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Renovierung: Wohnen im alten Creglinger Gefängnisturm

Weil man im Mittelalter die Insassen im wahrsten Sinne des Wortes dort verfaulen ließ, heißt der Turm auch Faulturm. Jetzt beherbergt er eine Ferienwohnung.

Geschichtsträchtige Räumlichkeiten: Bürgermeister Uwe Hehn (links im Bild) zu Gast bei dem Pächterehepaar Irma und Christian Galeazzi, die in dem alten Faulturm gemütliche Wohnmöglichkeiten geschaffen haben.
Geschichtsträchtige Räumlichkeiten: Bürgermeister Uwe Hehn (links im Bild) zu Gast bei dem Pächterehepaar Irma und Christian Galeazzi, die in dem alten Faulturm gemütliche Wohnmöglichkeiten geschaffen haben. Foto: Klaus Hein

Der uralte frühere Gefängnisturm von Creglingen, der monatelang im Dornröschenschlaf lag, steht nach seiner Renovierung nun wieder als eine nicht alltägliche Ferienwohnung zur Verfügung.

Dass sich mit Irma und Christian Galeazzi neue Mieter für den im Volksmund "Faulturm" genannten Bau und auch den ebenfalls bewohnbaren "Schlosserturm" gefunden haben, darüber freut sich nicht zuletzt Bürgermeister Uwe Hehn. Neben den zwei Türmen, die das Ehepaar Galeazzi übernommen hat, befindet sich im Besitz der Stadt auch der "Lindleinsturm". Dieses Bauwerk präsentiert als Kleinstmuseum die originalgetreue Darstellung früherer Wohnverhältnisse.

Mit welchem Geschick das Ehepaar Galeazzi, das auch die "Tauber-Lodge" als Feriendomizil in Creglingen betreibt, in Eigenregie den Turm renoviert hat, davon überzeugten sich Uwe Hehn und Jutta Weber von der städtischen Tuoristinformation vor Ort. Der geschichtsträchtige Bau, der über drei Stockwerke hinweg Schlafmöglichkeiten für bis zu fünf Personen bietet, hat durch die frischen Wandfarben ebenso wie durch Möblierung und Dekorationen sehr gewonnen.

Befestigungsanlage mit 15 Türmen

Nach dem Faulturm, der bereits bezugsfertig ist, werden in  einigen Wochen auch die Erneuerungsarbeiten an dem etwas kleineren "Schlosserturm" abgeschlossen sein. Dieser Turm am Taubertorplatz, der früher dem Stadtboten als Domizil gedient hatte, steht ebenfalls für Übernachtungsgäste zur Verfügung.

Die Geschichte der Creglinger Türme reicht weit zurück ins 14.Jahrhundert. Nachdem Creglingen im Jahre 1349 das Stadtrecht verliehen bekam, durfte sich die junge Stadt, ganz nach dem Vorbild von Rothenburg ob der Tauber, auch befestigen. Neben einer Stadtmauer und drei Stadttoren wurden auch 15 Türme erbaut. Einer dieser Türme diente als Gefängnis. Der Name "Faulturm" geht zurück auf die Zeiten des Mittelalters, in den man Strafgefangene im wahrsten Sinne des Wortes in dem Turm verfaulen ließ.

Alter Turm mit neuer Nutzung: Der Creglinger Faulturm, vor dem (von links) Bürgermeister Uwe Hehn, Christian und Irma Galeazzi und Jutta Weber stehen, dient als Ferienwohnung.
Alter Turm mit neuer Nutzung: Der Creglinger Faulturm, vor dem (von links) Bürgermeister Uwe Hehn, Christian und Irma Galeazzi und Jutta Weber stehen, dient als Ferienwohnung. Foto: Klaus Hein

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