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Ranking: Beliebteste Vornamen 2020 offiziell - „Max“-Überraschung in Bayern

Das Vornamen-Ranking für 2020 ist da. Die Analyse der Daten für Deutschland liefert auch kuriose Erkenntnisse.

Update vom 10. Mai, 14.30 Uhr: Auch in Bayern* gibt es bezüglich der Baby-Namen Neuigkeiten. So ist im Freistaat Maximilian nicht mehr der beliebteste Rufname für männliche Babys. Im vergangenen Jahr war der in Bayern am häufigsten vergebene Erstname bei neugeborenen Buben stattdessen Lukas oder Lucas, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) berichtete. Bei den Mädchen stand 2020 wie im Vorjahr Sophia beziehungsweise Sofia auf dem ersten Platz der Erstnamen.

Insgesamt bleibt der „Max“ aber weiterhin im Freistaat der beliebteste männliche Babyname. Bei den weiteren Vornamen - also etwa als Zweit- oder Drittnamen - liegt Maximilian nämlich weiterhin vorne und wird insofern so häufig wie kein anderer Name für Buben bei den bayerischen Standesämtern registriert. Bei den Mädchen ist Maria der beliebteste Folgename, bei den Erstnamen ist Maria hingegen noch nicht einmal unter den ersten zehn vertreten.

Beliebteste Vornamen 2020: Sprachforscher geben Ranking bekannt - und sehen klaren Trend 

Erstmeldung vom 10. Mai, 12.45 Uhr: Wiesbaden - Emilia und Noah sind im vergangenen Jahr die beliebtesten Vornamen für Kinder in Deutschland gewesen. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Montag in Wiesbaden unter Verweis auf ihre jährliche Auswertung der Daten von Standesämtern bekannt. Bei den Mädchen folgten Hanna(h) und Emma auf den weiteren Plätzen, bei den Jungen Leon und Paul. Zum Vorjahr gab es relativ wenig Bewegung.

Im Jahr 2019 hatten bei den Mädchen Hanna(h) und Emma die Liste der am häufigsten vergebenen Namen angeführt, gefolgt von Mia auf Rang drei. Bei den Jungen nahm Noah den Spitzenplatz ein, auf den Plätzen zwei und drei folgten Ben und Paul. Die GfdS ermittelt seit 1977 jährlich die Liste der beliebtesten Vornamen. Diesmal erhielt sie Meldungen von mehr als 700 Standesämtern bundesweit.

Vornamen in Deutschland: Fast 90 Prozent aller vergebenen Namen erfasst

Nach Angaben der Gesellschaft sind damit fast 90 Prozent aller im vergangenen Jahr in Deutschland vergebenen Vornamen erfasst. Mehr als 65.000 verschiedene Namen wurden gemeldet. Die Spitzengruppe der zehn beliebtesten Namen blieb dabei wie üblich im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil. Einzig bei den Jungen sorgte der Name Mat(h)eo beziehungsweise Matt(h)eo für eine kleine Überraschung, indem er von Rang 13 im Vorjahr auf den vierten Platz hochschoss.

In Ostdeutschland war Mat(h)eo oder Matt(h)eo dabei 2020 sogar der am häufigsten vergebene Name. Aber auch in Westdeutschland kam er auf den sechsten Rang. Insbesondere in der Liste der Top Ten bei den Mädchennamen setzte sich der GfdS zufolge dagegen auch 2020 ein Trend zur „lautlichen Monotonie“ fort. Alle enden inzwischen auf -a und haben ähnliche Klangfarben - etwa Lina, Mila oder Ella.

Sprachexperten zu Jungennamen in Deutschland: „Lautlich disparater“

Die Gruppe der zehn beliebtesten Jungennamen fiel nach Angaben der Sprachexperten dagegen insgesamt „dynamischer und lautlich disparater“ aus. Darunter befanden sich unter anderem auch Elias, Henry/Henri, Felix und Louis/Luis. Die GfdS wies zugleich aber darauf hin, dass die Unterschiede an der Spitze der Rangfolge der häufigsten Namen in absoluten Zahlen meist nur relativ klein sind.

Dies liegt daran, dass insgesamt immer weniger Neugeborene einen Namen aus den Top Ten erhalten - die Namensvielfalt hierzulande also tendenziell zunahm. Bei den Mädchen etwa machten am Ende lediglich 110 Neugeborene den Unterschied zwischen dem erstplatzierten Vornamen Emilia und dem zweitplatzierten Namen Hanna(h) aus. Zwischen Hanna(h) und Emma auf dem dritten Rang gab es sogar nur eine verschwindend kleine Differenz von 44 Meldungen.

Mehr als ein Drittel der deutschen Eltern gibt Kind mehrere Vornamen

Aus den Daten der Standesämter geht auch hervor, dass 35 Prozent oder etwas mehr als ein Drittel aller Kinder im vergangenen Jahr mehr als einen Namen erhielten. Bei den Mädchen waren Sophie, Marie und Maria wie in den Vorjahren besonders häufige Zweit- oder Folgenamen, bei den Jungen Alexander, Maximilian und Elias.

Nach Einschätzung der GfdS zeichnet sich darin ein Trend aus, Folgenamen immer seltener als Erinnerung an reale Vorfahren zu vergeben. Stattdessen würden eher typische „Traditionsnamen“ vergeben, die allgemein „ein gewisses Prestige transportieren“. (AFP/frs) (*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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