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Sicherheitslücken bei WLAN-Routern entdeckt - Einige Hersteller reagieren

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Ein WLAN-Router auf einem Schreibtisch.
WLAN-Router verschiedener Hersteller wurden auf ihre Sicherheit getestet. (Symbolbild) © Christin Klose/dpa

Die Sicherheit im Internet kann durch verschiedene Fallen beeinträchtigt werden. Tests von WLAN-Routern zeigen, dass es auch hier einige Sicherheitslücken gibt.

München - Datenklau, Hackerangriffe und Phishing-Mails: Beim Surfen im Internet gibt es einige Fallen, die die Sicherheit der Nutzer gefährden. Doch die spielt gerade in Zeiten von Homeoffice eine wichtige Rolle. Ein großes Problem: ein unsicherer WLAN-Router. Tests zeigen, dass es bei einigen Modellen noch viel Luft nach oben gibt.

Ein Sicherheitstest des Magazins Chip in Zusammenarbeit mit der Firma IoT Inspector untersuchte die Vertrauenswürdigkeit neun beliebter WLAN-Router. Das Ergebnis: Etliche Router wiesen Sicherheitslücken auf. Um die Sicherheit der Router zu überprüfen, führte IoT Inspector automatisierte Tests über eine Cloud durch, die innerhalb weniger Minuten mögliche Sicherheitslücken aufdeckten. Gesucht wurde zum Beispiel nach Standard-Passwörtern und bekannten Lücken.

Insgesamt entdeckten die Tester 226 Sicherheitslücken, von denen einige aber Fehlalarme waren, wie das Magazin zugestand. Am meisten Lücken wies das Modell AX6000 Archer von TP-Link auf. Am besten schnitt dagegen AVM mit seinen Fritz!Boxen 7590 AX und 7530 AX ab. Auch bei anderen Tests gehören diese Modelle zu den Testsiegern.

Zu den häufigsten Problemen der Router gehörten veralte Kernel - hier war kein Hersteller auf dem neuesten Stand - und eine veraltete Software. Außerdem sind manche Zusatzdienste der Hersteller, wie Multi-Media-Dienste und VPN anfällig für Sicherheitslücken. Viele Router wiesen außerdem noch voreingestellte Passwörter auf, die leicht zu haken sind. Einige der Hersteller reagierten inzwischen auf die Tests und erklärten Chip, dass sie neue Firmware-Updates veröffentlichen werden.

Verbraucherinnen und Verbraucher sind aber nicht nur auf die Hersteller angewiesen, um ihre Sicherheit im Netz zu steigern. Florian Lukavsky, Technischer Leiter von IoT Inspector, empfiehlt deshalb, Standard-Passwörter unbedingt zu ändern. Außerdem sollten automatische Firmware-Updates aktiviert werden und die stärkste Verschlüsselung im Funknetz gewählt werden. „Klemmt man dann noch unnötige Router-Funktionen ab, ist man schon einmal grundlegend gegen Angriffe geschützt“, erklärt der IT-Experte. (sf)

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