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Schachprofi Elisabeth Pähtz: Vier Tage unter Verdacht

Wer des Betrugs überführt wird, ist als Schachprofi erledigt. Vier Tage lang musste Elisabeth Pähtz ertragen, auf diversen Kanälen als Betrügerin beschimpft zu werden. Am vergangenen Samstag hat der Internetserver Lichess den Account der besten deutschen Schachspielerin mitten in einem Online-Turnier gesperrt. Fast immer steckt in solchen Fällen dahinter, dass mit Computerunterstützung gespielt wurde. Experten begannen die Züge von „Elisabeth Paehtz85“, so der Nutzername, zu analysieren. Es waren nicht die soliden Systeme, die man sonst von ihr kannte. Geniale und unsinnige Züge wechselten einander ab. Die meisten kamen zum Schluss, dass die Partien der Lichess Blitz Titled Arena so nicht von ihr gespielt worden sein können.

Am Mittwoch bestätigte das Fairplay Panel des Weltschachbunds, dass es die Vorwürfe geprüft habe und dass Pähtz bei der Schacholympiade, bei der die deutsche Auswahl an diesem Freitag einsteigt, antreten dürfe. Vorher hatte das Panel Spieler aus Brunei, Hongkong, Mali und Nicaragua aus dem erstmals online ausgetragenen Nationenturnier verbannt.

Nach der Freigabe gab der Deutsche Schachbund Pähtz freie Hand, sich öffentlich zu äußern. In ihrem Statement bestätigt sie: „Ohne mein Wissen hatte ein Mitglied meines Teams, der bereits Zugang zu meinem Youtube-Kanal hatte, auch Zugang zu meinem offiziellen Lichess-Account erhalten. Im Glauben, meinem Online-Profil und meiner Marke zu helfen, spielte er mehrfach auf meinem Account.“

Am Abend des Turniers war sie mit Freunden in Paris unterwegs und auch am Tag davor, als von ihrem Lichess-Account aus Aghiad Mero, ein junger Spieler aus Bahrein, im Chat zu lesen bekam, „warum müssen alle Araber hier betrügen?“ Bei Mero hat sich Pähtz bereits am Montag entschuldigt und erklärt, dass der Ausfall nicht von ihr kam, sondern ein Helfer Zugang zu ihrem Account hatte. Der Name ihres Helfers ist der Redaktion bekannt. Er bleibt hier ungenannt auf Wunsch von Pähtz und weil die rassistische Äußerung von Dritten geäußert worden sein könnte, denen er ebenfalls Zugang zu ihrem Account gab.

„Ich hoffe, das dient nicht nur mir als Lektion, sondern allen Profikollegen, die ihrem Team vielleicht zu sehr vertrauen“, schreibt Pähtz. „Mein Verbrechen war Naivität und denen zu trauen, die ich für loyale Freunde und Helfer hielt.“ Seit Schachprofis wie sie fast nur noch online ein Einkommen finden, brauchen sie mehr technische Unterstützung denn je. Ihr vertrauensbrüchiger Helfer stand ihr beim Online-Vertrieb, der Erstellung von Videos und beim Streamen auf der Plattform Twitch zur Seite.

So sehen Videos und Eröffnungszüge von Elisabeth Pähtz aus. Beim Lichess-Turnier und dem vermeintlichen Entlastungsvideo war alles anders.

Am Tag nach ihrer Sperre auf Lichess tauchte auf ihrem Youtube-Kanal eine Aufzeichnung ihrer Partien aus dem besagten Online-Turnier auf. Ein dazugestellter Text in leicht fehlerhaftem Englisch behauptete, ihre Unschuld zu belegen. Das Video, auf dem Pähtz anders als bei sonstigen Aufnahmen selbst weder zu sehen noch zu hören war, hat sie inzwischen vom Netz genommen und ihre Passwörter neu eingerichtet.

Ob und wie sie auf Youtube und Twitch weitermache, will sie, zumal sie bisher kaum Geld damit verdient habe, erst nach der Schacholympiade und dem am Sonntag in Magdeburg beginnenden German Masters entscheiden. Zu sehr beschäftigen die 35 Jahre alte Erfurterin noch die Vorgänge der vergangenen Tage. „Extrem enttäuscht hat mich, wie viele meiner Kollegen mich sofort verurteilt haben, ohne mit mir gesprochen zu haben.“

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