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Reisewarnung für die Niederlande: Neues Corona-Risikogebiet - Regeln enorm verschärft

Jetzt hat es auch unseren Nachbarn getroffen: Das Coronavirus hat sich in den Niederlanden wieder stark ausgebreitet. Mehrere Provinzen gelten als Risikogebiete. Das betrifft auch die Städte Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht.

Update, 28. September, 22.58 Uhr: Die Niederlande verschärfen angesichts schnell steigender Fallzahlen ihre Corona-Regeln für zunächst drei Wochen. „Jeder hat die alarmierenden Berichte gesehen“, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Montagabend in Den Haag. Daraus müssten jetzt Konsequenzen gezogen werden. Dazu gehört, dass ab Dienstagabend alle Sportveranstaltungen ohne Publikum stattfinden müssen. Cafés und Restaurants müssen um 22 Uhr schließen und dürfen ab 21 Uhr keine neuen Gäste mehr einlassen. Außerdem dürfen insgesamt nur noch 30 Menschen zugleich in einem Lokal sein, im Freien 40.

LandNiederlande
ProvinzenProvinz Zeeland, Nordholland, Südholland, Limburg ...
HauptstadtAmsterdam
Bevölkerung17,28 Millionen (2019)

Für alle Kontaktberufe wie Friseur oder Masseur ist eine Registrierung der Kunden verpflichtend. Mund- und Nasenschutz wird für Geschäfte empfohlen, ist aber nicht Pflicht. Die Niederlande sind bei Gesichtsmasken bisher sehr zurückhaltend gewesen. Zuhause soll man nur noch drei Gäste empfangen. Außerdem sollen alle wieder möglichst von zu Hause aus arbeiten.
„Entweder wir schaffen es, die Zahl der Infizierungen zu senken oder wir schaffen es nicht“, sagte Gesundheitsminister Hugo de Jonge. „Dann sind härtere Maßnahmen nötig.“ Dies könne die Stilllegung des gesamten Gastronomie-, Sport- und Kultursektors sein. Es gehe dann wieder in Richtung Lockdown. Die Zahl der Corona-Infektionen ist in den Niederlanden zuletzt stark angestiegen. Am Samstag gab es laut der Universität Johns Hopkins rund 2760 Neuinfektionen in dem Land mit rund 17,5 Millionen Einwohnern. Die täglichen Fallzahlen waren damit höher als in Deutschland, das mehr als viermal so viele Einwohner hat.

Corona in den Niederlanden: Weitere Region jetzt Risikogebiet

Update, 23. September, 21.03 Uhr: Weiterer Schlag für die Niederlande: Neben Nord- und Südholland hat die deutsche Bundesregierung auch die Provinz Utrecht als Risikogebiet ausgewiesen. Auch viele weitere Regionen in Europa* wurden am Abend auf die Liste der Risikogebiete gesetzt, etwa in Frankreich*, Dänemark, Kroatien, Portugal und Österreich*.

Update, 22. September, 08.52 Uhr: „Einfach mal die Klappe halten" - so lautet die Aufforderung des niederländischen Regierungschefs Mark Rutte im niederländischen RTL-Fernsehen an die Fußballfans. Er hat kein Verständnis für diejenigen, die aktuell in Stadien trotz des grassierenden Coronavirus das Spiel lautstark kommentieren oder gar in Jubel ausbrechen.

Corona in Holland: Kritik an Fußballfans - Reisewarnung für Amsterdam und Co.

In den Niederlanden sind Zuschauer in Stadien zwar zugelassen, allerdings müssen sie sich an einige Vorgaben halten: Ein Abstand zwischen ihnen von mindestens 1,5 Metern muss gewährleistet sein. Außerdem sind laute Rufe, Sprechchöre und Gesänge verboten - Experten gehen davon aus, dass Coronaviren über Aerosole - kleine Partikel in der Luft - verbreitet werden können. Am Wochenende hatten sich laut Medienberichten viele Fußballfans nicht an das Verbot gehalten. „Das ist sehr dumm“, sagte Rutte. „Denn so bekommen wir das Virus nicht unter Kontrolle.“

Update, 19. September, 14.40 Uhr: In großen Städten in den Niederlanden, darunter Amsterdam und Rotterdam, werden die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verschärft.  In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1 Uhr schließen, wie die Regierung am Freitag in Den Haag mitteilte. Die Maßnahmen treten demnach morgen, am Sonntagabend, in Kraft. Feiern mit mehr als 50 Personen sind ab dann verboten. Das gilt auch für Feste im Freien.

Coronavirus in Niederlande: Amsterdam, Rotterdam und weitere Städte vor verschärften Maßnahmen

Für Veranstaltungen mit mehreren Besuchern wie beispielsweise Konzerte bedarf es einer Sondergenehmigung. Die Regierung in den Niederlanden rechnet mit einer zweiten Corona-Welle. „Wir müssen gemeinsam verhindern, dass es so weit kommt“, sagt Gesundheitsminister Hugo de Jonge. Zuvor hatten die Behörden beinahe 2000 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet - die bislang höchste Zahl.

Amsterdam - In der Corona-Krise war die Niederlande für viele deutsche Urlauber das liebste Reiseziel. Vor allem aus NRW strömten viele Reisende in unser Nachbarland, um dem Pandemie-Alltag bei einem Kurztrip zu entfliehen. Lange Zeit schien die Reise sicher, doch auch im Nachbarland nimmt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus wieder zu. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Mittwoch in Holland die Provinzen Nord- und Südholland zum Risikogebiet erklärt - und eine entsprechende Reisewarnung ausgesprochen. Betroffen sind auch Amsterdam, Den Haag und Rotterdam sowie viele beliebte Urlaubsregionen.

Reisewarnung für Holland: Amsterdam jetzt Risikogebiet

Bereits im Juni und Juli hatten viele Städte in den Niederlanden deutsche Touristen gebeten, die beliebten Ausflugsziele nicht zu stürmen. Vor allem an Christi Himmelfahrt, Pfingsten und den anderen schönen Wochenenden fürchteten Amsterdam und weitere Städte in Holland einen Ansturm - und damit eine zweite Corona-Welle.

Im September sind die Corona-Zahlen bei unserem Nachbarn - wie in vielen anderen europäischen Ländern - in die Höhe geschossen. Am Mittwoch registrierten die Behörden 1.376 Neuinfektionen binnen eines Tages - der höchste Wert seit Beginn der Pandemie, berichtet wa.de*.

Reisewarnung für Holland: Das müssen Touristen jetzt wissen

Das Auswärtige Amt hat auf die hohen Zahlen reagiert und in Holland die Provinzen Nordholland mit der Stadt Amsterdam und Südholland mit den Städten Den Haag und Rotterdam als Risikogebiete eingestuft. Das heißt für Urlauber: Bei Einreise aus einem der Gebiete nach Deutschland müssen sich Touristen einem verpflichtenden Corona-Test unterziehen. Kann kein negatives Testergebnis vorgelegt werden, gilt eine Quarantänepflicht.

Zahlreiche Menschen haben Ende Juli das heiße Wetter am Strand von Scheveningen genossen. Bei tropischen Temperaturen hatte es einen Ansturm auf Strände in den Niederlanden gegeben. Jetzt sind die Provinzen Nord- und Südholland Risikogebiete.

Es finden aber weiterhin keine Grenzkontrollen zwischen Deutschland und der Niederlande statt. Generell ist eine Reisewarnung kein Verbot. Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die betroffenen Provinzen. Die Warnung ermöglicht es Reisenden, Buchungen für Pauschalreisen kostenlos zu stornieren.

Reisewarnung für Holland: Auch Urlaubsregionen wie Zandvoort betroffen

Auch betroffen von der Reisewarnung ist in Holland übrigens auch der beliebte Küstenort Zandvoort. Er liegt in Nordholland westlich von Amsterdam. Mit seinem langen Sandstrand ist er besonders begehrt bei den deutschen Urlaubern. Auch der Strand von Scheveningen (Den Haag) ist bei Badeurlaubern sehr beliebt. Ende Juli hatte es hier und an vielen anderen Stränden bei tropischen Temperaturen einen Ansturm von Touristen gegeben.

In den Niederlanden gibt es eine Maskenpflicht ab einem Alter von 13 Jahren in Bus, Bahn und auf Fähren. In Amsterdam und Rotterdam gilt sei Anfang August die Maskenpflicht auch im Freien. Museen sind geöffnet, die Besucherzahl wird aber reguliert. Meist gibt es eine vorherige Online-Buchungspflicht. Auch die Strände sind geöffnet, aber auch hier wird in manchen Regionen die Besucherzahl reguliert, indem Parkplätze und Zufahrten gesperrt sich.

Neben den Provinzen in Holland sind auch weitere Regionen in Europa jüngst als Risikogebiet eingestuft worden. So wird jetzt auch vor Reisen nach Wien in Österreich gewarnt*. Ein heftiger Schlag für den Stadttourismus. Und auch Frankreich hat es erneut getroffen. Hier sind die Corona-Zahlen zuletzt explodiert. Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für weitere Regionen herausgegeben*. -*wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Bob Edme/dpa

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