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Spahn ordnet Testpflicht an und spricht von „besorgniserregender Steigerung der Infektionszahlen“

In Deutschland gibt es ab Samstag eine Corona-Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten. Das ordnete Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an. Dafür soll es insbesondere an den Flughäfen Teststationen geben, auch bei der Einreise mit Bahn oder Auto sollen Testmöglichkeiten bereitgestellt werden. Bereits jetzt gibt es die Möglichkeit für alle Einreisenden, sich binnen 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland kostenlos testen zu lassen.

„Mir ist sehr bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist“, so Spahn auf einer Pressekonferenz am Donnerstagvormittag in Berlin zu der Testpflicht. Allerdings aus seiner Sicht ein zumutbarer Eingriff. Es gelte, aufeinander aufzupassen und sich gegenseitig zu schützen. „Freiheit kommt immer auch mit Verantwortung, für mich selbst und für andere.

Bereits jetzt muss sich, wer aus Risikogebieten kommt, direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Möglich ist auch, stattdessen ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.

Meisten Staaten der Erde sind Risikogebiete

Als Risikogebiete eingestuft sind die meisten Staaten der Erde, auch die USA oder Brasilien. In der EU hat das Robert-Koch-Institut Luxemburg, die belgische Region Antwerpen und einige Regionen Nordspaniens als Risikogebiet ausgewiesen, ebenso mehrere europäische Staaten außerhalb der EU. Auch die vier türkischen Küstenprovinzen, für die keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts mehr gilt, sind weiterhin als Risikogebiete eingestuft.

Die Tests für Urlaubsrückkehrer sollen kostenlos bleiben, so Spahn. Er halte nichts von dem Standpunkt „wer sich den Urlaub leisten kann, könne sich auch den Test leisten“, so Spahn. Das stelle den solidarischen Ansatz im deutschen Gesundheitssystem infrage. Es sei eine große Stärke Deutschlands in der Coronakrise gewesen und bleibe es weiterhin, dass Tests kostenlos seien. Dabei gehe es um den Schutz derjenigen, die sich testen ließen – aber auch um den Schutz derjenigen, die angesteckt werden könnten.

Erstmals seit Mai hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag wieder über tausend Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Mit 1045 neuen Fällen stieg die Zahl insgesamt auf über 213.000. Spahn sprach von einer „besorgniserregenden Steigerung der Infektionszahlen“. Die gestiegenen Corona-Fallzahlen in Deutschland seien auch auf die Ausweitung der Tests zurückzuführen. Das sei auch gut, weil es helfe, Ansteckungsketten zu durchbrechen, sagte Spahn.

Die Grenze von 1000 an einem Tag galt beim RKI in der Vergangenheit als kritisch: Bei mehr Infektionen könnte es für die Gesundheitsämter schwierig werden, die Infektionsketten nachzuverfolgen und damit das Virus unter Kontrolle zu halten.

Zwar gelten insgesamt gut 195.000 Menschen inzwischen als genesen. Dennoch stieg die Zahl der akut Infizierten weiter auf fast 9000 an. Dies sind rund doppelt so viele Menschen, die das Virus weitergeben können, wie es sie zeitweise im Juni gab. Die Ansteckungsrate hatte zudem laut RKI in den vergangenen Tagen bei eins oder leicht darüber gelegen. Das heißt, jeder Infizierte steckt statistisch gesehen mindestens einen weiteren Menschen an.

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