Er war als Experte für das Halbfinal-Rückspiel zwischen im Studio des Senders „Sky“. Gutes Spiel, Manchester im Endspiel, Job kurz vor Mitternacht erledigt.

Schon zuvor war auf Aogos Handy allerdings eine Nachricht eingetrudelt, die ihn ungläubig aufs Display blicken ließ. Um 21:56 Uhr schrieb Jens Lehmann in recht eigentümlicher Orthografie bei WhatsApp: „Ist Dennis eigentlich euer qotenschwarzer?“ Das Ganze versehen mit einem Smiley.

Pressekonferenz mit Dennis Aogo

Dennis Aogo arbeitet mittlerweile als Sky-Experte

Quelle: pa/Sielski-Press/Joachim Sielski

Aogo war wohl nicht der Adressat, den Lehmann, ehemaliger Nationalspieler und mittlerweile Aufsichtsrat bei Hertha BSC, im Sinn hatte, als er auf „Senden“ drückte. Wenige Stunden später stand jedenfalls fest, dass ihn dies seinen Job bei Hertha kosten sollte.

Lehmanns mehr als zweifelhafte Erklärung zum Fall Aogo

Aogo jedenfalls, in Karlsruhe geboren und ehemaliger deutscher Nationalspieler, ließ das nicht auf sich sitzen und postete kurz nach Mitternacht bei Instagram einen Screenshot seines Handy-Displays. Darauf ist ein zum Teil geschwärzter Nachrichtenverlauf zwischen ihm und Lehmann zu sehen. Einen Satz von Lehmann, den Aogo nicht durchstrich, dokumentierte er seinen über 81.000 Followern: „WOW, dein Ernst? Die Nachricht war wohl nicht an mich gedacht!!!“

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Damit war Lehmanns rassistische Entgleisung in der Welt, die Aufregung darüber nahm ihren Lauf. Am Morgen danach versuchte Lehmann die Wogen zu glätten, doch die Erklärung fiel allenfalls zweifelhaft aus.

Zu „Bild“ sagte er: „Ich habe bereits mit Dennis telefoniert und ihn um Verzeihung gebeten, wenn meine Äußerung despektierlich rübergekommen ist. Sie war überhaupt nicht so gemeint, sondern positiv. Da er als Sky-Experten fachkundig ist und in seinem Auftreten sehr stark. Und deshalb auch die Quote erhöht. Das wollte ich damit sagen, aber war von mir unglücklich ausgedrückt. Da die WhatsApp von meinem Handy rausging, übernehme ich die Verantwortung dafür. Es war eine private Nachricht.“

An wen Lehmann die Nachricht eigentlich schicken wollte, sagte er nicht. Hertha BSC jedenfalls traute der Entschuldigung nicht und trennte sich am Mittwochmorgen von Lehmann. „Der Berater-Vertrag mit Herrn Lehmann wird aufgelöst“, sagte Andreas Fritzenkötter zu WELT: „Damit entfällt die Entsendung in Herthas Aufsichtsrat.“ Fritzenkötter ist Sprecher des Hertha-Investors Tenor.

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