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So ging es auf der N26-Mitarbeiterversammlung zu

Etwa 50 Mitarbeiter kamen am Donnerstag im Hofbräu an der Karl-Liebknecht-Straße zusammen.Finance Forward

Normalerweise feiern hier auf den Holzbänken tagtäglich angetrunkene Touristen. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie geht es ruhiger zu. Am Donnerstagnachmittag änderte sich das Bild im Berliner Hofbräu mal wieder: Etwa 50 Mitarbeiter der Smartphone-Bank N26 trudelten ab dem Mittag ein. Ein Sonnenschirm der Gewerkschaft Verdi und ein Schild machten deutlich, dass es heute weder Bier noch Musik geben würde.

Denn in der Halle fand am Donnerstag eine für die Fintechszene historische Versammlung statt: Hinter verschlossenen Türen berieten die Start-up-Mitarbeiter eineinhalb Stunden lang und bestimmten einen Wahlvorstand für das Unternehmen – der erste Schritt, um einen Betriebsrat zu gründen.

Es ist das vorläufige Ende einer turbulenten Woche für Deutschlands Vorzeige-Fintech N26, das mit 1500 Mitarbeitern und mehr als fünf Millionen Kunden zu den wichtigsten europäischen Start-ups gehört. Erst am Montag vor einer Woche war ein interner Konflikt an die Öffentlichkeit gedrungen: Eine Gruppe von Mitarbeitern hatte in einem Brief angekündigt, Betriebsratswahlen anstoßen zu wollen. Das Vertrauen in das Management sei „auf einem historischen Tiefstand“, hieß in dem Schreiben.

Die N26-Gründer machten schnell deutlich, was sie davon hielten. Per Gericht versuchten sie zudem, die Versammlung für die Bestimmung eines Wahlvorstands zu stoppen – letztlich ohne Erfolg. Sie beriefen sich auf ein angeblich fehlendes Hygienekonzept am Veranstaltungsort. Gleichzeitig versuchten sie, im Unternehmen für eine alternative Mitarbeitervertretung zu werben – ein Meeting zu diesem Thema wurde gleichzeitig zur Versammlung der Mitarbeiter im Hofbräu angesetzt.

Als Reaktion auf die Berichte von Finance Forward über das Vorgehen der Bank hagelte es Kritik an N26, etwa von der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken. Internationale Medien berichteten über den Fall.

Mittlerweile hat das Start-up Details zu seinem Gegenvorschlag veröffentlicht – zudem versucht die Unternehmensführung vor Gericht weiter, die nächste Versammlung zu kippen. Am heutigen Freitag soll der Wahlvorstand für eine weitere N26-Gesellschaft bestimmt werden. N26 beruft sich wiederum auf ein fehlendes Hygienekonzept.

Was passierte in der Halle und wie reagiert das Management? Das lesen Sie heute auf Finance Forward, dem neuen Finanzportal von Capital und OMR. Für den täglichen Newsletter können Sie sich hier anmelden.

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