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SEK stürmt wegen vermeintlicher Bedrohungslage eine Wohnung an der Durlacher Straße in Pforzheim

Pforzheim. Drei dunkle Kleinbusse mit Göppinger Nummernschild und davor ein Streifenwagen der Pforzheimer Polizei parken am Samstag gegen 1.30 Uhr am unteren Ende der Berliner Straße. Das sieht nach einer heiklen Angelegenheit aus, von der jedoch in den Tagen der allgegenwärtigen Corona-Isolation und zu dieser frühen Zeit nur sehr wenige Passanten und Autofahrer etwas mitbekommen. Nur ein junger, ums Eck an der Durlacher Straße wohnender Mann hat kurz nach der Ankunft des Spezialeinsatzkommandos (SEK) ganz genau erfahren, warum die Polizisten vor Ort Schutzkleidung angelegt und Waffen schussbereit gemacht haben.

Die SEK-Beamten standen nämlich wenige Minuten nach der Ankunft an der Berliner Straße in seiner Wohnung. Die Pforzheimer Polizei musste nach Informationen davon ausgehen, dass der Mann eine scharfe Schusswaffe besitzt – ohne den dazugehörigen Waffenschein. Um der Bedrohungslage optimal begegnen zu können, sollte das SEK die Entwaffnung übernehmen. Nach der Türöffnung kam es jedoch zu keinen Tumulten oder gefährlichen Situationen. Der verblüffte Mann ließ sich wohl auch angesichts der geballten Präsenz der vermummten Beamten widerstandslos festnehmen und aufs Polizeirevier Nord bringen.

Dort verblieb er aber nicht lange, denn in seiner Wohnung wurden nur zwei Softair-Waffen gefunden, im Grunde nichts anderes als vergleichsweise harmlose Kügelchen verschießendes Spielzeug für Waffennarren. Gefährlich ist daran nur, dass manche Softair-Waffen täuschend echt aussehen, was zu brenzligen Situationen führen kann, wenn zum Beispiel damit Polizisten im Einsatz bedroht werden. Da sonst nichts gegen den Mann vorlag und schon gar kein eklatanter Verstoß gegen das Waffengesetz erkennbar war, durfte er wieder nach Hause entlassen werden.

Für das SEK hieß es dann nur aufräumen, einpacken und zurück in die Polizeikaserne fahren und auf den nächsten Einsatz warten.

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