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Schutz vor Hochwaser: Erpe in Altenhasungen renaturiert

Die Erpe umspült eine kleine Insel: Am südöstlichen Rand Altenhasungens wurde der Hochwasserschutz an der Erpe verbessert.

Erst das Mühlenwasser in Wolfhagen, dann der Georgengraben in Ippinghausen und nun die Erpe in Altenhasungen: Beim Hochwasserschutz hat sich die Stadt in diesem Sommer mächtig ins Zeug gelegt.

Altenhasungen - Vor wenigen Tagen kamen auch die Arbeiten an der Erpe zum Abschluss, die Mitte Juni aufgenommen worden waren. Dort hatte die Kommune bereits vor einigen Jahren tüchtig in den Hochwasserschutz investiert. Allerdings fehlte ein Stück von gut 220 Metern Länge, einige private Landbesitzer hatten damals gezögert. Erst ein heftiges Sommergewitter wenige Wochen nach Abschluss des Projekts vor fünf Jahren und das Erleben, dass die Auenaufweitung auch tatsächlich vor Hochwasser schützen kann, überzeugte die übrigen Altenhasunger. „Die Anwohner kamen auf die Stadt zu“, sagt Stephan Schmidt, der sich im Wolfhager Rathaus um alle Fragen rund um den Gewässerschutz kümmert.

Gemeinsam einigten sich Flächeneigentümer und die Kommune auf einen Plan, der alle Ansprüche berücksichtigte, aber dennoch die Inanspruchnahme der 95-prozentigen Förderung ermöglichte. Einigen der Anwohner sei es wichtig gewesen, dass sie auch weiterhin die gewässernahen Flächen mit dem Rasenmäher bearbeiten können und der Gartencharakter erhalten bleibe, sagt Schmidt. Wieder andere hätten mehr Zugeständnisse an die Natur gemacht und ihr mehr Raum geben wollen. Und so konnte westlich der kleinen Holzbrücke bei der Firma Hammerlindl sogar eine Insel in den Bach modelliert werden.

Die Firma Hake aus Beverungen weitete das bestehende Gewässer auf und flachte die Ufer ab. Das habe den Effekt, dass der Bach nun mehr Volumen aufnehmen könne, sagt Schmidt. Gleichzeitig habe die Stadt den im Zuge der Arbeiten entdeckten Müll und Bauschutt entsorgt. Ein Schwerpunkt des Projekts, das mit Kosten von 200 000 Euro veranschlagt ist, war die Brücke, über die die Heerstraße führt. Sie war, wie zuvor alle Brücken, bei Hochwasser ein Nadelöhr, an dem Äste, Rasenabschnitt und Unrat den Abfluss des Wassers verhinderten. „Dort haben wir das Bachbett massiv aufgeweitet und Platz geschaffen“, sagt Schmidt. Mit Hessen Mobil habe die Stadt vereinbart, dass im Falle einer Brückenerneuerung – möglicherweise schon im kommenden Jahr – das Bauwerk einen größeren Querschnitt erhält.

Die Maßnahmen in Altenhasungen würden die Menschen vor einem Hochwasser der Größenordnung schützen, wie es statistisch gesehen nur alle 50 Jahre vorkommt, sagt Rathausmitarbeiter Schmidt. Damit habe die Stadt in allen Ortsteilen, in denen es erforderlich war, in den Schutz vor Überschwemmungen investiert.

Handlungsbedarf sieht der Gewässerexperte nun noch im Bereich Renaturierung. Mit dem Abbau von Wehren ließe sich die Durchgängigkeit der Bäche verbessern, die Auen ließen sich aufwerten, indem breitere Abschnitte der Natur zugeschlagen werden und Landwirte ihre Felder nicht unmittelbar bis zur Gewässerkante bewirtschaften. Wenn es gelinge, an mehreren Stellen auf dem Gebiet der Stadt solche Pufferzonen zu schaffen, in denen neue Lebensräume entstehen und der Artenreichtum zunimmt, wäre das ein wertvoller Beitrag für die Natur. Letztlich sei die Vergrößerung der Bachauen auch Hochwasserschutz.

Von Antje Thon

Wurde deutlich ausgeweitet: Der Bachabschnitt vor der Brücke, über die die Heerstraße führt. Stephan Schmidt von der Stadt Wolfhagen hat die Arbeiten koordiniert.

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