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Sandhausen schockt SCP ganz spät: Nürnbergs Kracher zementiert Aufstiegshoffnung

Nürnberg lässt in der 2. Bundesliga gegen Holstein Kiel viele Chancen liegen, aber ein Hammer Mitte der zweiten Hälfte macht alles klar. Der FCN pirscht sich damit an die Aufstiegsränge heran. Der SC Paderborn sieht im verregneten Sandhausen lange wie der sichere Sieger aus - bis die 93. Minute kommt.

Der 1. FC Nürnberg hat sich nach schwierigen Wochen im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Die Franken gewannen am 16. Spieltag gegen das zuletzt starke Holstein Kiel verdient mit 2:1 (1:0), bleiben in der Verfolgergruppe und haben vorerst nur zwei Punkte Rückstand auf den direkten Aufstiegsplatz zwei.

Nach starkem Saisonstart hatte Nürnberg drei der vergangenen vier Ligaspiele verloren, Manuel Schäffler (6.) brachte den Club nun aber schon früh in Führung. Vor leeren Rängen erhöhte Erik Shuranow (62.) mit einem spektakulären Tor in der zweiten Hälfte. Julian Korb (88.) gelang noch das Anschlusstor für die Störche. Kiel, mit zwei Siegen aus den vorangegangenen drei Spielen eigentlich im Aufwind, bewegt sich nun weiter in der Nähe der Abstiegsplätze.

Gleich der erste Torschuss der Gastgeber führte zum 1:0, Schäffler nutzte eine unübersichtliche Situation aus kurzer Distanz. Nürnberg blieb in der Folge das klar spielbestimmende Team und kam bis zur Pause zu weiteren Chancen. Ähnlich überlegen gestaltete die Mannschaft von Trainer Robert Klauß auch die zweite Hälfte, Shuranows Treffer per Gewaltschuss aus spitzem Winkel war die logische Folge.

Der SC Paderborn hat den Sprung auf Relegationsrang drei verpasst. Die Ostwestfalen kamen beim SV Sandhausen über ein 1:1 (1:0) nicht hinaus und sind seit fünf Spielen ungeschlagen. Marcel Mehlem (5.) erzielte das frühe Führungstor für die Gäste. In der 17. Minute scheiterte Pascal Testroet mit einem schwach geschossenen Handelfmeter an Torwart Jannik Huth und vergab die große Chance zum 1:1-Ausgleich. Bashkim Ajdini (90.+3) zeichnete dann für den späten Ausgleich verantwortlich.

Damit verfehlte der SCP auch den sechsten Dreier in einer Auswärtspartie in dieser Spielzeit. Dagegen ist der SVS zu Hause weiterhin ohne Sieg und bleibt schwächste Heimelf in der 2. Liga. Dem SCP fehlte im gelbgesperrten Sven Michel (13 Saisontore) und dem verletzten Felix Platte (sechs Treffer) ein starkes Offensivduo. Doch der frühe Führungstreffer brachte Selbstvertrauen in die Aktionen der Paderborner. Sandhausen tat sich schwer, die gute gestaffelte Abwehr der Gäste in Verlegenheit zu bringen. In der zweiten Halbzeit verstärkten die Gastgeber ihre Bemühungen und konnten ihr Offensivspiel verstärken. Die Belohnung war der Ausgleich.

Trotz zahlreicher Ausfälle hat Schlusslicht FC Ingolstadt ein Lebenszeichen von sich gegeben. Die durch mehrere Coronafälle dezimierten Schanzer erkämpften sich im Aufsteigerduell bei Hansa Rostock ein 1:1 (1:1). Mit jetzt sieben Punkten sind die Ingolstädter nach elf Spielen in Folge ohne Sieg weiter abgeschlagen. Rostock verpasste dagegen den dritten Sieg in den vergangenen fünf Spielen, bleibt aber mit 19 Zählern im Tabellenmittelfeld.

Zunächst erzielte Thomas Keller (41.) das zehnte Saisontor des Tabellenletzten, dann legte Hansa-Stürmer John Verhoek (49.) mit seinem zehnten Treffer der Spielzeit nach. Am Freitag hatte Ingolstadt bekannt gegeben, dass nach sieben positiven Coronatests insgesamt 15 Personen aus dem sportlichen Bereich von häuslicher Quarantäne betroffen seien.

Rostock startete vor 1000 Zuschauern stark und war der Führung nahe: Erst traf Verhoek den Pfosten (2.), dann landete ein abgefälschter Schuss von Calogero Rizzuto an der Unterkante der Latte, der Ball sprang auf der Torlinie auf (3.). Doch diese frühe Dominanz hielt Hansa nicht durch, der Offensivdrang ließ nach. Das 0:1 fiel dennoch überraschend: Keller zirkelte einen Freistoß aus etwa 25 Metern in den Winkel. Nach dem Seitenwechsel wiederholte sich der Schnellstart des Gastgebers, diesmal traf Verhoek per Kopf aber ins Netz.