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Schnelltests bei Staatsanwälten: Wieder Corona-Verdacht bei Mafia-Prozess

Ein Mitglied der Duisburger Staatsanwalt hat Kontakt zu einem Polizisten, der positiv auf das Coronavirus getestet wird. Mitten in der Verhandlung gegen die 'Ndrangheta wird er darüber telefonisch informiert und verlässt den Saal. Schon beim Auftakt verzögerte sich der Prozess wegen eines Coronafalls.

Der Prozess gegen 14 Mitglieder und Unterstützer der kalabrischen Mafiagruppierung 'Ndrangheta vor dem Landgericht Duisburg ist entgegen der Forderung der Verteidigung nicht erneut unterbrochen worden. Alle drei Vertreter der Staatsanwaltschaft unterzogen sich laut dem Vorsitzenden Richter Jens Luge einem Corona-Schnelltest, nachdem bekannt geworden war, dass einer der Staatsanwälte mit einem mittlerweile positiv auf das Coronavirus getesteten Polizisten Kontakt hatte. Der Test sei bei allen negativ ausgefallen. Somit konnte das Mammutverfahren im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts Düsseldorf wie geplant mit der Verlesung der Anklageschrift fortgesetzt werden.

Einer der drei Staatsanwälte soll in der vergangenen Woche mit einem mittlerweile positiv auf das Coronavirus getesteten Polizisten in einem Auto gesessen haben, worüber er während der zweiten Sitzung telefonisch informiert wurde. Der Jurist verließ daraufhin den Gerichtssaal. Ein Verteidiger forderte eine Unterbrechung des Prozesses, über die die Kammer mehrere Stunden lang beratschlagte. Die Verlesung der Anklageschrift verschob sich somit auf den späten Nachmittag.

"Keinerlei Symptome"

Zunächst hatte die Kammer mitgeteilt, dass der betroffene Staatsanwalt mit einem infizierten Polizisten bei einer Durchsuchung gewesen sei. Auf Nachfrage eines Verteidigers hin präzisierte einer der Richter, dass der Staatsanwalt mit dem Polizisten gemeinsam in einem Auto gefahren sei. Der Staatsanwalt zeige "keinerlei Symptome" und stelle daher keine Gefahr dar, sagte der Vorsitzende Richter Jens Luge. Seitens der Verteidiger hagelte es daraufhin Kritik an der Vorgehensweise des Gerichts.

Bereits zum Prozessauftakt vor zwei Wochen hatte die Verhandlung wegen eines Coronafalls unterbrochen werden müssen, weil der Angeklagte Halil B. Kontakt zu seiner an dem Virus erkrankten Mutter gehabt hatte. B. musste sich trotz eines negativ ausgefallenen Coronatests für zwei Wochen in Quarantäne begeben.

Die 14 Angeklagten müssen sich wegen Drogenhandels mit insgesamt 680 Kilogramm Kokain verantworten. Außerdem werden ihnen die Bildung und Unterstützung einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche, Betrug, Steuerhinterziehung und Verstöße gegen das Waffengesetz vorgeworfen.

Acht Angeklagte befinden sich derzeit in Untersuchungshaft in nordrhein-westfälischen Justizvollzugsanstalten. Bei den 14 Beschuldigten handelt es sich um deutsche, türkische, italienische, niederländische, marokkanische und portugiesische Staatsbürger. Dolmetscher übersetzen den Prozess ins Italienische, ins Türkische und ins Niederländische. Für das Mammutverfahren sind bisher 91 Verhandlungstage bis Ende kommenden Jahres angesetzt.

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