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Germany

Sein Platz war über 40 Jahre lang die Orgelbank

Ein Organist geht in den Ruhestand: Ludwig Ising aus Rittershausen (Zweiter von rechts) gibt nach über 40 Jahren seinen Platz an der Orgel auf. Verabschiedet wurde er von (von links) Erwin Hemm, Melanie Korbmann, Theresia Ising und Pfarrer Klaus König. Foto: Hannelore Grimm

Nach dem Gottesdienst am ersten Adventssonntag endete für Ludwig Ising sein über 40-jähriger Dienst als  Organist. Pfarrer Klaus König würdigte im Anschluss an die kirchliche Feier zum ersten Sonntag im neuen Kirchenjahr das Wirken des Rittershäusers. In seinen Dankesworten an den Organisten,der wie er sagte mit Gelassenheit und Humor seinen Dienst für die Kirche getan hat, erinnerte der Geistliche auch daran, mit wievielen seiner Amtskollegen Ludwig Ising in den vergangenen vier Jahrzehnten gut zusammen harmoniert hat.

Ludwig Ising war, wie Pfarrer König ausführte, in der gesamten Pfarreiengemeinschaft "Zu den Schutzengeln im Gau" im Einsatz. Und wie der Geistliche folgerte, sei der Organist durch seine Tätigkeit in der Großgemeinde sicher bekannter als  Bürgermeister Bernhard Rhein.

Zum Abschied schenkte Pfarrer König dem scheidenden Organisten eine Figur der Heiligen Cäcilia. Die Patronin der Kirchenmusik ist eine frühchristliche römische Märtyrerin des dritten Jahrhunderts die seit dem 5. Jahrhundert als Heilige verehrt wird, so der Geistliche.

Von Kirchenpfleger Erwin Hemm bekam Ludwig Ising für seine Verdienste die Ehrennadel der Diözese Würzburg überreicht. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Melanie Korbmann unterstrich mit einem Blumenstrauß ihren Dank an die Frau des Organisten, Theresia Ising. Sie musste laut Korbmann über lange Zeit hinweg an Sonn-, Feier-und Werktagen auf ihren Mann verzichten und sich oftmals alleine um die häuslichen Belange kümmern.

Ludwig Ising, der allgemein als beliebt gilt, gab den Kirchenbesuchern einen Rückblick über seinen Werdegang als Organist. Sichtlich bewegt schilderte der 85-jährige, wie er nach den Versuchen auf seiner Heimorgel begonnen hat, auf einer Kirchenorgel zu spielen. Dabei hatte er, wie er sagt "keine Ahnung vom Orgelspielen."

Aus Freude an der kirchlichen Musik absolvierte er, neben seinen familiären und beruflichen Aufgaben als Landwirt, in Würzburg eine Ausbildung, die er mit der D-Prüfung abschloss.

Im Laufe von über 40 Jahren war sein Platz nicht nur an der Orgel in der Kirche St.Matthäus in seinem Heimatort. In rund 30 Orten ringsum hat Ising den Gesang der Kirchenbesucher an der Orgel begleitet.

Isings Dank galt nicht zuletzt Simon Hemm: Dem junge Rittershäuser, der auch an diesem Sonntag an der Orgel saß und der ihn, wie er sagte, in den vergangenen Jahren unterstützt hat, überlässt Ludwig Ising nun seinen Platz.

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