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Söder gegen Laschet: Kanzler-Streit entschieden? CDU-Vorstand stimmt nach turbulenter Debatte ab

Armin Laschet und Markus Söder spalten die Union mit ihrem Anspruch auf die Kanzlerkandidatur.

Ist die K-Frage der Union beantwortet? Der CDU-Vorstand hat in einer komplexen nächtlichen Abstimmung gesprochen. Nun richten sich die Blicke auf Markus Söder. Der News-Ticker.

Update vom 20. April, 1.00 Uhr: Armin Laschet sieht den Kanzlerkandidaten-Streit nach der Marathon-Sitzung des CDU-Bundesvorstands offenbar als beendet an: Mit den Worten „mit aller Kraft werde ich mich jetzt für diese CDU einsetzen. Gute Nacht!“, verabschiedete er sich nach Informationen der Welt von den Teilnehmern der Online-Runde. Er nehme sich nichts des Gesagten „zu Herzen“. Auch ein Telefonat mit Söder habe Laschet angekündigt. Allerdings hatte sich der CDU-Chef auch in einer Pressekonferenz am Montag vergangener Woche allem Anschein nach bereits als Sieger des Ringens gefühlt.

Laschet nun Sieger im Kanzler-Ringen mit Söder? CDU-Vorstand stimmt ab - letzte Bestätigung aus München steht noch aus

Update vom 20. April, 0.45 Uhr: Nach größeren Anlaufschwierigkeiten und stundenlangen Debatten hat der CDU-Vorstand womöglich doch noch eine Entscheidung über den Unions-Kanzlerkandidaten herbeigeführt: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat sich das Gremium in einer Online-Abstimmung recht eindeutig für Armin Laschet - und gegen Markus Söder - ausgesprochen: 31:9 für Laschet habe das Ergebnis gelautet, heißt es aus mehreren Quellen.

Damit könnte das gut eine Woche andauernde öffentliche Ringen beendet sein. Ob es wirklich so kommt, bleibt freilich abzuwarten: CSU-Chef Söder hatte am Montag zwar angekündigt, ein Votum der CDU nun zu akzeptieren, eine Bestätigung der CSU angesichts der bereits publik gewordenen Mehrheitsverhältnisse gab es aber zunächst nicht.

Offen ist auch noch, wie die CDU mit der im Laufe des Abends offenbar debattierten Einbindung der Kreisvorsitzenden umgeht. Eine entsprechende Konferenz war letztlich doch nicht angesetzt worden. Nach Informationen der dpa stimmten am Abend 29 stimmberechtigte Vorstandsmitglieder gegen den Vorschlag, 14 dafür. Begehrlichkeiten könnten dennoch geweckt worden sein. Eine weitere offene Frage: Welchen Preis wird die Union für die chaotische Kanzlerkandidaten-Kür zahlen?

Söder gegen Laschet: Kanzler-Entscheidung gefallen? CDU-Vorstand hat nun offenbar final votiert

Update vom 20. April, 0.33 Uhr: Ist die Kanzlerfrage der Union damit zu nachtschlafender Zeit entschieden? Der CDU-Bundesvorstand hat nach Informationen der Welt votiert - das Abstimmungsergebnis demnach: „31 Laschet, 9 Söder, 6 enthalten“. So twittert es jedenfalls Journalist Robin Alexander.

Auch die Nachrichtenagentur AFP bestätigt das Votum: In einer geheimen Digital-Abstimmung hätten 77,5 Prozent für Laschet und 22,5 Prozent der Teilnehmer aus dem CDU-Vorstand für CSU-Chef Markus Söder abgestimmt, meldet die Agentur unter Berufung auf Parteikreise.

Update vom 20. April, 0.25 Uhr: Weiterhin dringen die Beschlüsse der CDU-Runde in kürzester Zeit an die Öffentlichkeit: Eine zwischenzeitlich angedachte Kreisvorsitzenden-Konferenz zur Klärung der Stimmungslage an der Basis (siehe Update von 22.08 Uhr) sei nun vom Tisch, will die Bild erfahren haben.

Laschet-Söder-Ringen im CDU-Vorstand: Abstimmung wird zum Twitter-Gespött

Update vom 20. April, 0.20 Uhr: CDU-Chef Armin Laschet versucht offenbar, auf möglichst demokratischem Wege eine Entscheidung zur Kanzler-Frage herbeizuführen - doch es gibt massive Probleme: Unklarheit bestand nach Informationen der Bild zunächst darüber, ob Vorstandsmitglieder ohne Stimmrecht - wie Landesvorsitzende und Ministerpräsidenten - mitstimmen dürfen. Als nächstes taten sich Bedenken über eine digitale Abstimmung auf.

Kanzleramtschef Helge Braun soll gar eine Präsenz-Veranstaltung am Dienstag gefordert haben. Laschet hat nun wohl auf eine Online-Abstimmung noch heute Abend insistiert. „Es kann nicht sein, dass wir an einem technischen Digitalproblem scheitern“, soll er erklärt haben. Die schnell auf digitalem Wege an die Öffentlichkeit gedrungenen Schwierigkeiten sorgen beinahe in Echtzeit für massiven Spott - ebenso öffentlich über Twitter ausgetragen.

„Die Digitalisierung und die CDU werden keine Freunde mehr“, scherzte der FDP-Abgeordnete Christian Jung, „für mich keine echte Beteiligung, wenn nicht die Hochleistungsschlitzmaschine ‚OL 1000 plus‘ zum Einsatz kommt“, spöttelte SPD-Vize Kevin Kühnert. Selbst in der eigenen Partei sorgte die Lage für entnervte Reaktionen. „Man kann es sich auch wirklich selbst schwer machen“, ärgerte sich etwa der Thüringer CDU-Vorstandsmitglied Mike Mohring in dem Kurznachrichtendienst.

Union im Zwist: Schäuble und Brinkhaus für schnelle Entscheidung über K-Frage

Update vom 19. April, 23.58 Uhr: Kommt es noch zu einer Entscheidung oder nicht? Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus favorisieren zumindest ein rasches Ende des unionsinternen Kanzlerstreits. Laut dpa-Informationen soll sich Schäuble zudem erneut klar für Armin Laschet ausgesprochen haben. Er rate dringend dazu, noch in der laufenden Sitzung zu entscheiden. Brinkhaus betonte demnach, es brauche keine Hängepartie, sondern eine schnelle Entscheidung. Die Sitzung dauert nunmehr sechs Stunden an.

Update vom 19. April, 23.29 Uhr: Die digitale Unions-Sondersitzung zur K-Frage könnte sich dem Ende zuneigen. Aktuell stehen die letzten Wortmeldungen auf dem Programm. Unter anderem sollen Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Volker Bouffier, hessischer Ministerpräsident und bekennender Laschet-Fan, sprechen. Anschließend wird wohl tatsächlich noch eine Abstimmung gestartet - unter der Voraussetzung die Beteiligten werden sich einig über das Vorgehen.

Kanzler-Frage der Union: Laschet will Kontakt zu Basis suchen - ihr aber nicht die K-Frage überlassen

Update vom 19. April, 22.41 Uhr: Es scheint, als wolle Armin Laschet auf die Basis zugehen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur APA, wolle der CDU-Chef bald das Gespräch mit der Basis suchen. Eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur wolle er aber weiterhin noch am Abend im Vorstand fällen lassen und nicht etwa von einer Kreisvorsitzendenkonferenz. Das deutet darauf hin, dass der nordrhein-westfälische Ministerpräsident die Beantwortung der Kanzlerfrage nicht in die Hände der Basis legen wolle. Zuvor waren Berichte nach einer solchen Herangehensweise laut geworden (siehe Update um 22.08 Uhr).

Einige Redner hoben laut Teilnehmern hervor, dass sie selbst von Laschet überzeugt seien - dass in der Präferenz der Parteibasis aber Söder vorne liege. Dies könnte den Anstoß für Laschets Ankündigung gegeben haben, bald eine Kreisvorsitzendenkonferenz einzuberufen.

Armin Laschet will wohl weiterhin ein Votum des CDU-Bundesvorstands.

Laschet vs. Söder: Kommt es zur geheimen Abstimmung im CDU-Vorstand?

Update vom 19. April, 22.27 Uhr: Diese wohl schon jetzt historische Sondersitzung des CDU-Bundesvorstands scheint ihr nächstes Kapitel zu schreiben. Nach einer Meldung der Bild könnte es nun sogar zu einer geheimen Abstimmung innerhalb des Vorstands kommen. Wann und insbesondere wie ein solches Votum vonstattengehen solle, bleibt unklar. Womöglich hätte man ein solches Vorgehen bereits im Vorfeld vorbereiten müssen.

Abstimmungs-Showdown im Kanzler-Streit? Laschet verwirrt CDU-Vorstand mit Vorschlag

Update vom 19. April, 22.08 Uhr: Wird heute Abend noch eine Entscheidung im Kanzler-Streit getroffen? Nach Informationen der Welt will Armin Laschet an einem Votum des CDU-Bundesvorstands festhalten, hat mittlerweile allerdings auch von einer Kreisvorsitzenden-Konferenz gesprochen. Unter den Teilnehmern der digitalen Sondersitzung soll daraufhin Verwirrung entstanden sein.

Am Ende der heutigen Diskussion könne damit entweder geklärt werden, ob es zunächst eine Kreisvorsitzenden-Konferenz gebe und dann eine Abstimmung des Vorstandes. Alternativ könne es auch heute zum Votum kommen, ehe eine anschließende Kreisvorsitzenden-Konferenz angesetzt werden könnte. Diesen Plan solle Laschet präferieren. Das Gewicht des möglichen Votums bleibt damit unklar.

Einige Abgeordnete wie Hamburgs Landesvorsitzender Christoph Ploß hatten eine solche Kreisvorsitzenden-Konferenz bereits ins Spiel gebracht (siehe Update um 20.05 Uhr). Es gehe dabei darum, ein besseres Bild über die Stimmung an der Basis zu bekommen. Der stellvertretende rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Christian Baldauf hatte sich bereits vor der Sondersitzung für ein solches Prozedere ausgesprochen. Die Kreisvorsitzenden seien in der CDU Deutschland die wichtigsten Vertreter der Basis, sagte Baldauf. Es sei zudem kein Problem, eine solche Konferenz auch sehr kurzfristig einzuberufen.

Kanzlerfrage in der Union: Laschet erhält Unterstützung aus Baden-Württemberg

Update vom 19. April, 21.32 Uhr: Laschet hat wohl Unterstützung vom baden-württembergischen CDU-Vorsitzenden Thomas Strobl bekommen. In der digitalen Sondersitzung des CDU-Vorstands zur K-Frage berichtete Strobl nach dpa-Informationen von einem gemischten Bild in Baden-Württemberg. Es gebe Unternehmer, die für CSU-Chef Markus Söder seien. Und es gebe Menschen und Familienunternehmer, die ihn beknieten, Laschet zum Kanzlerkandidaten zu machen, sagte er. Die CDU-Abgeordneten aus dem Südwesten hatten sich in der Fraktionssitzung vergangene Woche mehrheitlich pro Söder positioniert.

Strobl betonte demnach außerdem, das baden-württembergische CDU-Präsidium unterstütze Laschet. Der CDU-Chef solle Bundeskanzler werden. Laschet sei kein Spalter, sondern jemand, der Menschen zusammenführe und unterschiedliche politische Meinungen integriere.

Update vom 19. April, 21.19 Uhr: Die Bekundungen pro Laschet werden offenbar stärker. So soll sich Mike Mohring, CDU-Vorstandsmitglied aus Thüringen, nach Informationen von Focus Online für den CDU-Chef ausgesprochen haben: „Wir müssen dem Parteichef die volle Rückendeckung geben”, sagte Mohring dem Bericht zufolge. Es sei richtig, dass der Parteivorsitzende nach der Kanzlerkandidatur greife. „Ich traue es Armin Laschet zu, und wir brauchen eine klare Entscheidung heute.” Brisant: Der Thüringer CDU-Landeschef Christian Hirte ergriff nach dpa-Informationen Partei für Markus Söder.

Laschet oder Söder? Entscheidende Abstimmung offenbar noch heute Abend

Update vom 19. April, 20.48 Uhr: In der Kanzlerfrage der Union kommt es offenbar tatsächlich zum Showdown per Votum. Nach Informationen von ntv soll noch am Abend über die K-Frage abgestimmt werden. Das Bild sei zwar nicht so sehr pro Söder wie von einigen Wortmeldungen propagiert. Dennoch könnte es knapp für Armin Laschet werden, wodurch die Aussagen Markus Söders vom Nachmittag noch einmal interessant werden könnten: „Wenn die CDU souverän eine klare Entscheidung trifft, dann werden wir das akzeptieren.“ Was eine „klare Entscheidung“ ist, ließ Söder offen.

Wann ein Ergebnis vorliegen wird, ist noch unklar. Offenbar könnte die digitale Sondersitzung noch bis Mitternacht andauern.

Warten auf das entscheidende Statement? Die CDU-Spitze hat ihre womöglich entscheidenden Beratungen zum weiteren Vorgehen im Machtkampf zwischen Laschet und Söder um die Kanzlerkandidatur aufgenommen.

Kanzler-Frage: Betonung der Basis - auch Altmaier ergreit offenbar Partei

Update vom 19. April, 20.22 Uhr: Immer wieder soll in den Wortmeldungen im Bundesvorstand die Rede von der Basis sein. Man müsse auf die Basis hören hatte etwa Julia Klöckner betont (siehe Update um 19.09 Uhr). Damit positionieren sich diese Stimmen indirekt für Markus Söder, auch wenn sie den CSU-Chef nicht wörtlich nennen. Denn Söder genießt im Vergleich zu Kontrahent Armin Laschet deutlich bessere Umfragewerte und kann auf die Unterstützung diverser Landesverbände setzen.

Auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich nach Informationen aus Teilnehmerkreisen in der Runde dafür ausgesprochen, in der K-Frage die Basis anzuhören.

Laschet oder Söder? CDU-Chef fordert Abstimmung noch an diesem Montag

Update vom 19. April, 20.05 Uhr: Stellt Armin Laschet die entscheidende Votumssfrage? Der CDU-Chef will offenbar noch am Montag eine Entscheidung des Bundesvorstands herbeiführen. In der Sitzung seien zuvor Forderungen nach einer Verschiebung der Entscheidung in die Bundestagsfraktion und an die Kreisvorsitzenden laut geworden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montagabend aus Teilnehmerkreisen. Laschet habe entgegnet: „Wir sollten heute entscheiden, wie wir es uns am Anfang vorgenommen haben.“

Hamburgs Landesvorsitzender Christoph Ploß forderte nach WDR-Informationen eine Kreisvorsitzenden-Konferenz, um ein besseres Bild über die Stimmung an der Basis zu bekommen.

Kanzler-Frage: Haseloff positioniert sich offenbar deutlich - „wir haben uns im Osten abgestimmt“

Update vom 19. April, 19.40 Uhr: Der Gegenwind für Armin Laschet wird offenbar stärker. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Söder-Befürworter, soll laut bild.de nun über ein klares Votum in den neuen Bundesländern berichtet haben: „Wir haben uns im Osten abgestimmt.“ Es gebe eine „klare Präferenz für Markus Söder“, soll Haseloff gesagt haben. Auch die Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass sich Haseloff deutlich gegen Laschet ausgesprochen habe. Laut Landesverband Brandenburg hätte es eine solche Abstimmung pro Söder allerdings nicht gegeben. In Mecklenburg-Vorpommern soll die Tendenz zudem eher in Richtung Laschet gehen.

Update vom 19. April, 19.31 Uhr: Wann fällt eine Entscheidung in der Kanzlerfrage? Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Entscheidung noch in der laufenden CDU-Vorstandssitzung gefordert. Präsidiumsmitglied Norbert Röttgen sprach sich demnach gegen eine Entscheidung noch am Abend aus. 

Kanzler-Debatte: Mächtige CDU-Stimmen mahnen offenbar - Basis müsse berücksichtigt werden

Update vom 19. April, 19.09 Uhr: Der CDU-Vorstand debattiert die Kanzler-Frage offenbar heiß: Es habe rund 40 Anträge auf Wortmeldungen gegeben, erzählte Teilnehmer der Runde der Nachrichtenagentur AFP. Insbesondere aus Nordrhein-Westfalen habe es dabei Bekundungen pro Laschet gegeben, etwa von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Gleichzeitig waren offenbar aber auch kritische Stimmen gegenüber dem CDU-Chef zu vernehmen. „Sind wir ehrlich, die Mehrheit an der Basis ist nicht für Armin Laschet“, soll Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther laut bild.de gesagt haben. Das ist insofern brisant, da sich Günther als einer der ersten CDU-Politiker für Laschet ausgesprochen hatte. Sein Ministerpräsidentenkollege sei insgesamt dennoch ein „hervorragender Kandidat“, heißt es und die Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein habe klar hinter Laschet gestanden.

CDU-Vize Julia Klöckner soll zudem betont haben, „die Basis“ im Blick haben zu wollen. Die Landwirtschaftsministerin hatte sich am Montag in ihrem Landesverband in Rheinland-Pfalz ein Meinungsbild verschafft. Dabei hätte es ein eindeutiges Meinungsbild für Söder gegeben - es sei aber kein Votum gewesen. Zuvor hatte sich Klöckner öffentlich für Laschet ausgesprochen. Den Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens halte Rheinland-Pfalz dennoch für einen geeigneten CDU-Chef.

K-Frage in der Union: AKK offenbar pro Laschet - Kritik an Söder

Update vom 19. April, 18.55 Uhr: Nach Informationen von bild.de hat Annegret Kramp-Karrenbauer im Bundesvorstand das Verhalten Markus Söders kritisiert. Laschets Vorgängerin an der CDU-Spitze habe erklärt, sie habe viele E-Mails von Unionsmitgliedern erhalten, in denen die Machtspiele des bayerischen Ministerpräsidenten „missbiligt“ wurden. Zudem soll sich die aktuelle Verteidigungsministerin hinter Laschet gestellt haben.

Kramp-Karrenbauer, stellte sich hinter eine Kanzlerkandidatur des NRW-Ministerpräsidenten. Auch sie plädierte für eine schnelle Entscheidung. Die Mitglieder des Vorstands hätten Führungsverantwortung, sagte sei nach Angaben aus Teilnehmerkreisen, wie die dpa berichtet. Europa schaue auf Deutschland - dafür würden eine starke Union und eine starke CDU gebraucht. Kramp-Karrenbauer kritisierte demnach Söder, weil er sich nicht an die Zusage gehalten habe, das Votum der CDU vom Montag vergangener Woche zu akzeptieren.

Update vom 19. April, 18.51 Uhr: Armin Laschet hat seine Kritiker offenbar dazu aufgefordert, aus der Deckung zu kommen. Er habe das Spitzengremium zu einer „offenen Debatte“ über die Frage ermutigt, wer Kanzlerkandidat der Union werden soll, hieß es von Teilnehmern am Montagabend gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Nach seiner Bekräftigung, als Kanzlerkandidat ins Rennen zu gehen, müssten nun die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Meinung sagen.

Kanzler-Streit in der Union: Laschet bekräftigt Kandidatur - und fordert Transparenz

Update vom 19. April, 18.36 Uhr: Armin Laschet hat offenbar erneut seine Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur betont. „Es geht um die besten Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen. Und ich bin bereit, für uns die Kandidatur zu übernehmen“, sagte Laschet am Montagabend nach Informationen der dpa in der digitalen Sondersitzung des CDU-Vorstands. Er wurde mit den Worten zitiert: „Nur wenn wir offen, ganz transparent sind, haben wir eine Chance, gestärkt in die nächsten Wochen und in den Wahlkampf zu gehen.“

K-Frage der Union: Showdown bahnt sich an - kommt es zur Abstimmung im CDU-Vorstand?

Update vom 19. April, 18.17 Uhr: Kommt es heute im CDU-Bundesvorstand noch zu einer Abstimmung über die Kanzlerkandidatur? Armin Laschet soll sich diesen Vorgang offenbar vorbehalten. „Ob es heute zu einer Abstimmung des Bundesvorstands kommt, wird der Verlauf der Sitzung zeigen“, hieß es am Montagabend aus Teilnehmerkreisen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Letzter Showdown im Kanzler-Streit? Laschets CDU am Ball - Söder-Mann warnt vor „politischem Selbstmord“

Update vom 19. April, 17.59 Uhr: In diesen Minuten beginnt die Sondersitzung des CDU-Bundesvorstands zur Kanzler-Frage. Aus Sicht des CDU-Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten muss dabei zwingend die Stimmung in der Unionsfraktion im Blick behalten werden. „Der CDU-Bundesvorstand wird heute eine weise Entscheidung treffen und die Stimmung in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit berücksichtigen“, betonte er am Montagnachmittag. „Alles andere wäre politischer Selbstmord.“ Der Abgeordnete aus Schwäbisch Hall/Hohenlohe hat sich bereits vor Tagen deutlich für Markus Söder ausgesprochen.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat in der K-Debatte unterdessen Führung bemängelt. „Führung erfordert zuweilen auch, gegen den Trend der Meinungsumfragen zu handeln und die Bevölkerung vom eingeschlagenen Weg erst zu überzeugen“, sagte Schäuble dem Tagesspiegel. Zwar wäre es eine „Verachtung des demokratischen Souveräns“, würde die Politik Umfragen ignorieren - aber Umfragen könnten Führung nicht ersetzen, erklärte Schäuble: „Demokratie geht nicht ohne Führung.“ Es sei Aufgabe der Politik, diese Balance immer wieder - auch in mühsamen Prozessen - zu finden. Schäuble sagte bereits deutlich, dass er Armin Laschet favorisiere. Offenbar hat er Laschet intern auch deutlich vor einem Zurückzucken gewarnt*.

Letzter Showdown im Kanzler-Streit? Söder spielt Laschets CDU Verantwortung zu - Entscheidung naht

Erstmeldung vom 19. April, 17.00 Uhr: Berlin - Wer tritt am 26. September als Kopf der Parteien bei der Bundestagswahl an? Während sich die SPD mit Olaf Scholz früh auf einen Kanzlerkandidaten festgelegt hat, zogen die Grünen am Montag (19. April) nach und präsentierten Annalena Baerbock. In der Union herrscht derweil nach wie vor Uneinigkeit. Armin Laschet oder Markus Söder? Wen schickt die CDU/CSU ins Rennen? Eine Entscheidung rückt offenbar näher - am Montagabend trifft sich der CDU-Vorstand zu einer möglicherweise entscheidenden Sitzung.

Laschet oder Söder: Machtkampf innerhalbd er Union - wer wird Kanzlerkandidat?

Eigentlich hätte die K-Frage bei den Unions-Parteien zwischen Ostern und Pfingsten geklärt werden sollen. Dann erklärte CSU-Chef Söder am 11. April, für eine Kandidatur bereitzustehen - schnell und heftig kam es zum schwesterparteilichen Machtkampf zwischen den Ministerpräsidenten der beiden bevölkerungsreichsten Bundesländer. Auf der einen Seite der erst im Januar zum CDU-Vorsitzenden* gewählte Laschet, auf der anderen der Herausforderer der bayerischen Schwesterpartei.

Söder erklärte nach Bekanntgabe seines Bestrebens, auch eine Entscheidung der größeren CDU für Laschet ohne Groll zu akzeptieren. Nachdem der Vorsitz der CDU klar pro Laschet votiert hatte, stützte sich der Franke dann allerdings auf die „Basis“ statt auf das „kleine Hinterzimmer“. Man müsse in die Bundestagsfraktion von CDU und CSU „hineinhorchen“ und auch die Stimmen aus den CDU-Landesverbänden sowie die Meinung in der Bevölkerung einbeziehen, erklärte er. Söder genießt im Vergleich zu seinem Kontrahenten deutlich bessere Umfragewerte*.

K-Frage der Union: Junge Union klar für Söder - auch Ministerpräsidenten eher pro CSU-Chef

CDU-Abgeordnete und mehrere CDU-Landesverbände favorisierten dann im Laufe der Woche öffentlich Söder als Kanzlerkandidaten. Nach einer schon jetzt historischen Unionsfraktionssitzung positionierten sich auch die CDU-Ministerpräsidenten für einen der beiden Kandidaten. Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt), Tobias Hans (Saarland) und Michael Kretschmer (Sachsen) sprachen sich für Söder aus, Daniel Günther (Schleswig-Holstein) und Volker Bouffier (Hessen) pro Laschet.

Das CSU-Präsidium stellt sich unterdessen ebenso hinter Söder wie die Junge Union. 14 von 18 JU-Landesverbänden sprachen sich mittlerweile für den 54-Jährigen aus - so auch Rheinland-Pfalz, wo eine für Dienstag geplante Sondersitzung mit Julia Klöckner nun auf den Montag vorgezogen wurde. Es geht dabei um ein Stimmungsbild des Landesverbandes. Klöckner, auch CDU-Bundesvize, hatte sich pro Laschet positioniert. Christian Baldauf*, Landtagsfraktionschef und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl am 14. März*, hat sich bisher nicht eindeutig festgelegt.

Laschet oder Söder? CDU-Bundesvorstand tagt am Montagabend - Entscheidung naht

Innerhalb der CDU/CSU gibt es also viele unterschiedliche Strömungen, was eine Einigung erschwert. Nichtsdestotrotz könnte die Entscheidung schon bald feststehen. Denn nach den Pressestatements der beiden Kandidaten wird am Montagabend um 18 Uhr der CDU-Bundesvorstand tagen. Laschet berief dafür eine Online-Sonderkonferenz ein. „Ich werde dem Bundesvorstand einen Vorschlag machen, wie wir jetzt sehr schnell die nicht geklärte Frage zwischen CDU und CSU auflösen“, kündigte der gebürtige Aachener an. Er hoffe, dass man dann „sehr schnell in dieser Woche“ zu Entscheidungen komme.

Wenn diese Entscheidung klar für Laschet ausfalle, werden Söder und die CSU* dies respektieren, ließ der bayerische Ministerpräsident verlauten. „Wenn die CDU souverän eine klare Entscheidung trifft, dann werden wir es akzeptieren“, sagte Söder in München. Die CDU sei die stärkere und größere der Schwestern, „nur sie kann entscheiden, ob die Breite da ist oder nicht“. Söder selbst erteilte Laschet eine Absage auf dessen Einladung zu dem Termin, er werde am Abend nicht erscheinen. Brisant könnte es dennoch werden. Denn „die Zeit ist reif“, wie Söder betonte. Wir halten Sie in diesem Ticker über alle wichtigen Entwicklungen in punkto K-Frage der Union auf dem Laufenden. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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