Dresden/Leipzig/Chemnitz – Alles hängt an der 1300! Sind so viele Klinikbetten auf Normalstationen in Sachsen mit Corona-Patienten belegt, wird der Lockdown verschärft, müssen viele Läden wieder schließen.

„Wir sind in einer besonderen Gefahrenlage“, warnte diese Woche Prof. Christoph Josten (66), Vorstand der Uniklinik und Berater von MP Michael Kretschmer (45, CDU).

►Seit Freitag zeigt eine Ampel auf der Website des Sozialministeriums die Auslastung der Betten, die für Covid-Patienten vorgesehen sind. Das sind sachsenweit 1612 auf Normalstationen! Gestern waren 1187 belegt, stand die Ampel auf GELB. Ab 1300 wird sie ROT. Doch das ist noch kein Grund zur Panik.

►„Die 1300 ist ausgewählt worden, um rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können“, so ein Ministeriumssprecher. Dann werden nach und nach andere Stationen zu Coronastationen. Heißt aber auch: Operationen müssen verschoben werden – wie zur Zeit in Chemnitz (Ampel rot!).

►In Dresden (384 Plätze belegt) sind noch 116 Betten bis zum roten Bereich frei, für Leipzig (167 belegt) hat das Ministerium ganz auf die rote Ampelfarbe verzichtet. Heißt: es wird nicht mit Engpässen gerechnet!

►Dramatischer: Von den 441 Corona-Intensivbetten in Sachsen waren am Freitag nur noch 40 frei! So sei das St. Georg mir sechs Corona-Intensivpatienten (die z.T. beatmet werden müssen) „ausgelastet“. Am Uniklinikum sind dagegen noch vier Intensivbetten frei, dann müsse ausgebaut werden. Auch das Helios-Klinikum habe „noch Reserven“.

Impffortschritt in den Bundesländern – Infografik