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Ringpark vergrößert und aufgewertet

Rosenblüte am Bahnhofsvorplatz.
Rosenblüte am Bahnhofsvorplatz. Foto: Alexander Liebler, Gartenamt

Jahrzehntelang war der östlich gelegene Teil des Ringparks durch Pavillonbauten vom Bahnhofsvorplatz abgeschnitten, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem entwickelte sich der zwischen den Pavillons und dem Ringpark gelegene Bereich zu einer vermüllten „Freilufttoilette“.

Bereits im Frühling 2017 war der Abbruch der Pavillonbauten abgeschlossen. Damit wurde der Ringpark wieder erlebbar. An der Vermüllung der Fläche hatte sich jedoch wenig geändert. Die nun freiliegende Böschung zum Ringpark mit ausgewachsenen und wenig attraktiven Sträuchern durchzogen recht schnell eine Vielzahl an Trampelpfaden und Erosionsrinnen. Darüber hinaus prägten zahlreiche wild abgestellte Fahrräder die Szenerie.

Mit der Errichtung des DenkOrtes auf dem Bahnhofsvorplatz bot sich nun die Chance einer Aufwertung des angrenzenden Ringparkes. In einem ersten Schritt hat das Gartenamt im Herbst einen Teilbereich der ehemaligen Pavillonstandorte bis zum ursprünglichen Ringparkniveau aufschütten lassen. Damit wurde dem Ringpark erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg Fläche zurückgegeben. Demgegenüber steht der große Flächenverlust in der Nachkriegszeit, insbesondere im Bereich Berliner Ring, Haugerring, Busbahnhof und Röntgenring.

Zurückgewonnene Fläche

Auf der für den Ringpark zurückgewonnenen Fläche pflanzte das Gartenamt als räumliche Fas-sung zum stark befahrenen Haugerring drei neue Bäume: eine Gold-Eiche und zwei Zürgelbäume. Projektleiterin Friederike Reiser-Dobler: „Die Gold-Eiche ist in diesem Bereich des Ringparks verbürgt. Uns liegt eine handschriftliche Aufzeichnung des Regierungsbaurates Scheitel aus dem Jahre 1929 vor, der im Ringpark Bäume und Sträucher dokumentierte.“ Charakteristisch für die Gold-Eiche sind ihr leuchtend gelber Blattaustrieb und ihre Herbstfärbung. Gerahmt wird die Gold-Eiche von den Zürgelbäumen.

Die Neupflanzung von zwei Zürgelbäumen und einer Gold-Eiche auf der wiedergewonnenen Ringparkfläche.
Die Neupflanzung von zwei Zürgelbäumen und einer Gold-Eiche auf der wiedergewonnenen Ringparkfläche. Foto: Katharina Lampert, Gartenamt

Diese aus Südeuropa stammenden Gewächse haben sich als besonders stadtklimaverträglich erwiesen. Sie sind Bestandteil des gemeinsamen Forschungsprojektes Stadtgrün 2021 der Bayerischen Landesanstalt für Wein und Gartenbau in Veitshöchheim mit dem Gartenamt Würzburg.

Nun hat das Gartenamt die neu geschaffene Böschung zum Ringpark üppig mit Rosen, Gräsern und Bergenien bepflanzt. Die Rosen verwandelten die Pflanzung in den zurückliegenden Wochen in ein „rotes Blütenmeer“. Zwischenzeitlich dominieren die feingliedrigen Lampenputzergräser.

"Erster wichtiger Schritt"

Bürgermeister Martin Heilig sieht in der Vergrößerung und Neubepflanzung des Ringparks im Bereich Bahnhofsquelle „einen ersten wichtigen Schritt zur Aufwertung und Begrünung des Bahnhofsvorplatzes.“

Für Oberbürgermeister Christian Schuchardt gelang mit dieser Ringpark-Erweiterung auch eine attraktive Einbettung des DenkOrtes Deportationen: „Dieses harmonische Umfeld erlaubt es, sich selbst an einer so belebten Verkehrsdrehscheibe kurz zurückzuziehen. Hier kann man sich über die NS-Verbrechen in unserer Stadt informieren und den Opfern gedenken.“

Attraktive Böschungsbepflanzung mit Rosen und Lampenputzergräsern.
Attraktive Böschungsbepflanzung mit Rosen und Lampenputzergräsern. Foto: Katharina Lampert, Gartenamt

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