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"Sommerhaus der Stars" - Folge 5: "Eine Nase, die man gut brechen könnte"

Schlimmste verbale Entgleisungen, hinterfotzige Attacken und ein Mann, der die Strippen zieht: Im "Sommerhaus" herrscht ein Vielfrontenkrieg. Ein Pärchen verkraftet das nicht mehr und zieht in Folge 5 des "unterschätzten Formats" freiwillig die Reißleine.

"Ich begrüße sie nicht", sagt Andreas Robens über die Neuankömmlinge, Katzenberger-Mutter Iris Klein und "Papa Peter". Die Iris, so der "Hulk des Sommerhauses", sei eine "hinterhältige, verlogene Intrigantin", die "im Leben gar nichts erreicht hat" und sich nur auf den Rücken ihrer Töchter ausruhe.

Folge 5 im "Sommerhaus" ist ein Vielfrontenkrieg. Überall wird gezündelt, Menschen werden wegen kleinster Vergehen verbal gesteinigt, die Kriegstreiberei sogar öffentlich verkündet: "Ich gehe doch nicht zu 'ner Schießerei mit 'nem Messer!" Nachdem Diana und ihr Michael in Folge 4 geschasst wurden, meint man, mit Iris und ihrem Peter käme ein Paar ins Haus, das für Harmonie sorgt. Doch die beiden verbindet mit den Robens "eine Vorgeschichte", die Andreas "nicht entschuldigen kann". Die genauen Umstände erfährt der Zuschauer nicht. Irgendwas mit Malle, einem Restaurant und einem Prozess, der im Oktober beginne und über den der Andreas nicht reden will. Nur so viel: Der "Goodbye Deutschland"-Auswanderer hat Iris "öffentlich in Facebook" (…) als "fettes Schwein" und "Miss Piggy beleidigt" und die Iris hat daraufhin "dazu beigetragen", dass vom Andreas der "Insta-Traum zerstört ist".

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Diese phantastischen Vier haben es sehr schwer im Haus.

(Foto: TVNOW)

Die Neuen werden von den "hinterhältigen Pfeifen" (Zitat Lisha) Eva und Chris durchs Chalet geführt. Der Rundgang führt sofort zu Verdunklungen an der Front. Dorf-Sherlock Eilfeld wittert Gefahr, Eva könne Iris und Peter "ihre Meinung aufzwingen".

Alle gegen "Parasit" Eva

Natürlich weiß der Zuschauer, dass die Leutchen sich in einer Extremsituation befinden und der Schnitt dem Ganzen eine gewisse Dramaturgie verleiht, aber Menschen, die man vorher nicht kannte, will man jetzt erst recht nicht kennenlernen. Man kann mit unlauteren Mitteln kämpfen und dennoch Haltung bewahren, man kann aber auch verbal eskalieren. So sagt beispielsweise Lisha über "Parasit" Eva: "Das ist auch eine Nase, die man gut brechen könnte."

Der Wahnsinn steckt im Großen wie im Kleinen. Fortwährend regen sich Annemarie, Jenny und Lisha über Eva auf. Leute, die hinterm Rücken reden, echauffieren sich darüber, dass man hinterm Rücken redet. Man fragt sich: Merken die eigentlich noch was? Auch die Natur hat unter diesem Krieg zu leiden. Lisha hasst nämlich Schmetterlinge. Das seien "verkleidete Motten", sozusagen "Drag-Motten". Doch plötzlich wird die Kriegerin von ihrem eigenen Körper niedergestreckt: schlimme Periodenschmerzen und Krämpfe, vom Sprecher im Off nur salopp als "Frust im Uterus" bezeichnet. Derlei Schmerzen sind übrigens nichts, worüber man Witze reißen sollte.

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Halten den Druck nicht mehr aus und werfen das Handtuch: Henning und seine Denise.

(Foto: TVNOW)

Das Drama spitzt sich zu. Denise ist kriegsmüde, bricht das Spiel "Dusch-Karaoke" schon vorher ab: "Ich kann das nicht mehr! Ich bin am Limit! (…) Ich will zu meinem Kind!" Darauf Lisha: "Oh, nein, ihr seid solche Opfer!" Denise aber gibt offen zu, "das Format unterschätzt" und das Gefühl zu haben, zu "einem schlechten Menschen zu werden", (…) der "in Sachen reingezogen" wird.

"Don't fuck the Fuckers"

Den benetatou'schen Vorwurf "der Gruppierungen" bestätigen die Berliner Influencer, bevor sie freiwillig den Hort des Hasses verlassen. Es scheint auch, als wolle man sich partout nicht mit dem Influencer-Vorzeige-Pärchen Andrej und Jenny anlegen, aus Angst, Werbeaufträge könnten wegbrechen oder die Follower-Zahl schrumpfen. Auch herrlich Mangolds eigene Aussagen auf seinem Instagram-Profil: Vieles sei eine falsche Darstellung durch den Schnitt. So, wie er in diversen Szenen gezeigt würde, sei er gar nicht. Dazu bedeutungsschwangere Sätze wie: "Ich bin dankbar, dass ich gelernt habe, mein Ego und meine Emotionen zu kontrollieren."

Indes lässt das Traumpaar kein Fettnäpfchen aus, um dem Zuschauer die Fratze ihrer Gehässigkeit vor Augen zu führen. Eva ist böse, Eva ist "ekelhaft" oder, um es mit Lishas Worten zu sagen: "ein Stück Scheiße", eine "Missgeburt". Hinterfotzigkeit bestimmt das Geschehen. So interessiert es auch niemanden, dass die Platzhirsche das "Dusch-Karaoke"-Spiel gewinnen.

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Iris, die Frau, die von "Hulk" Robens als "Miss Piggy" bezeichnet wurde.

(Foto: TVNOW)

Man regt sich lieber weiter über Eva auf, "das peinliche Wesen (…) Alter, wie sie über mich quatscht, Alter!" So stehen auf der einen Seite Eva, Chris und das Ehepaar Klein und auf der anderen Mangolds Fähnchen im Wind. Chris möchte sich von dem Hass nicht einschüchtern lassen: "Don't fuck the Fuckers", lautet sein Kampfspruch, auch wenn Mangold nicht müde wird zu betonen, dass Eva ja nur "extrem neidisch auf" ihn und seine Jenny sei.

Es scheint, auch zwischen den Kleins und den Robens wird der Friedensvertrag noch lange nicht unterzeichnet - wohl auch, weil die eine Seite die andere "in der Bildzeitung als Pack bezeichnet hat". Dass Iris ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen hat, weiß sie; sie leide aber auch seit Jahren unter einem "schmerzhaften Lipödem".

"Der Dreck unter meinen Füßen"

Am Ende dieser rasanten Folge, in der hässliche Menschen, die sich für die Guten halten, viele hässliche Dinge sagen, brät Eva "für alle Rührei". Das passt aber der "elitären Sommerhausgesellschaft" auch wieder nicht. Denn eine "behinderte Bitch", die laut Annemarie "einfach Torf und mehr nicht ist" (…) und für Jenny "nicht mehr als der Dreck unter ihren Füßen", braucht nicht für alle am Herd stehen. Mangold und seine Perle scheinen der Lästereien einfach nicht müde zu werden.

Eva hofft, dass "die Zuschauer das alles sehen" und des Bachelors Maske fallen wird. Der aber palavert mit seinem überbordenden Ego: "Wenn ich durch etwas aufgefallen bin, dann durch Authentizität." Jenny fordert, die "unfassbar hohle" Eva solle bitte ihre "Fresse halten".

Einig sind sich die Youtuber und Influencer darin, in einer ganz "anderen Liga" zu sein als die Frau, die "ein Haufen Scheiße labert". Unweigerlich muss der Zuschauer an den T-Shirt-Spruch des zuvor abgeschossenen Michael denken: Namaste Bitches! Ihr seid so "real", (...) "Alter"!

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