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Ruhestand: An Prenzlauer Schule geht eine Ära zu Ende

Es gibt Bildungseinrichtungen in der Uckermark, bei denen müsste man lange überlegen, wer gerade die Leitung inne hat. Nicht so bei der Prenzlauer Max-Lindow-Schule. Da kommt die Antwort sicher bei vielen Menschen wie aus der Pistole geschossen: Uwe Habetha. Und das liegt nicht nur daran, dass er den Posten seit exakt 30 Jahren bekleidet, sondern hat mit ihm selbst zu tun. Der Kreisstädter genießt nicht nur unter Amtskollegen und Mitarbeitern einen hervorragenden Ruf, sondern ist auch bei Schülern und Eltern hoch angesehen. Doch die Ära Habetha ist nun vorbei. Am gestrigen Donnerstag nahm der Diplomlehrer für Mathe/Physik seinen Hut.

Mit 63 entschieden

Den Entschluss hatte er im März gefasst, als seine Lebensuhr auf die 63 vorgerückt war. „Es fand, dass das ein guter Zeitpunkt ist, um in den Ruhestand zu gehen.” Aber erst in den letzten Wochen realisierte der Pädagoge dann, dass es nun langsam ernst wird mit dem Abschied, „also richtig ernst.” Und obwohl sich zunehmend Wehmut breit machte in seiner Brust, sagte er an seinem letzten Tag im Job, dass es der richtige Entschluss gewesen sei. „Also zu 80 Prozent”, wie er lachend hinzusetzte: „Denn das alles hier wird mir riesig fehlen.”

1981 gekommen

In seiner Rede vor ausgewählten Wegbegleitern ließ Uwe Habetha noch einmal die Anfänge Revue passen. Er blickte auf 1981 zurück, als er mit dem Diplom in der Tasche als Absolvent von Güstrow nach Prenzlau gekommen war. „Als ich realisierte, dass das ein Einsatz an einer Hilfsschule wird, war das schon ein Riesenschock.” Doch der Schreck währte glücklicherweise nicht lange. Im Gegenteil. Heute ist Uwe Habetha froh und dankbar dafür, an eben so eine besondere Schule geschickt worden zu sein: „Die Kinder, von denen manche aus sehr schwachem Milieu stammen, haben mich mit ihren Sorgen und Nöten immer schnell geerdet. Es war eine überaus erfüllende Arbeit hier. Ich bin gern Lehrer gewesen, und später auch gern Schulleiter. Langweilig wurde es nie.”

Einst 42 Lehrer

Bei der Vorbereitung der Abschiedsworte hatte der Familienvater in seinen Unterlagen gekramt und einen Mitarbeiterspiegel zutage gefördert. Der datierte auf Februar 1990 zurück, als er an der heutigen Max-Lindow-Schule (benannt nach dem berühmten uckermärkischen Heimatdichter) die Leitung übernahm: „Damals hatten wir 42 Lehrer, drei Hortner, zwei Sekretärinnen, zwei Heizer, zwei Hausmeister, 13 Internatserzieher, 14 technische Kräfte und zwei Nachtwachen. Sie alle kümmerten sich um insgesamt 201 Schüler.” Aktuell werden hier noch 168 Kinder unterrichtet – betreut von 24 Lehrern, einer Sekretärin, einem Hausmeister und einer Schulsozialarbeiterin.

Nur drei Seiten

„Zeiten ändern sich. Unser Arbeitsplan fürs Jahr füllte damals ganze drei Seiten, heute ständen da unzählige Ordner mit Papier...” Doch Kritik an der Bürokratie im Schulsystem klang nur leise an. Uwe Habetha war es eher ein Anliegen, nochmal Danke zu sagen bei denen, die stets Unterstützung gaben, vor allem seinem Team, allen voran den beiden Frauen, die über die Jahre den Stellvertreterposten inne hatten; „sie waren ein Glücksfall für meine Tätigkeit.” Die Nachfolge tritt die 52-jährige Anke Scheunemann an, die seit 12 Jahren an der Schule ist.

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