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Schalke-Abstieg fix: Asamoah weint im Live-TV – Thomalla übt emotionale Kritik am Klub

Bielefeld -

Königsblaue Schock-Starre, der halbe Ruhrpott in tiefer Trauer – und viele Tränen auf dem Rasen. Der 20. April 2021 wird den Fans des FC Schalke 04 als einer der dunkelsten Tage der Gelsenkirchener Klubhistorie in Erinnerung bleiben. Denn um 22:22 Uhr herrschte am Dienstagabend Gewissheit: Nach dem 0:1 bei Arminia Bielefeld sind die Schalker nach 30 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit abgestiegen.

Für die Königsblauen ist es der vierte Absturz in die Zweitklassigkeit. Die verbleibenden vier Bundesliga-Spieltage werden zur bitteren Abschiedstournee. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt 13 Zähler, nur noch zwölf kann Schalke im besten Fall holen.

„Wir wussten, was auf uns zukommt. Wenn man jetzt merkt, es ist vorbei, das ist brutal. Es ist hart“, sagte ein tieftrauriger Schalker Team-Manager Gerald Asamoah (42) unter Tränen. „Wir haben alle enttäuscht. Da muss sich jeder hinterfragen.“ Sportboss Peter Knäbel (54) ergänzte sichtlich betroffen: „Es tut ungemein weh.“ Der Klub twitterte auf seinem offiziellen Kanal: „Tut doch mehr weh als erwartet. Scheiße.“

„Die Punkte waren wichtig für uns. Es tut mir für Schalke natürlich leid. Aber das ist so ein großer Klub, die werden irgendwann wieder Bundesliga spielen“, meinte Bielefelds Manuel Prietl (29).

FC Schalke 04 steigt zum vierten Mal aus der Bundesliga ab

Doch nicht nur der Abstieg bereitet den Fans der Königsblauen Sorgen – denn der war schon seit Wochen abzusehen. Vielmehr blicken der FC Schalke 04 und Coach Dimitrios Grammozis (42) auch in eine äußerst ungewisse Zukunft.

Dem auch finanziell schwer angeschlagenen Traditionsklub steht ein kompletter Neuanfang bevor, der Kader wird in der kommenden Saison ein komplett neues Gesicht haben. Die gefloppten Rettungs-Transfers Klaas-Jan Huntelaar (37), Sead Kolasinac (27) und Shkodran Mustafi (29) dürften allesamt den Abflug machen – dasselbe gilt für Nationalspieler und Leistungsträger wie Suat Serdar (24) oder Amine Harit (23).

Benjamin Stambouli enttäuscht nach dem Spiel

Enttäuschung pur: Für Benjamin Stambouli und den FC Schalke 04 steht am Ende der Saison der bittere gang in die Zweite Liga an.

Geld für Neuverpflichtungen ist knapp, dabei muss für Schalke der direkte Wiederaufstieg das klare Ziel sein. Und wie sehr sich abgestürzte Traditionsvereine in der 2. Bundesliga mitunter tun, zeigte zuletzt nicht nur der ehemalige Bundesliga-Dino Hamburger SV.

Arminia Bielefeld hat Bundesliga-Klassenerhalt in eigener Hand

Riesiger und befreiender Jubel derweil bei den Bielefeldern. Unter Neu-Coach Frank Kramer (48) haben sich die Ostwestfalen mit zwölf Zählern aus acht Partien kontinuierlich aus dem Keller gearbeitet, rangieren nun auf dem 14. Tabellenplatz und haben vorübergehend vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.

Torjäger Fabian Klos (33) war bei den Arminen der umjubelte Held. Der Kapitän versenkte in der 50. Minute einen wuchtigen Schuss in den Schalker Maschen.

Die Spieler von Arminia Bielefeld jubeln

Erlösender Jubel: Die Spieler von Arminia Bielefeld feiern Torschütze Fabian Klos (verdeckt) für seinen 1:0-Treffer gegen den FC Schalke 04. Die Arminia hat den Klassenerhalt in der Bundesliga weiter in eigener Hand.

Foto:

imago images/Ulrich Hufnagel

Dann wurde es aber noch einmal kribbelig: Erst sah Abwehr-Jungspund Malick Thiaw (19) bei den Gelsenkirchenern nach unbeholfenem Einsteigen die Gelb-Rote Karte (71.). Dann gab Schiedsrichter Christian Dingert (40) in der 80. Minute Elfmeter für Bielefeld – doch Klos scheiterte an Schalke-Keeper Ralf Fährmann (32)! Beim erfolgreichen Nachschuss stand Klos dann im Abseits, der Treffer zählte nicht. „Mir ist es egal, wie das Spiel bei uns aussieht, solange wir drei Punkte mitnehmen“, sagte der erleichterte Matchwinner.

Denn am Ende zitterten die Gastgeber den knappen Vorsprung ins Ziel – und sorgten auf der Gegenseite für große Trauer und Bestürzung bei den Schalker Absteigern.

Sophia Thomalla schießt gegen FC Schalke 04

Derweil meldete sich auch Model Sophia Thomalla (31) zu Wort. Sie veröffentlichte auf ihrem Instagram-Kanal ein Foto des verstorbenen Ex-Schalke-Managers Rudi Assauer (†74). Der hatte einst über den Wett-Skandal um Ex-Referee Robert Hoyzer (41) gesagt: „Wenn der Schnee geschmolzen ist, siehst du, wo die Kacke liegt.“

Nun verwendete Thomalla – die aufgrund der Beziehung ihrer Mutter Simone Thomalla (56) zum langjährigen Schalke-Macher ein enges Verhältnis zu Assauer hatte – den Spruch ganz offensichtlich, um die Verantwortlichen und Spieler der Schalker nach dem Abstieg zu kritisieren. Ihre Aussage könnte auch so verstanden werden: „Ihr habt Rudis Lebenswerk ruiniert!“

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